Magic Moment mit Folgen: Der Crowdfunding-Erfolg von lingoking

++ Gastbeitrag von lingoking ++

 
Es war im Februar 2012 als ein junges Unternehmen namens lingoking seine Visionen auf Seedmatch präsentierte. Binnen 5 Stunden investierten mehr als 142 Personen über 100.000 Euro in lingoking – zu dem Zeitpunkt ein Geschwindigkeitsrekord! Dank der Plattform und den zahlreichen Mikroinvestoren ist es uns gelungen, einen großartigen Crowdfunding-Erfolg zu feiern. Wir blicken immer noch mit Begeisterung und Dankbarkeit auf diese Erfahrung zurück und freuen uns über die tolle Unterstützung unserer Crowd.

Seitdem ist bei lingoking viel passiert und wir konnten uns enorm weiterentwickeln. Nicht ohne Stolz möchten wir Ihnen heute unsere neueste Innovation, die lingoking card, vorstellen, und Ihnen einen kleinen Einblick in unseren Blog sowie unsere persönlichen Urlaubstipps geben. Außerdem können Sie eine lingoking card gewinnen!

 

Bei allen Sprachnotfällen immer schnell zur Hand – die lingoking card

Erinnern Sie sich noch an die alten Zeiten, als man im Ausland dicke Wörterbücher für alle Eventualitäten im Gepäck hatte? Damit ist nun Schluss – denn unser Service wird um eine Funktion reicher: die lingoking card – eine Prepaidkarte für Dolmetscherleistungen per Telefon. Das Angebot richtet sich vor allem an Urlaubs- und Geschäftsreisende im deutschen, englischen, französischen, spanischen und italienischen Sprachraum. Damit deckt die Prepaidkarte zum Start die weltweit meistgesprochenen Sprachen ab und garantiert eine schnelle und unkomplizierte Sprachhilfe in Notsituationen, wie z.B bei Pannen, Unfällen, Krankenhausaufenthalten und Diebstählen garantiert. Als weiteres Feature entwickeln wir gerade eine App für Smartphones, die schon bald auf den Markt kommen wird. Die lingoking card ist ab sofort auf unserem Shop shop.lingoking.com erhältlich.

 

Immer einen Klick wert – unser Blog über Sprachen, Reisen und Kultur

Seit Kurzem bloggen wir regelmäßig rund um die Themen Sprachen, Reisen und Kultur. Damit wollen wir eine Plattform aufbauen, die Urlaubern bei der Vorbereitung ihrer Reise hilft und Reiselustige mit interessanten Informationen versorgt.

Besuchen Sie doch auch mal unsere Facebook-Seite. Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Unternehmen, Nachrichten und Videos von unserem Team sowie Gewinnspiele.

 

Das lingoking-Team verrät seine schönsten Urlaubsziele

In unserem aktuellen Blogbeitrag haben wir Tipps gesammelt, was Sie tun können, wenn Sie im Urlaub krank werden.

Für unsere Crowd und die Leser des Seedblogs haben wir heute eine Crowdsourcing-Aktion gestartet und einige unserer Mitarbeiter nach ihren liebsten Urlaubszielen befragt. Lassen Sie sich einfach inspirieren.

Nils Mahler, Geschäftsführer: Korsika!! Hier wurde die die Idee zu lingoking geboren 😉

Timo Müller, Geschäftsführer: Playa de Guigui auf Gran Canaria, das ist ein mega einsamer Strand, der nur per schweißtreibender Wanderung zu erreichen ist. Hier eine Nacht unter freiem Himmel zu erleben, ist ein Traum.

Lisa Hahn, Marketingmanager: Olivenöl- und Weinshopping auf der kroatischen Halbinsel Istrien. Bei der Fahrt über die Halbinsel findet man zahllose kleine Öl- und Weinmanufakturen, die wirkliche Leckereien zu akzeptablen Preisen verkaufen. Und probieren kann man überall.

