„Seid Menschen, keine Figuren” – Ali Jelveh über den Fundingerfolg von Protonet

Vor Kurzem haben wir Ihnen in einem Blogbeitrag vorgestellt, warum das Protonet-Crowdfunding aus unserer Sicht so gut funktionierte. Mehr als 6 Wochen nach dem Fundingstart haben wir nun auch noch einmal bei dem Gründer Ali Jelveh nachgefragt. Wir wollten wissen was er über den Erfolg des Fundings denkt und wie es nun mit dem Kapital weitergeht.

(mehr …)

Kein Kommentar

3 Millionen in 133 Stunden – Das Protonet-Funding in der Analyse

Im Juni wurde bei Seedmatch Crowdfunding-Geschichte geschrieben. Das Hamburger Startup Protonet überzeugte in insgesamt 5 Tagen, 13 Stunden und 31 Minuten genau 1.826 Investoren, die insgesamt 3 Millionen Euro in Protonet investierten. Nie zuvor finanzierte sich ein Startup in dieser Geschwindigkeit über die Crowd; kein deutsches Startup konnte bisher eine so große Summe mit Hilfe der Crowd einsammeln. Wie konnte das funktionieren – und was kann man als Startup-Gründer von Protonet lernen? Eine Analyse. (mehr …)

Kein Kommentar

„Der Lernstift ist ein Produkt, das jeder gebrauchen kann“ – Lernstift-Erfinder Falk Wolsky im Interview

Der Lernstift von VibeWrite ist ein neuartiger digitaler Stift, der Rechtschreibfehler erkennt und durch dezentes Vibrieren darauf aufmerksam macht. Der Stift funktioniert völlig eigenständig und benötigt weder teures Spezialpapier, noch externe Zusatzgeräte. Um die Technologie zur Serienreife zu bringen und den Vertrieb aufzubauen, startet das Münchner Startup eine Crowdfunding-Kampagne bei Seedmatch. Wir haben dem Gründer und CEO Falk Wolsky ein paar Fragen zum Smartpen und dessen Zukunft gestellt: (mehr …)

Kein Kommentar

Crowdfunding-Rekord für Protonet: ”Die Crowd wird noch viele alteingesessene Player und Strukturen in Frage stellen!”

200.000 Euro in 48 Minuten! Das hat gestern nicht nur unsere User, uns selbst und alle sonstigen Zuschauer ins Staunen versetzt, sondern vor allem auch das Team von Protonet mit offenen Mündern dastehen lassen. Zuvor war nach sechs Minuten die Fundingschwelle geknackt und nach 12 Minuten die ehemalige Obergrenze von 100.000 Euro überschritten. Oder wie es einer unserer Investoren sagt: “Da muss man ja mit dem Warnblinker schnell rechts ranfahren, um da noch dabei zu sein!”

Protonet stellt zum einen mit seiner Fundinggeschwindigkeit einen neuen Europa-Rekord auf und ist zum anderen in Deutschland das erste Startup, das die Summe von 200.000 Euro per Crowdfunding eingesammelt hat. Wir haben Ali Jelveh, Gründer und Geschäftsführer von Protonet, zum Rekordfunding befragt und erfahren, welchen Mehrwert das Crowdfunding jetzt schon mit sich brachte, welches Zeichen sie setzen wollten und wie Männer wieder zu Kindern werden. Aber lesen Sie selbst…


Seedmatch: In einem Video sehen eure Facebook-Fans, wir Ihr alle vor einem Bildschirm steht und mehrmals aktualisiert, bis schließlich die 400% zu sehen sind. Was ist davor und danach noch passiert?

Ali: Bis Punkt 12 Uhr hingen wir natürlich alle am Telefon oder vor Facebook/Twitter/XING, um bis zur letzten Sekunde noch unsere Netzwerke darauf aufmerksam zu machen. Über gewisse Ausschnitte dessen, was dann passierte, sollte man wahrscheinlich eher schweigen ☺. Aber um ehrlich zu sein: In den ersten Minuten konnten wir nicht fassen, was da passiert! Als wir um 12:06 Uhr (Fundingschwelle) und 12:12Uhr (100.000€) die ersten beiden Rekorde gebrochen hatten, brach hier eine Mischung aus totaler Sprachlosigkeit und unglaublichem Jubel aus…. Das ganze Betahaus kam angerannt und feierte mit uns. Teilweise sprangen wir hier wie kleine Kinder durch die Gegend, weil wir nicht wussten wohin mit unserer Euphorie. Um 12:48 Uhr (Fundinglimit erreicht) wiederholte sich das Ganze dann. Ein unglaubliches Gefühl, wenn alle Hoffnungen bei Weitem übertroffen werden und sich die harte Arbeit auszahlt.

