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Mit ‘Venture Capital’ getaggte Artikel

Crowdfunding: Geld mit Extra

Bei Seedmatch wird es erstmals in Deutschland die Möglichkeit geben, schon ab kleinen Summen gezielt in Startups zu investieren – so können sich jetzt auch Menschen an jungen Unternehmen beteiligen, für die es dazu bisher nicht die Gelegenheit gab. Mit der Aktivierung dieser bislang ungenutzten finanziellen Potentiale können Gründer auf einem völlig neuen Weg Beteiligungskapital akquirieren.

Doch Crowdfunding kann noch mehr, als Gründern die Umsetzung ihres Geschäftskonzepts rein finanziell zu ermöglichen. Darüber hinaus bringt “Crowd Capital” noch einen Extra-Wert mit: Begeisterung.

Eine der größten Herausforderungen für junge Unternehmen ist es, am Markt von Kunden, Partnern und Medien wahrgenommen zu werden, ihr Vertrauen zu gewinnen und durch Weiterempfehlungen neue Kunden zu gewinnen. Dies braucht in der Regel Zeit und die Gründer müssen eine Menge Energie und Arbeit darauf verwenden. Startups hingegen, die ihr Gründungskapital über ein erfolgreiches Crowdfunding bekommen haben, starten bereits beim Markteintritt mit einer Vielzahl von Unterstützern, die das Gründungskonzept spannend finden, daran glauben und auch ein Interesse daran haben, dass das junge Unternehmen (und damit ihr Anteil) wächst. So werden die Investoren zu Multiplikatoren, indem sie das Startup mit Empfehlungen voranbringen können. Wir nennen diesen zusätzlichen Wert von Crowdfunding: Multiplikator Value.

Mit Seedmatch wollen wir Crowdfunding für Startups und damit diese Win-Win-Situation ermöglichen: Auf der einen Seite bekommen junge Unternehmer die Möglichkeit, das notwendige Kapital für die Umsetzung Ihres Geschäftskonzeptes zu erhalten – plus die Unterstützung einer Menge von Menschen. Auf der anderen Seite können Menschen „wie du und ich“ erstmalig gezielt in junge Unternehmen mit hohem Potential investieren, die sie unterstützenswert finden, und an deren Wachstum teilhaben.


Um Crowdfunding am eigenen Beispiel vorzuleben, haben wir die Aktion „33 für eine Vision“ gestartet. Im Rahmen der Aktion haben Sie die Möglichkeit, einen von 33 Anteilen an Seedmatch zu erwerben und mit uns gemeinsam diesen neuen Weg der Startup-Finanzierung zu realisieren.

Werden Sie jetzt Gesellschafter von Seedmatch! Mehr Informationen >>


Multiplikator Value Crowd Crowdfunding

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Wer ist ein Unternehmer?

Unternehmer zu sein ist keine Tätigkeit, sondern ein Wesenszug und eine Lebensart. Was jemanden zum Entrepreneur macht, ist nicht, ein oder zwei Unternehmen gegründet zu haben. Es ist die starke innere Motivation, mit einer Sache eigenständig erfolgreich zu sein. Aber was genau macht jemanden zum erfolgreichen Unternehmer? Und: ist Unternehmer gleich Unternehmer?

Unzählige Untersuchungen wurden bereits durchgeführt, um die große Frage zu beantworten: “Was macht einen erfolgreichen Gründer aus?” Sind es bestimmte Persönlichkeitseigenschaften? Wenn ja: Welche Eigenschaften sind entscheidend, welche irrelevant? Sind sie angeboren oder kann man sie erlernen? Nature or nurture?

Die Antwort: es kommt darauf an.

Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass bestimmte Eigenschaften bei erfolgreichen Unternehmern häufiger zu finden sind.

Entrepreneure leben für den Erfolg ihres Projektes. Ihre Motivation ist es, eine Vision zu verwirklichen und etwas auf die Beine zu stellen. Das nennt man auch Leistungsmotivation. Andere Motive wie Macht oder Geld spielen eine untergeordnete Rolle. Entrepreneure setzen sich hohe Ziele, die sie mit ganzem Einsatz und großer Ausdauer verfolgen. Dazu bringen sie auch die Fähigkeit mit, sich selber zu motivieren. Sie sehen stets „das große Ganze“ und behalten ihr Ziel im Auge: ihr Projekt zu verwirklichen.