Joachim Harrer, Key Account Manager: Sardiniens Strände mit ihrem türkisblauen Wasser sind sagenhaft. Oder die weitläufigen Urwälder im Nordosten Polens. Die Kraft und Stärke der Natur überträgt sich auch auf den Menschen!

Friedemann Holland, Sales Manager: Die Natur Tibets ist einfach atemberaubend. Man kann sich einfach nicht sattsehen an den unendlichen Weiten und Pastellfarben der kargen, wüstenhaften Hochebene, den schnee- und eisbedeckten Gipfeln der vielerorts sichtbaren, majestätischen Bergriesen oder an den intensiven Farben der weitläufigen Seen der tibetischen Hochebene.

Marion Mair, Teamassistenz: Paris ist für mich eine Stadt mit unvergleichlichem Charme. Zum Erholen bin ich am liebsten auf Lanzarote. Die Insel ist einzigartig und individuell.

 

Aufgepasst! So gewinnen sie eine lingoking card

Und so einfach geht‘s: Erzählen Sie uns, wo diesen Sommer Ihre Reise hingeht und wie Sie dort die lingoking card zum Einsatz bringen können. Senden Sie Ihre Nachricht bis zum 04.08.2013 an: andrea.zisler[ät]lingoking.com. Wir freuen uns auf Ihre Ideen!

 

Viel Glück wünscht Ihnen das gesamte lingoking-Team!

 

 

lingoking_card

 

 

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Crowdfunding für Front Row Society: mehr Demokratie in der Modewelt

Ab Donnerstag startet das Startup Front Row Society ein Crowdfunding auf der Plattform Seedmatch und bringt damit die Modedemokratie voran!

Bei dem Begriff Mode denken viele an Kreativität und persönlichen Ausdruck. Doch spätestens seit dem Film “Der Teufel trägt Prada” wissen wir, dass in der Modeindustrie bislang leider oft ganz andere Werte zählen…


Front Row Society (FRS) revolutioniert die Modeindustrie und möchte Mode mit Herz und Seele an den Markt bringen

Front Row Society möchte eine “globale Modedemokratie” etablieren. Auf der Online-Plattform gibt es regelmäßig Designwettbewerbe. Künstler und Designer aus aller Welt können sich vom jeweiligen Thema inspirieren lassen und ihre Ideen vorstellen. Die FRS Community, die aktuell bereits aus über 25.000 modebegeisterten Mitgliedern besteht, stimmt über die Entwürfe ab. Die Front Row Society produziert anschließend die schönsten Entwürfe als Tücher und Handtaschen und bringt sie in den Handel.



So funktioniert die Modedemokratie

Junge Designer bekommen eine Chance

Damit gibt die Front Row Society auch talentierten jungen Designern eine Chance, die bislang „noch ein unbeschriebenes Blatt“ sind – Voraussetzung ist lediglich, dass sie mit ihren Entwürfen die Community begeistern können. Front Row Society kümmert sich um Produktion und Vermarktung: es bestehen bereits zahlreiche Partnerschaften mit namhaften Agenturen und Handelsketten wie Nordstrom in Nord-Amerika und Anthopology in UK.

So finden auch junge, freie Designer ihre Entwürfe in großen Stores wieder und sind am Umsatz beteiligt – und können sich gleichzeitig auf das konzentrieren, was sie am besten können: fantastische Mode entwerfen. Außerdem können sie mit den Käufern kommunizieren und die Geschichte ihrer Entwürfe erzählen: alle Produkte werden mit einem kleinen Anhänger versehen, auf dem die Kunden etwas über den Designer und den Hintergrund des Entwurfes erfahren.
Front Row Society gibt so echter Kreativität eine Chance und sowohl Designern als auch Kunden eine Stimme – eine echte Demokratie eben.


Den Kunden eine Stimme geben

Die selbsbewusste, modebegeisterte Community braucht sich bei Front Row Society nicht der “Modediktatur” von Labels unterwerfen, die heute entscheiden, was in der nächsten Saison angesagt ist. Bei Front Row Society entscheiden die Kundinnen, was en vogue ist und welche Entwürfe tatsächlich auf den Markt kommen. Damit produziert Front Row Society nur genau das, was die Leute auch wirklich mögen!

