fraisr hat den Geschäftsbetrieb eingestellt

Mit großem Bedauern geben wir die Nachricht weiter, dass die fraisr GmbH ihren Geschäftsbetrieb zum 31.07.2015 eingestellt hat und das Unternehmen nun liquidieren wird. Trotz intensiver Bemühungen in den letzten Monaten, ist es den Gründern Oskar Volkland und Alex Schwaderer nicht gelungen, eine Anschlussfinanzierung zur Fortführung des Unternehmens zu sichern.

Logo fraisrUnter dem Motto „Kaufen. Verkaufen. Gutes tun.“ ist das Startup im Winter 2012 an den Start gegangen. Das Gründerteam hatte zum Ziel, Konsum im E-Commerce auf einfache Weise mit sozialem Engagement zu verbinden. Ende 2013 startete das Funding von fraisr bei Seedmatch, bei dem 134 Investoren aus der Crowd überzeugt werden konnten. Insgesamt hat das Startup damals 75.750 Euro eingesammelt. Wie in vielen Fällen wäre auch für fraisr eine Anschlussfinanzierung essentiell gewesen, um das Geschäftsmodell weiterentwickeln zu können. Die Gründer berichteten uns, dass sie bis zuletzt versucht haben, eine Anschlussfinanzierung zu verhandeln – leider jedoch ohne Erfolg. Nun hat die Gesellschafterversammlung der fraisr GmbH die Auflösung der Gesellschaft zum 31.07.2015 beschlossen. Das Unternehmen wird nun in den kommenden 12 Monaten nach den Vorgaben des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) liquidiert.

Wir haben mit den beiden Gründern Alex und Oskar über die Hintergründe gesprochen. Die Investoren wurden bereits über den Stand der Dinge informiert. Im folgenden Interview erläutern sie die Entwicklungen der letzten Monate.

 

 

Seedmatch: Hallo Oskar, hallo Alex, ihr habt uns von eurer Entscheidung berichtet, den Geschäftsbetrieb für fraisr aufzugeben und das Unternehmen zu liquidieren. Das sind wirklich sehr bedauerliche Nachrichten. Wie geht es euch in der jetzigen Situation?

Oskar VolklandOskar Volkland: Es geht uns im Großen und Ganzen ok. Der Moment, in dem es Fakt wurde, dass wir mit fraisr am Ende des Weges angekommen sind, war natürlich schon emotional und schmerzlich. Wenn so ein mehrjähriges Projekt und Engagement am Ende doch nicht zum Erfolg zu führen ist, dann ist das sicherlich für jeden Gründer ein besonderer weil besonders unschöner Moment, nicht zuletzt, wenn auch viele weitere Investoren und Unterstützer betroffen sind. Auf der anderen Seite haben wir die Entscheidung, die Gesellschaft nun zu liquidieren, gemeinsam mit unseren Mitgesellschaftern in einem sehr guten Gespräch getroffen und uns dabei gegenseitig immer noch gerade in die Augen schauen können.

Für unsere frühen Investoren, die zusammen rund 400.000 Euro in fraisr investiert haben, ist der wirtschaftliche Verlust in absoluten Zahlen natürlich am größten, und gleichwohl haben sie am Ende durchaus gewürdigt, dass wir so lange weitergemacht und versucht haben, das Ruder für fraisr noch herumzureißen. Das war für uns persönlich eine schöne Geste, und insofern geht es uns wie gesagt trotz allem ganz ok. Mit diesem Interview möchten wir auch alle anderen Investoren gleichermaßen abholen und ihnen die jüngsten Entwicklungen vermitteln.

 

Seedmatch: Was ist passiert? Wie kam es dazu?

Alex SchwadererAlex Schwaderer: Wir waren mit fraisr im Grunde genommen seit Beginn unseres Fundings auf Seedmatch fortwährend in einer finanziell sehr angespannten Situation. Das Funding selber verlief leider früh schon nicht so, wie wir und alle Beteiligten uns das vorgenommen hatten. Wir konnten mit dem letztlich aufgenommenen, deutlich geringeren Kapital bei weitem nicht die Wachstumspläne umsetzen, die wir vor dem Fundingstart aufgestellt hatten. Wir ihr aus unseren Investorenberichten aus dieser Zeit wisst, mussten wir uns zudem bereits unmittelbar nach Ende des Fundings von allen unseren Mitarbeitern trennen und waren seither nur noch zu zweit unterwegs, um mit den verbliebenen Ressourcen irgendwie noch eine Erfolgsgeschichte auf die Beine zu stellen, die für weitere Anschlussfinanzierungen getaugt hätte. Leider ist uns das nicht gelungen.

