Alles oder nichts… oder etwas mehr?

Mit Crowdfunding für Startups beschreitet Seedmatch in Deutschland einen neuen Weg. Daher gibt es auf der Plattform neue Begriffe und Besonderheiten, die wir mit diesem Blogeintrag erläutern wollen.

Was ist der Unterschied zwischen „Kapitalbedarf“ und „maximaler Fundingsumme“?

Der „Kapitalbedarf“ ist der Betrag, den das Startup über die Crowdfunding-Plattform mindestens einsammeln will. Mit dieser Summe kann das Gründerteam sein Unternehmenskonzept umsetzen, so wie es im Businessplan beschrieben und im Finanzplan kalkuliert ist. Der „Kapitalbedarf“ ist die MIndestsumme, die zur Umsetzung des Konzeptes notwendig ist.

Die „maximale Fundingsumme“ ist der Betrag, bis zu dem das Startup bereit ist, stille Gesellschaftsanteile über die Crowdfunding-Plattform abzugeben. Bei Erreichen der „maximalen Fundingsumme“ erhält das junge Unternehmen ein zusätzliches Liquiditätspolster, was es in weitere Mitarbeiter oder eine größere Marketingkampagne usw. stecken kann, um seine Entwicklung und sein Wachstum zu beschleunigen.

Wann ist ein Funding erfolgreich?

Der „Seedlevel“ zeigt des aktuellen Stand des eingesammelten Kapitals an. Der Prozentwert bezieht sich auf den „Kapitalbedarf“, also die Mindestsumme die das Startup einwerben will. Erst wenn der „Kapitalbedarf“ erreicht wird und der „Seedlevel“ einen Wert von 100% anzeigt, kommt das Funding zustande. Dann darf das Startup mit dem eingesammelten Kapital arbeiten. Sollte der Kapitalbedarf nicht erreicht werden, sind die Beteiligungsverträge unwirksam und die Investoren erhalten ihr eingezahltes Kapital vollständig zurück.

Erreicht der „Seedlevel“ einen Wert von 100%, entspricht die eingesammelte Summe genau dem Kapitalbedarf. Wird darüber hinaus weiteres Kapital eingesammelt, steigt der „Seedlevel“ über 100%. Das ist bis zum Erreichen der „maximalen Fundingsumme“ erwünscht. Wird die „maximale Fundingsumme“ erreicht, ist kein Investment in dieses Startup mehr möglich.



Seedlevel_hoch


In diesem Beispiel (Bild) sollen mindestens 80.000 Euro eingesammelt werden, damit das Funding zustande kommt. Die Obergrenze des einzusammelnden Kapitals hat das Startup mit 100.000 Euro festgelegt. Die in diesem Beispiel erreichte Fundingsumme von 95.250 Euro entspricht 119% von 80.000 Euro. Das Funding ist damit erfolgreich.

Das Alles-oder-nichts-Prinzip…

Dieses zweistufige Modell mit „Kapitalbedarf“ und „maximaler Fundingsumme“ ist eine Erweiterung des von zahlreichen Crowd-Sponsoring-Plattformen bekannten Alles-oder-nichts-Prinzips. Das Prinzip besagt, wenn bei einer Fundingaktion im festgelegten Zeitraum nicht die bestimmte Summe erreicht wird, dann wird das Funding dennoch beendet – und das bereits eingesammelte Geld geht vollständig an die Investoren zurück. Der Wert, an dem sich „Alles oder nichts“ bei Seedmatch entscheidet, ist der „Kapitalbedarf“, also 100% des „Seedlevels“.

Vom Kapitalbedarf zur maximalen Fundingsumme…

Ein Funding über Seedmatch soll Startups als auch Investoren so viel Flexibilität wie möglich geben. Daher haben wir das zweistufige Fundingmodell mit „Kapitalbedarf“ als Untergrenze und „maximaler Fundingsumme“ als Obergrenze eingeführt. So hat auf der einen Seite das Startup eine große Chance, das Funding erfolgreich zu beenden und auf der anderen Seite können die Investoren als künftige Konsumenten des Produktes mit ihrem Investment ihre Begeisterung für das Startup zum Ausdruck bringen und wertvolle Unterstützung leisten.

Also, nicht verwirren lassen! Solange der orangefarbene Investieren-Button sichtbar ist, sind Investments möglich.

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