Seedmatch: Du hast gesagt, Du konntest in der Nacht nach dem Funding nicht einschlafen. Was ging Dir genau im Kopfe herum?

Ali: Was da passiert ist, habe ich erstmals am Abend wirklich realisiert. Auf einen Schlag ist diese unglaubliche Bestätigung da, dass wir auf dem richtigen Weg sind und es sich gelohnt hat, über all die Jahre hinweg allen Widerständen und Kritiken zu trotzen. Das hat mich wirklich berührt, aber es bedeutete auch, dass ich plötzlich ganz konkret unsere nächsten Schritte angehen kann – denn die Mittel für die weitere Unternehmensentwicklung sind ja jetzt vorhanden.

Seedmatch: Ihr seid ja nun nicht nur Rekordhalter des nach unseren Recherchen schnellsten Crowdfundings in Europa, sondern auch das erste Startup, dass in Deutschland die Summe von 200.000 Euro eingesammelt hat. Was hat euch bewogen, mit Seedmatch diesen Schritt zu gehen und wie schätzt ihr dessen Bedeutung für Startups und Crowdfunding im Allgemeinen ein?

Ali: Als Seedmatch es uns anbot, war klar, dass wir uns diese Chance, die Gelegenheit, auf diesem Gebiet mit Seedmatch Pionierarbeit zu leisten, nicht entgehen lassen. Es hat uns gezeigt, dass wenn man fest an seine Idee glaubt, kontinuierlich an ihr arbeitet, sie in ein schlüssiges Konzept und ein Produkt verwandelt, alles möglich ist.



Seedmatch: Wie hat sich die Crowd im Vorfeld des Fundings und jetzt nach dem Rekord bemerkbar gemacht?

Ali: Seitdem das Preview am Montag online ging, stand das Telefon bis jetzt nicht mehr still. Außerdem erreichen uns seitdem haufenweise E-Mails von interessierten Kunden, Kooperationspartnern und Menschen, die schlichtweg ihre Begeisterung über das Geschehene ausdrücken möchten. Presseanfragen überhäufen sich. Wirtschaftsförderungen wollen sich plötzlich unbedingt mit einem treffen. Unsere Facebook-Fans haben sich in den vergangenen drei Tagen nahezu verdoppelt. Eins ist klar: So ein Crowdfunding beschert einem nicht nur Geld. Die zusätzlichen Mehrwerte sind unbeschreiblich!

Seedmatch: Jeder Investor, der mindestens 2.000 Euro investiert hat, erhält ab April eine Protonet-Box inkl. 2 Jahre Premium-Service im Wert von 2.799 Euro geschenkt. Warum habt Ihr euch entscheiden, der Crowd ein so tolles Angebot zu machen?

Ali: Ganz einfach. Einerseits natürlich als Anreiz, um gerne auch mehr als 250€ zu investieren. Aber hauptsächlich, weil es wahrscheinlich keinen besseren Multiplikator gibt, als jemanden, der zugleich Investor UND begeisterter User von Protonet ist. Natürlich entstehen im ersten Moment Kosten für uns, aber wenn jeder dieser Ü2000-Investoren uns auch nur einmal erfolgreich weiterempfiehlt, hat es sich mehr als gelohnt. Alle haben in mehrfacher Hinsicht etwas davon.

Seedmatch: Möchtet Ihr etwas von eurem Erfolgsgeheimnis verraten: Was denkt Ihr, wie dieser große Erfolg zustande gekommen ist?

Ali: Auf den Erfolg haben wir gehofft, das er so eingetreten ist, übertrifft alle unsere Erwartungen. Wir müssen einen Nerv getroffen haben. Vielleicht ist es unsere Vision, das ehrlich gemeinte Ziel, das Leben der Menschen zu verbessern. Vielleicht ist es, dass wir daran arbeiten, ein durchdachtes, mit Herz und Verstand gefertigtes Produkt zu schaffen. Mit einem großartigen, fähigen Team, das seit Jahren hart daran arbeitet. Was wir aber wissen ist, dass wir es nicht ohne unser Netzwerk aus grandiosen Kunden, Partnern und Unterstützern geschafft hätten!

Seedmatch: Welche unmittelbaren Schritte in der “Cloud-Revolution” folgen als nächstes? Worauf können die Investoren gespannt sein?