Entrepreneure lieben Innovationen. Sie sind ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, Dinge oder Prozesse zu optimieren. Sie haben viele Ideen, sind dabei kreativ, innovativ und unkonventionell und testen mit Begeisterung neue Wege.

  • Entrepreneure mögen Wettbewerb. Konkurrenz spornt sie an. Der Vergleich mit den Mitbewerbern motiviert sie, sich schneller zu entwickeln und besser zu werden.

    Entrepreneure glauben an sich selbst. Sie haben ein großes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und sind fest davon überzeugt, dass sie ihre hohen Ziele erreichen können. Dieser Optimismus wird von manchen als Arroganz gewertet, aber Entrepreneure sind zu fokussiert und begeistert von ihren Projekten um sich darüber Gedanken zu machen. Wenn ihnen ein Fehler unterläuft, so lassen sie sich nicht davon entmutigen, sondern begreifen das als normales Vorkommnis und Möglichkeit der Verbesserung und korrigieren ihn.

    Entrepreneure übernehmen gern Verantwortung. Ihnen ist es sehr wichtig, ihre Entscheidungen unabhängig treffen zu können, autonom zu handeln. Ihr eigener Chef zu sein und nicht nur Ausführende zu sein. Vorschriften empfinden sie als Einschränkung.

    Entrepreneure haben viel Energie. Gerade der Beginn einer Selbstständigkeit ist sehr anstrengend – kein Urlaub und wenig Freizeit hinterlassen ihre Spuren. Erfolgreiche Unternehmer haben die Energie, körperliche Konstitution und Belastbarkeit für ein solches Leben.

    Entrepreneure haben eine hohe Toleranz gegenüber Unsicherheit. Sie können gut mit dem Wissen umgehen, dass sie ihre Zukunft nicht sicher vorhersehen können. Sie sind aber davon überzeugt, sie mit ihrem Handeln beeinflussen können. Entgegen der landläufigen Meinung suchen Entrepreneure aber nicht aktiv das Risiko – sie sind nur besser als andere in der Lage, ein kalkuliertes Risiko einzugehen.

    Entrepreneure können mit konstruktiver Kritik und Ablehnung umgehen. Innovative Unternehmer sind mit ihren Ideen Vordenker und hören oft: „Das geht nicht!“. Vielfach werden sie auch als Non-Konformisten wahrgenommen. Es geht ihnen aber nicht um Rebellion, sondern um Verbesserung. Konstruktive Kritik, die ihren Zielen dient, nehmen sie an. Konservative Kritik jedoch lehnen sie als Pessimismus ab und lassen sich dadurch nicht verunsichern. Außerdem wissen erfolgreiche Unternehmer, dass Schwierigkeiten, Ablehnung und Kritik jedem Game Changer begegnen und sie haben gelernt, damit umzugehen.

    Entrepreneure sind optimistisch und offen für Veränderungen. Wenn etwas nicht funktioniert, zögern Entrepreneure nicht, es zu ändern. Sie wissen, wie wichtig es ist, mit aktuellen Entwicklungen mitzuhalten, und das geht nur, wenn man sich an die Möglichkeiten und Gegebenheiten des Moments anpasst. Sie haben auch ein Gespür dafür, wenn Veränderung notwendig ist und haben einen Blick für Gelegenheiten.

    Was sagen uns diese Erkenntnisse? Kann man jemandem beibringen, ein Vordenker zu sein? Kann man eine Vorlesung zu Unsicherheitstoleranz halten? Man möchte fast sagen: nein.

    Wenn also Unternehmer geboren und nicht gemacht werden, warum bieten dann immer mehr Universitäten Kurse für Unternehmensgründung und -führung an? Die Antwort ist einfach: weil jedes Talent Training braucht, um sich voll entwickeln zu können.

    Ein Kurs kann keine Entrepreneure erzeugen, aber er kann den Unternehmergeist, der vielleicht in vielen Studenten schlummert, herauszukitzeln und kultivieren. Neben den angeborenen Eigenschaften, die Unternehmertum begünstigen, gibt es viele wichtige unternehmerische Fähigkeiten, die gelernt werden können, zum Beispiel: die Fähigkeit, eine Vision zu bilden und zu kommunizieren, ein Team zu leiten und zu motivieren und Gelegenheiten zu erkennen. Darüber hinaus gibt es formelle und administrative (bspw. unternehmensrechtliche oder steuerliche) Anforderungen, die schlicht und einfach gelernt werden müssen: einen Businessplan zu schreiben, Elevator Pitches zu erstellen, die Unternehmensform bestimmen, Möglichkeiten der Finanzierung kennen, Finanzierungspläne aufzustellen, etc.