Front Row Society möchte mit diesem Ansatz die Modewelt bewusst fairer gestalten. Da Front Row Society auf Crowdsourcing setzt, sind die Produkte viel näher an echten Trends.

Lesen Sie bereits jetzt im Preview-Profil mehr über das Projekt und das Team von Front Row Society. Und ab Donnerstag, den 30. August 2012, 12:00 Uhr können Sie als Investor dabei sein!



Jetzt das Preview-Profil von Fron Row Society besuchen! >>







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BluePatent: “Von der spektakulären Dynamik wurden wir überrascht.“

Am Montagmorgen hat BluePatent bereits nach 24 Tagen 100.000 Euro einsammeln können und damit die möglichen 200% erreicht. BluePatent ist somit das dritte erfolgreich finanzierte Startup bei Seedmatch und das erste B2B-Unternehmen, dass dieses neue Finanzierungsmodell genutzt hat. Grund genug bei den Gründern von BluePatent nachzufragen, wie sie diesen Erfolg erlebt haben und was als Nächstes kommt.


Jens-Uwe Sauer von Seedmatch: Zur erfolgreichen Finanzierung mit aktuell 163 Investoren dürfen wir euch erst einmal ganz herzlich gratulieren! Ihr konntet in 24 Tagen – das ist weniger als der Hälfte der regulären Fundingzeit – die derzeit maximale Summe von 100.000 Euro einsammeln. Wie fühlt man sich, das Crowdfunding in Rekordzeit geschafft zu haben?

Petr Nemec von BluePatent: Wir hatten uns vor dem Beginn unseres Finanzierungsaufrufs alle möglichen Strategien zurecht gelegt, wie wir die Beteiligung erhöhen können. Von der spektakulären Dynamik unserer Crowdfunding-Runde wurden wir dann vollkommen überrascht. Wie sehen diesen Erfolg als Bestätigung dafür, dass unser Konzept auch für andere einleuchtend ist und Begeisterung hervorrufen kann. Das ist natürlich insbesondere für ein Crowdsourcing-Unternehmen eine zentrale Erkenntnis – schließlich sind wir darauf angewiesen, viele Menschen für unsere Idee zu gewinnen.


BluePatent: 100.000 Euro in nur 24 Tagen

BluePatent: 100.000 Euro in nur 24 Tagen



Jens-Uwe Sauer: Ihr seid das dritte Startup bei Seedmatch und das erste junge B2B-Unternehmen, welches über Crowdfunding finanziert wurde. Welche Erfahrung habt ihr dabei gesammelt?

Petr Nemec: Wir haben – über die reine Finanzierung hinaus – bei der Kommunikation über social media dazugelernt. Und die Interaktion mit den bereits eingestiegenen und potentiellen Investoren war für uns wie eine Art Due Diligence Prüfung im Web 2.0. Kritische Fragen führen immer dazu, dass man die eigene Strategie noch einmal auf den Prüfstand stellt. Aus der Auseinandersetzung mit der Seedmatch-Community haben wir auch einige Anregungen gezogen, die wir jetzt in unsere Strategie mit einfließen lassen wollen.


Jens-Uwe Sauer: Würdet ihr euch wieder mit Crowdfunding finanzieren? Wenn ja, aus welchen Gründen? Und würdet ihr es auch anderen Startups empfehlen, sich auf diesem Weg zu finanzieren?

Petr Nemec: Unbedingt – die Finanzierung über Crowdfunding war eine uneingeschränkt gute Entscheidung. Zum einen natürlich, weil es eine unkomplizierte Form der Einwerbung von Mitteln darstellt. Zudem sind wir ja mit deutlich mehr Geld herausgegangen, als wir erwartet hatten. Aber wichtiger als das ist für uns zu wissen, dass wir nun mindestens 163 Unterstützer haben, die unsere weitere Entwicklung begleiten werden und an unserem Unternehmenserfolg interessiert sind. Wir sehen unsere Mikroinvestoren auch als Ratgeber und Multiplikatoren – und hoffentlich auch den ein oder anderen als künftigen Rechercheur für BluePatent. Insofern würden wir diese Finanzierungsform auch anderen Unternehmen empfehlen – insbesondere natürlich solchen Start-ups, die auf Crowdsourcing oder den Aufbau einer Community setzen.