Als dann unser bestehendes Produkt zunehmend modernisierungsbedürftig wurde, und wir auch den laufenden Geschäftsbetrieb nicht mehr zuverlässig aufrechterhalten konnten, uns aber gleichzeitig die Mittel fehlten, hier noch zu investieren, sind wir schließlich an den Punkt gelangt, das Geschäft einzustellen.

 

Seedmatch: Mit welcher Mission seid ihr mit fraisr an den Start gegangen und wie gut hat das Geschäftsmodell funktioniert?

Oskar Volkland: Das Motto, mit dem wir im Winter 2012/2013 gestartet sind, lautete „Kaufen. Verkaufen. Gutes tun“. Im Mittelpunkt unserer Gründung stand dabei das Ziel, die Verbindung von Spendenorganisationen und Marken sowie Online-Händlern drastisch zu vereinfachen und interessierten Konsumenten auf einfachste Weise einen sozialen Mehrwert bei ihren Einkäufen im Internet zu bieten. Das Konzept war auf eine Win-Win-Win-Situation ausgerichtet: Käufer ermöglichen mit ihrem Konsum eine Spende, Händler schärfen ihr soziales Profil und erreichen eine verbesserte Kundenwahrnehmung, und Spendenorganisationen erschliessen sich online neue Unterstützergruppen und Spendenquellen. Unser erster Produktansatz war hierfür ein selbst entwickelter Marktplatz, auf dem jeder Kauf eine vorab festgelegte Spendenorganisation unterstützen sollte.

Unser eigenes Geschäftsmodell war provisionsbasiert, wie es bei großen Online-Marktplätzen schon lange etabliert ist. Wir konnten zum Start sehr schnell renommierte Spendenorganisationen als Partner gewinnen und hatten auch eine tolle Presse-Resonanz, was uns in unserer Annahme bestätigte, dass sozialer Konsum nun auch in Deutschland mehr und mehr aus einer Nische in den Alltag wandern würde. Wir wähnten uns mit fraisr als Makler zwischen E-Commerce und Spendenorganisationen in einer sehr attraktiven Position, um diese Entwicklung mit zu gestalten. Das Problem für unseren Marktplatz wurde dann allerdings beizeiten der geringe Zulauf bzw. der Traffic, ohne den auch der schönste Marktplatz mit der besten Idee nicht funktionieren kann. Wir hatten an dieser Stelle sehr stark auf das Mitwirken unserer Spendenpartner gebaut, die ihre bestehenden Unterstützer in unsere Richtung mobilisieren wollten, was allerdings so gut wie nicht passierte oder aber nicht ausreichend gelang. Für selbst akquirierten Zulauf fehlten in unserer Planung die Budgets und so konnte unser Marktplatz leider nie wirklich abheben.

Wir haben darauf reagiert und als zweiten Produktansatz das fraisr-Plugin entwickelt, um unsere Idee dezentral in bestehende Online Shops zu bringen, die bereits ihren eigenen Zulauf hatten. An dem Provisionsmodell haben wir weiter festgehalten. Ausgehend von ersten erfolgreichen Anwendungsfällen für unser Plugin war der weitere konsequente Vertrieb in Online Shops geplant mit den frischen Mitteln und der personellen Unterstützung, die uns ein erfolgreiches Funding über Seedmatch erlauben sollte. Und an dieser Stelle begann unser Plan dann empfindlich ins Wanken zu geraten, von dem wir uns über die folgenden 18 Monate nicht mehr erholen konnten.

Das fraisr Konzept

 

Seedmatch: Und was waren am Ende dann doch die Gründe, die euch zur Geschäftsaufgabe und zur Liquidation gebracht haben?

Oskar Volkland: Es war für uns am Ende das Zusammenkommen von mehreren Aspekten, die uns teilweise schon eine Weile begleitet hatten. Zum einen hat sich für uns die Einsicht verfestigt, dass wir mit sozialem Konsum einen Trend adressieren, der zumindest in Deutschland auf absehbare Zeit noch keine nennenswerte kommerzielle Relevanz hat. Auch andere Gründungen an der Schnittstelle von E-Commerce und Spenden, die in etwa zeitgleich mit uns gestartet waren, haben sich mittlerweile von optimistischeren Wachstumsaussichten verabschiedet. Und selbst ohne bessere Wachstumschancen hätten wir allein für den Fortbestand unseres bestehenden Geschäftsaufkommens zeitnah in die Weiterentwicklung unserer Systeme investieren müssen, wofür uns personell und finanziell die Mittel gefehlt haben. Diese beiden Aspekte in Kombination wiederum haben eine benötigte Anschlussfinanzierung quasi unmöglich gemacht, und ohne diese fehlte am Ende auch uns beiden die persönliche Perspektive, irgendwann mit fraisr noch einmal unseren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Wir haben uns daraufhin mit unseren Gesellschaftern beraten, welche Möglichkeiten es für die Zukunft von fraisr noch gibt, und schließlich schweren Herzens gemeinsam die Auflösung der Gesellschaft beschlossen.