    Ist jeder, der ein Unternehmen führt, ein Unternehmer?

    Ich denke, nicht jeder, der ein Unternehmen führt, ist ein Entrepreneur. Er kann auch ein kluger Verwalter sein und wird als solcher auch gebraucht, um Ideen auszuarbeiten und langfristig voranzubringen. Ein Entrepreneur zeichnet sich durch diesen besonderen “Funken” aus, den er in sich trägt, diese Abenteuerlust und Unruhe, etwas Neues zu erschließen. Das ist etwas, das man nicht lernen kann.

    Erfolgreiche Entrepreneure müssen also geboren UND gemacht werden. Offenbar ist es eine Kombination, die zum Erfolg führt. Auf der einen Seite angeborene Persönlichkeitseigenschaften, die einen Menschen motivieren, selbstständig zu sein und proaktiv etwas leisten zu wollen. Auf der anderen Seite aber auch eine Reihe gelernter Fähigkeiten, die ihn befähigen, diese Anlagen effektiv umzusetzen. Ein Unternehmer muss heute fast die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau sein. Er sollte ein Experte in seinem Fach sein und gleichzeitig am besten ein versierter Betriebswirt und Jurist. Er muss sehr kontaktfreudig und überzeugend sein, er sollte Menschen führen können aber auch alleine arbeiten, und vieles mehr.

    Entrepreneure fallen nicht fertig vom Himmel. Wenn aber jemand die Anlagen und die Vision mitbringt, ist es wichtig, ihm zu helfen, sie umzusetzen. Denn wir sind wirtschaftlich auf diese Innovatoren angewiesen. Die Hilfe kann an ganz verschiedenen Stellen erfolgen. Seedmatch ermöglicht Entrepreneuren einen neuen Weg der Finanzierung ihres Startups: Crowdfunding. Viele Menschen können gemeinsam jungen Unternehmern helfen, innovative Unternehmenskonzepte umzusetzen und diese zu etablieren.

    Unterstützen auch Sie bei Seedmatch innovative und engagierte Entrepreneure!

    Foto: dangsee

    Foto: dangsee

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    Ist Ihr Geld schon lebendig?

    Mit Sorgenfalten auf der Stirn betrachten Wirtschaftsexperten die Entwicklung der Sparquote in den letzten Monaten und Jahren. Als eine der wichtigen Größen der Konjunktur ist sie derzeit auf dem höchsten Stand seit 1993 – Tendenz steigend.

    Mit dem Begriff Sparquote ist meist die „durchschnittliche Sparquote der privaten Haushalte“ gemeint, d.h. wie viel Prozent ihres Einkommens private Haushalte „auf die hohe Kante“ legen. Laut Statistischem Bundesamt waren das im vergangenen Jahr in Deutschland 11,3 Prozent des verfügbaren Einkommens. Die Bundesbank gibt an, dass die Deutschen im Jahr 2009 Vermögen in Höhe von knapp 147 Milliarden Euro gebildet haben, rund 21 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. (Quelle)

    Im ersten Quartal 2010 stieg die Sparquote weiter an auf nun 11,6%. Zum Vergleich: in den USA lag die Quote im März bei nur 2,7%!

    Sparquote Deutschland

    Eigene Grafik. Daten: destatis

    Eigentlich ist Sparen in Krisenzeiten doch eine gute Sache, oder? Warum also die Sorgenfalten?

    Je mehr Geld auf Konten schlummert, desto weniger ist im Umlauf, d.h. das angelegte Kapital ist dem Wirtschaftkreislauf entzogen. Das Geld wird also nicht mehr ausgegeben, was sich in der niedrigen Konsumquote und der niedrigen Investitionsquote widerspiegelt. Besondere mediale Beachtung findet dabei das zögerliche Konsumverhalten der Verbraucher mit seinen negativen Auswirkungen auf Handel und Wirtschaftswachstum. Weniger Umsatz bedeutet für den Handel Stagnation: Indem die Menschen weniger ausgeben, können sie so die Krise selbst verstärken, die sie fürchten.

    Ursache der neuen Sparsamkeit scheint neben der immer noch aktuellen Finanzkrise eine allgemein wachsende Unsicherheit der Menschen zu sein. Diese Entwicklung lässt sich in ganz Europa beobachten. Insbesondere der Gedanke an eine mögliche Inflation und die Unsicherheit der gesetzlichen Renten lässt viele Menschen vorsichtiger werden. „Ungewissheit ist zum globalen Lebensgefühl geworden.“, zitierte die Wirtschaftswoche neulich den Trendforscher Peter Wippermann. (Quelle)

    Ist Sparen jetzt also falsch?

    Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn Sparsamkeit sorgt auch für Stabilität, da das zurückgelegte Geld die Wirtschaft stützt. Je mehr Geld den Banken sicher zur Verfügung steht, desto bessere Konditionen können Banken theoretisch für Kredite anbieten. Günstige Kredite erleichtern wiederum Investitionen.

    Die makroökonomischen Auswirkungen einer hohen Sparquote sind also nach wie vor umstritten. (Mehr dazu in der Wirtschaftswoche.)

    Was also tun?

    Für den Einzelnen sieht es so aus: Feste Geldanlagen bieten den Anlegern eine gewünschte Sicherheit. Der Nachteil sind sehr niedrige Zinsen, die durch Steuern und die zunehmende Inflation noch zusätzlich geschmälert werden. Im ungünstigen Fall verliert das Geld schneller an Wert als es durch die stabilen aber kleinen Zinsen im Nennwert auf dem Sparbuch gewinnt. Wer sein Geld vermehren möchte, kommt im Prinzip nicht umhin, zu investieren. Dafür stehen nun ganz verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die sich in ihrem Charakter und Risiko stark unterscheiden.

    Mit Seedmatch steht Ihnen bald eine ganz neue Möglichkeit der Investition offen, mit der Sie nebenbei etwas in unserem Land bewirken können: die Beteiligung an jungen Unternehmen bereits ab kleinen Summen. Wer in Startups investiert, stärkt damit direkt Innovationen als Motor unserer Wirtschaft und tut aktiv etwas gegen die drohende Stagnation.

    Menschen, die in Startups investieren, investieren in die Zukunft.

    Junge Unternehmen haben in Deutschland oftmals Schwierigkeiten, Gründungskapital zu akquirieren, da ihre Historie in der Regel zu kurz ist, um Banken von ihrem Potential zu überzeugen. An dieser Stelle ist Venture Capital gefragt, das hierzulande leider kaum zur Verfügung steht. Auch die Zahl der Business Angels ist in Deutschland vergleichsweise gering.

    Bei Seedmatch hat nun jeder die Möglichkeit, sich schon mit kleineren Summen für Startups zu engagieren und ein “Mini”-Business-Angel zu werden. Auf diesem Weg wird die Business-Angel-Kultur in Deutschland gestärkt und demokratisiert: es steht nun jedem offen, mit dem Erwerb einer – auch kleinen – Unternehmensbeteiligung junge Unternehmen mit großem Wachstumspotential voranzubringen. Mit dem Prinzip des Crowdfunding werden die Beiträge vieler Investoren gebündelt, so dass ein tragfähiges Startkapital für das jeweilige Gründungsunternehmen zusammenkommt. Jeder Mikroinvestor kann dabei frei wählen, welche Gründungsprojekte er unterstützen möchte, d.h. er kann sein Portfolio individuell zusammenstellen.

    In ein Startup zu investieren ist etwas Besonderes, weil man damit Unternehmer direkt unterstützt. Aktien von einem Unternehmen zu kaufen unterscheidet sich davon grundlegend: das Geld bekommt dabei derjenige, der die Aktien vorher besaß, nicht das Unternehmen (Ausnahme: beim Börsengang). Erwerben Sie hingegen eine Beteiligung an einem Startup, so kommt Ihr Investment diesem direkt zugute und Sie partizipieren an seinem reellen Wachstum.

    Viele junge Unternehmen sind auf Venture Capital angewiesen. Firmen wie Google und Yahoo sind mit Geld von Venture-Capital-Gesellschaften groß geworden. In High-Tech-Branchen, die eine gewisse Summe an Startkapital erfordern, haben Startups fast nur mit staatlicher Förderung Chancen. Wenn sie diese nicht bekommen, ist das oftmals das Aus für gute Ideen. Investoren aus dem europäischen Ausland haben den Mangel an VC in Deutschland erkannt, und so werden Ideen mit Potential oftmals über ausländische VCs finanziert – die dann auch die Früchte des Erfolgs ernten.

    Gefragt sind Investoren, die bereit sind, Geld in neue, vielversprechende Firmen zu stecken, die mit einem gewissen Risiko viel Potential und Innovationskraft in sich tragen.