Jens-Uwe Sauer: Wir hatten noch keine Gelegenheit, über euer Produkt P4 zu besprechen. Könnt ihr es unseren Lesern noch einmal kurz erläutern?

Petr Nemec: Neben der Validitätsrecherche und der Verletzungsrecherche sehen wir auch ein großes Potenzial in der Bewertung von Technologien und Schutzrechten. Patent- und Technologiebewertungen spielen in vielen Bereichen und Fragestellungen eine zentrale Rolle – beispielsweise bei Management-Entscheidungen der IP-Abteilungen, im Vorfeld von Übernahmen oder dem Aufkauf eines Patentportfolios oder auch in Forschungseinrichtungen, in denen sich häufig die Frage stellt, ob sich eine Patentierung lohnt. Wir möchten hierfür eine Dienstleistung anbieten, die bei diesen Fragestellungen eine Experten-Crowd einbindet. Genaueres möchten wir derzeit noch nicht verraten.


Jens-Uwe Sauer: Ihr habt ja selbst eine stille Beteiligung an eurem Startup erworben. Was genau habt ihr damit vor?

Petr Nemec: Wir haben eine Beteiligung in Höhe von 250 Euro erworben. Diese Beteiligung verlosen wir unter allen bis zum 19.12.2011 registrierten Rechercheuren (zur Verlosung). Dies sehen wir als günstige und geschickte Maßnahme, um das Crowdbuilding voranzutreiben. Der Aufbau der Crowd läuft durch so eine Aktion zwar relativ ungerichtet – aber nicht jeder bei BluePatent registrierte User muss ein technischer Fachmann sein. Gerade bei Verletzungsrecherchen, also der Suche nach Plagiaten, kann wirklich jeder mitmachen.


BluePatent verlost Beteiligung in Höhe von 250 Euro

BluePatent verlost eine Beteiligung in Höhe von 250 Euro


Jens-Uwe Sauer: Für eure nächsten Schritte wünschen wir euch viel Erfolg!

Petr Nemec: Wir danken Seedmatch für die gute Zusammenarbeit und natürlich allen Mikroinvestoren für das große Vertrauen, das gute Feedback und die hilfreiche Auseinandersetzung mit unserer Idee. Wir haben durch die Crowdfunding-Runde großen Rückenwind bekommen und werden in den kommenden Monaten einiges bewegen können. Wir freuen uns schon darauf, unserer Investoren-Community die nächsten Fortschritte und Entscheidungen mitteilen zu können!


Petr Nemec von BluePatent

Petr Nemec von BluePatent


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BluePatent Teil 2: Plagiate bekämpfen mit der Crowd

Im zweiten Teil der kleinen Serie zu den Bereichen der Patentrecherche bei BluePatent erfahren Sie etwas über den – sicher bekanntesten – Bereich der Bekämpfung von Plagiaten.

Spätestens mit dem Aufruhr um „plagiierte“ Doktorarbeiten ist das Thema in aller Munde. Doch nicht erst seit diesen Ereignissen im Bereich Urheberrecht stellen Plagiate ein ernstes Problem dar. Gefälschte Produkte können zur Gefahr für die Sicherheit von Verbrauchern werden und für viele Unternehmen geht es bei der Bekämpfung von Produktpiraterie nicht nur um ihren Ruf, sondern auch um das wirtschaftliche Überleben.