 

Seedmatch: Startups haben i. d. R. einen Kapitalbedarf, der über ein Startkapital hinaus geht und verschiedene Unternehmensphasen betrifft. Habt ihr nach dem Crowdfunding Gespräche über eine Anschlussfinanzierung geführt?

Alex Schwaderer: Eine Anschlussfinanzierung im Nachgang des Crowdfundings war ohnehin fest eingeplant, und wir wollten uns mit den Mitteln des Crowdfundings dafür bestmöglich aufstellen. Als wir dann leider deutlich unter unseren Fundingszielen geblieben sind, stellte sich für uns die Frage nach einer weiteren Anschlussfinanzierung einfach noch schneller wieder. Daher haben wir weiterhin sehr aktiv das Gespräch mit unterschiedlichen Investoren gesucht,  sowohl mit solchen mit sozialem Investment-Fokus als auch mit klassischen Risikokapitalgebern. Letztlich lief es dabei allerdings immer auf das gleiche hinaus, nämlich dass man zunächst noch die weitere Wachstumsdynamik beobachten wollte, um dann über eine mögliche Investition zu entscheiden. Für eine überzeugende Geschäftsentwicklung mit starken Wachstumssignalen fehlten uns allerdings die Investitionsmittel, und so ist es uns leider nicht gelungen, eine Anschlussfinanzierung auf die Beine zu stellen.

 

Seedmatch: Kommunikation ist natürlich gerade in einem solchen Fall das A und O: Wie habt ihr eure Seedmatch-Investoren über die jetzige Situation informiert?

Alex Schwaderer: Wir haben im Rahmen der periodischen Investorenberichte unsere Investoren fortwährend transparent auf dem Laufenden gehalten, was unsere Situation und unsere Maßnahmen und Initiativen angeht. Wir haben die Vorhaben und Chancen, die wir jeweils noch sahen, mit unseren Investoren geteilt und gleichzeitig immer auch darauf hingewiesen, dass bei einer weiterhin ausbleibenden Wachstumsdynamik der Geschäftsbetrieb möglicherweise eingestellt werden müsste.Ganz aktuell haben wir nun in einer Notiz an unsere Investoren ausführlich über die Hintergründe und Auswirkungen des Auflösungsbeschlusses informiert.

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Seedmatch: Wie viele Seedmatch-Investoren sind von der Liquidation betroffen und wie geht es für diese jetzt weiter?

Oskar Volkland: Es haben sich 135 Seedmatch-Investoren am Crowdfunding beteiligt. Für sie wie für uns geht es jetzt darum, das Ergebnis unserer Bemühungen um eine Verwertung der verbliebenen Unternehmenswerte abzuwarten. Wir haben nun 12 Monate Zeit, um mit Interessenten für unsere Technologie und unsere Marke zu sprechen und einen mögliche Anschlussverwendung für die fraisr Kernstücke zu arrangieren. Über den Fortschritt dieses Prozesses werden wir unsere Investoren natürlich auch weiterhin auf dem Laufenden halten.

 

Seedmatch: Hat eure Geschäftsaufgabe weitere Konsequenzen für die Investoren über den möglichen Verlust ihres Kapitals hinaus?

Alex Schwaderer: Nein. Wirtschaftlich ist das Verlustpotenzial der Investoren auf Ihren Kapitaleinsatz beschränkt.

 

Seedmatch: Was wäre das Beste, was euch und den Seedmatch-Investoren noch passieren könnte?