    Mit einem solchen Investment unterstützen Sie nicht nur junge Unternehmer und fördern Entrepreneurship und Innovationen in unserem Land, sondern tragen gleichzeitig dazu bei, dass neue Arbeitsplätze und ein Wirtschaftswachstum in der Region möglich werden.

    Stellen Sie sich vor, welches Möglichkeiten entstehen, wenn nur aus dem im vergangenen Jahr zur Seite gelegten Geld 1% zur Unterstützung von Startups eingesetzt werden würde: es stünden fast 1,5 Mrd Euro zur Verfügung!

    Erwecken Sie Ihr Geld zum Leben und helfen Sie Innovationen und unserer Wirtschaft auf die Sprünge!

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    Wie Investoren begeistern?

    Als Gründer beschäftigt man sich lange Zeit mit der Geschäftsidee, recherchiert gründlich den Markt, entwickelt ein neues Produkt, stellt einen Finanzplan auf, entwickelt eine Marketingstrategie usw. Die Idee wird solange verfeinert, bis nach einen langen Prozess ein ausgereiftes Konzept steht. Jetzt heißt es Kapitalgeber für seine Idee zu begeistern. Aber wie stellt man das am besten an?

    Professionelle Investoren bekommen viele qualifizierte Businesspläne auf ihren Tisch. Einige der großen VC-Gesellschaften in Deutschland erhalten bis zu 1.000 Pläne pro Jahr. Da sollte das Startup über eine sehr gut ausgearbeitete Präsentation verfügen und auf den Punkt kommen.

    Für den ersten Kontakt mit dem Investor empfiehlt sich ein sogenanntes Executive Summary, welches die Story enthält und die wesentlichen Punkte des Businessplans zusammenfasst. Es sollte nicht mehr als fünf oder acht Seiten umfassen und einen guten Überblick über das unternehmerische Vorhaben geben. Die elementaren Bestandteile eines Executive Summary, die niemals fehlen dürfen, sind…

    Konzept
    Was – in einem Satz formuliert – macht das Startup?

    Kundennutzen
    Welches Kundenproblem soll gelöst werden?
    Wie kann das Produkt beitragen, das Leben des Kunden angenehmer zu machen?
    Wie kann das Produkt helfen, die Kosten des Kunden zu senken?

    Markt und Wettbewerb
    Wie groß ist der Markt?
    Welcher Marktanteil wird angestrebt?
    Wer sind die Wettbewerber?

    Produkt
    Welche Leistungsmerkmale besitzt das Produkt?
    Welche Alleinstellungsmerkmale bestehen gegenüber dem Wettbewerb?
    Welche Schutzrechte sind vorhanden?
    Wie ist der Entwicklungsstand?

    Geschäftsmodell
    Wie sollen Umsätze generiert werden?
    Welche Umsatzquellen gibt es?
    Welches Preismodell wird verfolgt?

    Marketingkonzept
    Wie sollen Kunden gewonnen werden?
    Welche sind die wichtigen Marketingmaßnahmen?
    Welche Volumen/ Kosten/ Conversion Rates werden angestrebt?

    Kapitalbedarf
    Wie viel Kapital ist bereits vorhanden bzw. eingeworben?
    Wie viel Kapital wird noch benötigt?
    Wofür soll das Kapital verwendet werden?
    Wann soll der Break Even erreicht werden?
    Welche Bewertung liegt dem Startup zu Grunde?

    Meilensteine
    Welche sind die wichtigen Meilensteine in der Entwicklung des Startups?

    Team
    Wie ist das exzellente und komplementäre Team aufgestellt?
    Welche Berufserfahrungen liegen vor?
    Für welche Bereiche werden noch gute Leute benötigt?

    Überzeugt das Executive Summary, ist die erste Hürde erreicht. Der Investor wünscht dann einen vollständigen Businessplan, um sich tiefer mit dem Konzept auseinander setzen zu können. Meine ganz persönliche Empfehlung ist, niemals zu viel Zeit in die Ausforumlierung des Businessplans (und auch des Executive Summary) zu stecken. Erstens ist der Businessplan ein Arbeitsmittel für den Unternehmer, welches er ständig anpasst und aktualisiert. Und zweitens hat kein professioneller Investor die Zeit, die konzeptionelle Prosa in epischer Breite zu lesen. Vermeiden Sie allgemeine Aussagen und Redundanzen und kommen Sie auf den Punkt. Nur die Fakten Ihres unternehmerischen Konzeptes zählen.

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    @ 2012 Seedmatch GmbH