Gefälschte Produkte: Gefahr für Verbraucher und Unternehmen

Ein Youtube-Video zeigt folgendes Szenario: Ein technischer Prüfstand, in dem zwei Motorsägen aufgehängt sind. Trotz leichter Unterschiede im Detail sind die Ähnlichkeiten der Geräte in Konstruktion und Design nicht zu übersehen. Am Griff jeder Motorsäge hängen Gewichte, die den Griff mit steigender Last langsam verbiegen. Während der Griff der einen Säge der Last standhält und elastisch in den Ausgangszustand zurück federt, verformt sich der Griff der anderen Säge, als wäre er aus Plastik. (Video ansehen)

Der Hintergrund dieses Testaufbaus: Der deutsche Werkzeughersteller Stihl hat seine Produkte hinsichtlich vorgeschriebener mechanischer Anforderungen mit chinesischen Plagiaten verglichen. Die Ergebnisse der verschiedenen Belastungstests, die bei Youtube zu sehen sind, dürften nicht nur Waldarbeiter erschrecken. „Die Qualität der gefälschten Produkte ist in aller Regel miserabel“, so das Fazit des Vorstandsvorsitzenden Dr. Rüdiger Stihl. Trotzdem können die Billigprodukte – meist aus dem fernen Asien – dem Konzern ernsthafte Konkurrenz machen.


Böser Zwilling: Hier wurde fast jedes Detail kopiert (Bildquelle)


Stihl steht beispielhaft für immer mehr Unternehmen, die weltweit unter Produkt- und Markenpiraterie leiden und durch solche Fälschungen teils massiven wirtschaftlichen Schaden erleiden. Bekannte Beispiele wie Sportbekleidung mit zum Verwechseln ähnlichen Markenzeichen, gefälschte Luxusartikel wie Uhren und Taschen oder Nachbauten des iPhone stellen dabei nur Spitze des Eisbergs dar. Denn neben Konsumgütern geraten auch Industrieprodukte immer mehr in den Fokus der Plagiatoren. Auf dem Markt zirkuliert alles: Ersatzteile für Autos, die unter falscher Marke angeboten werden, gefälschte Medikamente, abgekupferte Bauteile für Maschinenbauunternehmen. Dabei schrecken die Hersteller von Plagiaten in vielen Fällen nicht einmal davor zurück, auch Prüfsiegel wie das TÜV- oder das GS-Zeichen zu fälschen. Bei vielen Produkten mag es einfach ärgerlich sein, wenn sie schnell kaputt gehen, bei einer Kettensäge ist es in hohem Maße gefährlich. Beinahe regelmäßig erfahren wir leider in den Medien von schädlichem Kinderspielzeug. In den letzten Jahren gerieten u.a. Spielzeuge in die Schlagzeilen, die Formamid, Blei oder krebserregende Weichmacher enthielten. Alarmierend ist auch die Zunahme gefälschter Medikamente.

Die wirtschaftlichen Schäden sind enorm. Beispiel Deutschland: Hier sind nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rund zwei Drittel der Hersteller von Investitionsgütern von dem Problem illegaler Kopien betroffen. Eine 2010 durchgeführte Umfrage unter den VDMA-Mitgliedern ergab, dass der Branche 2009 geschätzte 6,4 Mrd. Euro durch Produktpiraterie verlorengingen, rund acht Prozent mehr als noch 2008. Auch Markenpiraterie nimmt in der EU immer mehr zu. „Im vergangenen Jahr stellten die europäischen Zöllner Waren im Wert von geschätzt einer Milliarde Euro sicher“, meldete die Presseagentur DAPD kürzlich. Die Zahl sichergestellter Sendungen habe sich im Vergleich zu 2009 verdoppelt. (u.a. hier nachzulesen) Gefälscht wird fast alles und es geht um viel Geld: so hat bspw. die Wirtschaftswoche kürzlich eine „Hitliste“ der gefälschten Produktgruppen erstellt, an denen am meisten verdient wird. Der tatsächliche Schaden, der durch Produkt- und Markenpiraterie verursacht wird, ist schwer zu schätzen, denn die Dunkelziffer der nie entdeckten Plagiate dürfte hoch sein.