Oskar Volkland: Das Allerbeste wäre, wenn sich nun doch noch ein Investor fände, der fraisr weiterführen möchte. Denn so lange eine Gesellschaft noch nicht endgültig im Handelsregister gelöscht ist, besteht theoretisch die Möglichkeit, den Geschäftsbetrieb wieder aufzunehmen. Das ist allerdings per heute ausdrücklich ein rein hypothetisches Szenario, und es wird über die Zeit auch nicht wahrscheinlicher werden. Im nächstbesten Szenario finden wir in den kommenden Wochen und Monaten einen Käufer für unsere Technologie und für unsere Marke und realisieren so noch einen gewissen Verkaufserlös, der zum Ende der Liquidation verteilt werden kann, sodass die Investoren noch einen Teil ihres eingesetzten Kapitals zurückerhalten könnten. Das wäre schon ein sehr gutes Ergebnis und wir sollten auch hier die Erwartung der Investoren vorsichtshalber eher dämpfen.

 

Seedmatch: Der Blick zurück ist sicher nicht einfach, aber: Was hättet ihr vielleicht doch anders gemacht?

Alex Schwaderer: So schwierig es auch sein mag – gerade für uns Gründer ist der Blick zurück und das Hinterfragen der eigenen Entscheidungen natürlich elementar. Und auch wenn wir zu allen unseren Entscheidungen stehen, so gibt es natürlich einige Dinge, die wir mit der heutigen Erfahrung anders machen oder anders einschätzen würden. Ganz zentral ist dabei das Eingeständnis, dass wir die kommerzielle Relevanz von sozialem Konsum in Deutschland deutlich zu optimistisch eingeschätzt haben. Im Nachhinein wäre der Start in einem bereits heute schon affineren Marktumfeld wie zum Beispiel in England oder den USA sicherlich nicht weniger aufwendig, aber vermutlich doch zielführender gewesen.

Und grundsätzlich trifft auf fraisr wie auf die meisten Gründungen zu: Es dauert bis zum nachhaltigen Erfolg einfach immer mindestens doppelt so lange wie geplant und kostet viermal so viel Geld. Eine ausreichende Kapitalausstattung bleibt also das absolute A und O, um gar nicht erst in eine rückläufige Entwicklung zu geraten wie fraisr in den letzten 18 Monaten bzw. um dann noch die nötigen Mittel zum Reagieren in der Hinterhand zu haben.

 

Seedmatch: Wie geht es für euch jetzt weiter?

Oskar Volkland: Wir werden natürlich unserer Verantwortung als Gründer und nun eben auch als Liquidatoren von fraisr weiterhin nachkommen. Daneben sind wir beide ja bereits seit dem Frühjahr 2014 gezwungen gewesen, parallel zu fraisr unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Ich engagiere mich dazu bei einem jungen Unternehmen im Finanzsektor und Alex verdient seinen Lebensunterhalt als freier Marketing-Stratege.

 

Seedmatch: Danke für eure Zeit und die offenen Antworten. Wir wünschen euch alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg bei dem, was ihr jetzt anpackt.

 

An dieser Stelle auch nochmal der Hinweis an unsere Investoren: Startup-Investments sind aufgrund des hohen Risikos nur als Bestandteil eines diversifizierten Portfolios sinnvoll sind. Investoren sollten lediglich einen kleinen Teil ihres zur Verfügung stehenden Kapitals in Startups investieren und nur, wenn sie genug Kapital haben, um langfristig in eine Vielzahl von Startups zu investieren, um so das Risiko innerhalb dieser Investmentklasse zu streuen.

 

Seit der Gründung in 2011 wurden über Seedmatch bereits 81 Finanzierungsrunden erfolgreich durchgeführt. Anschlussfinanzierungen sind in sehr vielen Fällen eine sehr wichtige Voraussetzung für Startups, um weiter wachsen und sich am Markt etablieren zu können. In den seltensten Fällen bedeutet eine erfolreiche Crowdfundingrunde eine 100-prozentige Deckung des langfristigen Kapitalbedarfs – vor allem dann nicht, wenn die eingesammelte Summe unter den Erwartungen und Planungen geblieben ist. Bleiben Anschlussfinanzierungen dann aus, kann das den Fortbestand eines Unternehmens natürlich auch negativ beeinflussen, wie wir nun auch bei fraisr sehen.

Wir von Seedmatch sind überzeugt, dass Deutschland mutige Gründer und ebenso mutige (Crowd-) Investoren braucht, um Innovationen auf den Weg zu bringen. Das Team von fraisr hat den mutigen Schritt gewagt und auf einen vielversprechenden Trend gesetzt, der leider in Deutschland unter den Erwartungen blieb. Wir wünschen den Gründern alles Gute für ihre weiteren Vorhaben und natürlich vor allem für die nächsten 12 Monate, in denen es darum geht, die Liquidation zu einem Abschluss zu bringen.