Zu den direkten Folgen wie Umsatzeinbußen und steigende Kosten für Schutzmaßnahmen gesellen sich mittelbare Folgen wie ein Absinken des Preisniveaus, Verlust des propiertären Know-how-Vorsprungs oder Imageverluste, die durch Produkte schlechter Qualität entstehen, wenn sie unter falschem Namen verkauft werden.


Wie können Unternehmen Produktpiraterie bekämpfen und wie hilft BluePatent?

Viele geschädigte Unternehmen versuchen, die Vermarktung von Plagiaten zu stören. Sie suchen beispielsweise auf Messen nach Plagiaten und lassen diese beschlagnahmen. Die bereits erwähnte Umfrage des VDMA ergab, dass 53 % der Firmen bereits Plagiate auf Messen entdeckt hatten. Manche Unternehmen beschäftigen auch Detektive und Rechtsanwälte in den Herstellerländern, aus denen die Plagiate stammen. Diese durchsuchen vor Ort die lokalen Märkte und versuchen, Vertriebswege für den Export in die geschützten Märkte aufzudecken. Dies ist auch Teil der Verteidigungsstrategie des Werkzeugherstellers Stihl, wie die Wirtschaftswoche beschreibt: Stihl gebe allein für Detektive und Anwälte in China pro Jahr „einen sechsstelligen Betrag“ aus. Dies kann sich bei weitem nicht jedes Unternehmen leisten. Insgesamt beliefen sich bei Stihl die Kosten auf das Drei- bis Dreieinhalbfachen des zugesprochenen Schadensersatzes. Die Bekämpfung der Fälschungen ist also sehr teuer.

BluePatent greift das Bedürfnis der betroffenen Unternehmen auf und bietet einen günstigen Weg, um Unternehmen bei der Entdeckung von Produktplagiaten zu helfen. Zentral ist dabei das Crowdsourcing-Prinzip: Unternehmen können über die Crowdsourcing-Plattform bluepatent.com Rechercheaufrufe zu den Produkten starten, von denen sie wissen oder befürchten, dass diese kopiert und in geschützten Märkten vertrieben werden. Die Crowd macht sich dann auf die Suche nach Beweisen dafür, dass Plagiate des jeweiligen Produkts in Umlauf gebracht werden.

Mögliche Dokumente sind neben den Produkten selbst beispielsweise Kaufbelege, Produktkataloge oder Dokumentationen von Messen. Mit solchen Belegen können Unternehmen vor Gericht darlegen, wer auf welchem Weg Produktfälschungen in Umlauf bringt, und den Vertrieb der Produkte in geschützten Märkten ggf. unterbinden. Als Rechercheur mitmachen kann hier jeder. Die Recherchen setzen kein tiefer reichendes technisches Wissen voraus. In dem Rechercheaufruf wird zudem sehr detailliert und verständlich beschrieben, was der Gegenstand der Recherche ist. Aktuell sucht BluePatent nach Kopien einer Bremsscheibe, die mit einer so genannten Powernut ausgestattet ist. (Zum Rechercheaufruf >>)


Crowdsourcing: Viele Köpfe für schnellere und bessere Ergebnisse

Dass Crowdsourcing ein gangbares Prinzip für die Jagd nach Plagiaten ist, zeigt das aktuelle Beispiel Guttenplag: In dieser kollaborativen Dokumentation arbeiteten Plagiatsjäger nach dem Crowdsourcing-Prinzip gemeinsam daran, um plagiierte Stellen in der Dissertation des ehemaligen Wirtschafts- und Verteidigungsministers Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg zu identifizieren. Dass sie damit Erfolg hatten, ist bekannt: Insgesamt hat Guttenplag nach Auskunft der Webseite (Stand Nov. 2011) bis heute 1218 Plagiatsfragmente aus 135 Quellen ausfindig gemacht. Ähnliche Projekte zur Untersuchung weiterer akademischer Arbeiten sind längst gestartet.