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  1. Christian sagt:

    Liebes Fraisr-Team,

    ich finde es sehr schade, dass es nicht weitergeht, finde aber toll wie Ihr bis zum Schluß wirklich engagiert versucht habt, das Ding zum Laufen zu bringen.
    @Seedmatch: gerade die Aussage, dass schon zum Ende des Fundings alle Mitarbeiter entlassen werden mussten, zeigt doch, dass die Fundingschwellen oft viel zu niedrig angesetzt werden. Die Summe, die mit dem Erreichen der Fundingschwelle erzielt wird, sollte es dem Start-up zumindest ermöglichen, den Status Quo für einige Zeit weiter aufrecht zu erhalten und zusätzliche Maßnahmen durchführen zu können, um die Erfolgsaussichten des Start-ups zu erhöhen. Eine angemessene Fundingschwelle wäre fairer den Investoren gegenüber, die sich darauf verlassen, dass die eingesammelten Gelder das Unternehmen auch weiter bringen.

    Grüße und an das Team von Fraisr viel Erfolg für die weitere Zukunft.
    Christian

    • Hallo Christian,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir stimmen Ihnen in dem Punkt auf jeden Fall zu. Wir empfehlen den Startups daher in den Vorgesprächen grundsätzlich immer, eine Fundingschwelle zu wählen, die ihren Mindestkapitalbedarf abdeckt. Je nach Geschäftsmodell und Plänen fällt dieser natürlich sehr unterschiedlich aus und ist pauschal gesehen auch dann kein Garant. Letztendlich werden die Schwellen aber von den Startups festgelegt und sind Teil des Angebots an die Investoren, die natürlich auch diesen Punkt kritisch prüfen sollten.
      In den vergangenen Monaten haben sich bei Seedmatch im Hinblick auf dieses Thema aber bereits merklich höhere Schwellen ergeben – die Startups sind mittlerweile sicher auch aufgrund der Entwicklungen am Markt stärker dafür sensibilisiert, ihre Planungen konservativer zu gestalten.

      Beste Grüße
      Sabine Drotbohm
      Corporate Communications Seedmatch

  2. Antje sagt:

    Hallo zusammen,

    es ist nun schon einige Zeit her, dass es hier Neuigkeiten gab. Ich habe noch eine Frage – der ein oder andere hat vielleicht schon eine Antwort:

    Wie geht es mit meinem Investment weiter? Habe ich eine Chance, das Geld zurück zu bekommen? Und wenn ja: was muss ich dafür wo tun?

    Es gibt auf seedmatch je jede Menge Möglichkeiten, sein Geld zu investieren. Allerdings sehe ich nirgendwo Hilfestellungen in Fällen der Insolvenz. Zumindest einen Hinweis (Dokumente), wie ich Kapitalverluste bei der Steuer geltend machen kann, würde ich erwarten.

    Dankbar für jeden Hinweis!
    Viele Grüsse & eine schöne Adventszeit
    Antje

    • Hallo Antje,

      bitte entschuldigen Sie die späte Rückmeldung. Um eine genaue Auskunft zum Status im Falle fraisr zu bekommen, möchte ich Sie bitten, sich direkt an das Startup zu wenden. Für den Fall einer Insolvenz haben wir versucht, mit unseren Insolvenz-FAQ eine Hilfestellung zu geben. Im Falle Fraisr handelt es sich jedoch nicht um eine eröffente Insolvenz, sondern um eine Liquidation. Wir arbeiten gerade daran, auch hierzu Informationen in unsere FAQ aufzunehmen.
      Ich kann Ihnen daher lediglich empfehlen, sich im Investor Relations Bereich direkt an das Startup zu wenden, da auch uns keine weiteren Informationen vorliegen.
      Zum Thema Verlustbescheinigung möchte ich Sie auf unsere Steuer-FAQ verweisen. Unter Punkt 6 finden Sie eine Erläuterung zu diesem Thema. Durch Seedmatch erfolgt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Wir dürfen an der Stelle daher leider keine Dokumente zur Verfügung stellen. Prinzipiell müssen Sie diese Art von Dokumenten immer von Ihrem Vertragspartner, dem jeweiligen Startup, bekommen. Es ist unseres Wissens in der Regel nicht möglich, den Verlust geltend zu machen, aber es gibt bestimmte Ausnahmefälle, in denen der Verlust angerechnet werden kann. Fragen Sie für Ihren speziellen Einzelfall bitte Ihren Steuerberater.

      Sollten Sie noch Fragen haben, melden Sie sich jederzeit gerne per E-Mail bei uns.

      Beste Grüße
      Sabine Drotbohm
      Corporate Communications / Investor Relations