BluePatent ist das erste Unternehmen, das dieses Prinzip konsequent im Bereich der Produkt- und Markenpiraterie umsetzt. Durch das Crowdsourcing-Prinzip kann eine besonders kostengünstige und effiziente Suche nach Plagiaten realisiert werden. Von zentraler Bedeutung ist dabei auch das von BluePatent entwickelte, differenzierte Prämienmodell: Unternehmen zahlen nur eine geringe Gebühr für das Einstellen eines Rechercheaufrufs. Weitere Kosten werden erst bei Abrufen der Einreichungen fällig, die von den Rechercheuren getätigt werden. Die Rückläufer aus den Recherchen werden zuerst durch die Schutzrechtsexperten von BluePatent geprüft und den Unternehmen dann zum Kauf angeboten. Die Unternehmen gehen so ein geringes Kostenrisiko ein und können dennoch mit einer hohen Aufklärungsquote rechnen. Erfolgreiche Plagiatsjäger können beim Verkauf ihrer Rechercheergebnisse mit attraktiven, zuvor mit den Unternehmen ausgehandelten Prämien rechnen.


Aktuell haben Sie auf der Plattform Seedmatch die Möglichkeit, sich mit einem Investment an BluePatent zu beteiligen. Mehr erfahren >>


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Mit BluePatent den Patentmarkt umkrempeln

Das Thema Plagiate ist nicht erst seit diesem Jahr in aller Munde und vor allem für Unternehmen ist der Schutz des geistigen Eigentums eine ernst zu nehmende und oft teure Aufgabe. Und: in einer globalisierten Welt auch ein Zukunftsmarkt.

BluePatent bietet Unternehmen und Entwicklern nun einen neuen, effektiven Weg, blockierende Patente der Konkurrenz zu beseitigen und Plagiate eigener Produkte aufzuspüren.

Jedes technologisch ausgerichtete Unternehmen muss sich auf die eine oder andere Weise den Herausforderungen im Umgang mit geistigem Eigentum stellen. Wichtige Fragen dabei sind beispielsweise, wie man sich gegen Ansprüche aus gegnerischen Patenten zur Wehr setzen kann und ob sich solche Patente zu Fall bringen lassen oder ob jemand die eigenen Rechte verletzt und über welche Distributionswege Plagiate ggf. in den Handel gelangen. Die Bearbeitung solcher Fragestellungen erfordert eine fachkundige, kontinuierliche und oft aufwändige Recherche, die unternehmensintern gerade für mittelständische Unternehmen nur in begrenztem Maße zu bewältigen ist. Die relevanten Informationen können über den gesamten Globus verteilt sein, in unterschiedlichsten Sprachen und Fachbereichen vorliegen und sogar in auf dem Markt erhältlichen Produkten verborgen sein.

BluePatent bietet eine innovative Möglichkeit, diese Recherche unkompliziert von einer Vielzahl von Köpfen durchführen zu lassen. Über eine Internetplattform hilft eine globale Recherche-Community, Schutzrechte zu prüfen und Verletzungen aufzuspüren. Der Schlüssel zum Erfolg ist das Crowdsourcing Prinzip.

Das Modell Crowdsourcing, bei dem viele Menschen (die „Crowd“) ihr Wissen zu einer bestimmten Sache zusammentragen, ist bereits in vielen Gebieten sehr erfolgreich. Am besten etabliert ist es in der Open-Source-Softwareentwicklung, das wahrscheinlich bekannteste Beispiel ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Gerade in unserer Zeit der zunehmenden Wissensteilung- und Spezialisierung ist dies ein starker Weg herausragende Ergebnisse zu erreichen. Wikipedia hat an Spezialwissen längst jedes „gewöhnliche“ Nachschlagewerk überholt. BluePatent setzt dieses Prinzip nun für die Patentrecherche ein – denn viele Augen sehen mehr als zwei. Erfolgreiche Recherchen werden natürlich mit entsprechenden Prämien belohnt – so gewinnen alle Beteiligten!

Möchten Sie gemeinsam mit BluePatent diesen Wachstumsmarkt erobern? Seit gestern können Sie auf Seedmatch in das Startup BluePatent investieren. Alle Informationen zum Unternehmenskonzept finden Sie hier >>>.

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