Ali: Zu aller nächst kann man auf unsere völlig überarbeitete Benutzeroberfläche gespannt sein, an der wir gemeinsam mit der sehr fähigen Agentur Zeughaus unter Hochdruck arbeiten. Der nächste spannende Schritt sind dann die ersten Apps, die man in diese Oberfläche integrieren kann, zum Beispiel Kalender, Email-Client oder ToDo-Listen und viele mehr. Außerdem planen wir eine erste Beta-Test Phase unseres Familienservers im zweiten Quartal 2013. Auf Hardwareseite wird es auch noch die eine oder andere Überraschung geben.

Seedmatch: Gibt es noch etwas, was ihr der Crowd mitteilen möchtet?

Ali: Außer dass sie unglaublich ist? Ich habe das Gefühl, dass die Crowd langsam ihrer Kraft bewusst wird. Und ich glaube, dass sie noch viele alteingesessene Player und Strukturen in Frage stellen und grundlegend verändern wird. Dieser Umbruch ist großartig, er erlaubt uns und anderen, Produkte zu schaffen, die sonst nicht möglich wären. Und was passiert, wenn man auch die Crowd von einer Idee, einem Konzept oder einem Produkt überzeugt, haben wir u.a. gestern gesehen. Wir hoffen, mit der Crowd und Euch ein ermutigendes Zeichen für die deutsche Startup Szene gesetzt zu haben!

„The Times They Are a-Changin’”


19 Kommentare

Seedmatch-Startup smarchive erhält VC-Anschlussfinanzierung in 7-stelliger Höhe

Vor weniger als einem Jahr wurde smarchive in 60 Stunden über Crowdfunding bei Seedmatch finanziert – nun bekommt das Startup eine Anschlussfinanzierung in siebenstelliger Höhe von T-Venture, CHECK24 und mehreren Business Angels. Damit hat smarchive nicht nur weitere wertvolle Partner gewonnen, sondern geht als Unternehmen den nächsten Wachstumsschritt!

T-Venture, die CHECK24 Vergleichsportal GmbH und mehrere Business Angels, darunter Birgit Ströbel, Mitgründerin von Deutschlands größter Immobilienplattform Immobilienscout24, beteiligen sich an dem von Steffen Reitz, Fabian Stehle und Holger Teske gegründeten Unternehmen. smarchive wurde im Dezember 2011 in der damaligen Rekordzeit bei Seedmatch finanziert und ist nach BluePatent bereits das zweite Unternehmen, dass nach einem Crowdfunding bei Seedmatch eine VC-Anschlussfinanzierung erhalten hat.

Der nächste wichtige Wachstumsschritt nach dem Crowdfunding

Mittlerweile arbeiten über 20 Mitarbeiter daran, dass smarchive Anfang des nächsten Jahres offiziell auf den Markt kommen kann. Steffen Reitz, Gründer und Geschäftsführer der smarchive GmbH, erklärt: „Unser Ziel ist es, eine neuartige und innovative Softwarelösung für den täglichen Papierkram anzubieten, dank derer Privatpersonen weniger Zeit mit lästigen, bürokratischen Aufgaben verbringen; es bekommt quasi jeder seinen eigenen persönlichen Assistenten zur Seite gestellt.“ Dank einer eigens entwickelten Semantik-Software bietet die Anwendung mehr als eine bloße Datenablage in der „Cloud“ – denn smarchive denkt mit, erinnert an Kündigungsfristen, organisiert und sortiert Dokumente automatisch in den richtigen Ordner.

Die Crowd-Investoren bei Seedmatch haben das Potential des smarten Archivs bereits im letzten Dezember erkannt und in der frühen Unternehmensphase dem damals noch kleinen Team auf die Sprünge geholfen – und damit das erste wichtige Wachstum ermöglicht, so dass das Startup nun eine Anschlussfinanzierung für sich akquirieren konnte! Damit wird deutlich, welch wichtige Position Crowdfunding im Finanzierungsmix für Startups einnehmen kann. Außerdem zeigt sich die Stärke und die Cleverness der Crowd und gleichzeitig auch die große Chance für Crowd-Investoren bei Seedmatch, sich sehr früh an spannenden Unternehmen zu beteiligen und beim Wachstum dabei zu sein!


Wir wünschen smarchive und allen alten und neuen Investoren eine (weiterhin) tolle Zusammenarbeit und natürlich viel Erfolg beim Besiegen des “Papierkrams”!



Nach dem Crowdfunding freut sich smarchive über eine VC-Anschlussfinanzierung



10 Kommentare

rankseller: ”Je länger das Crowdfunding lief, desto mehr konnten wir die werbliche Wirkung auf Seedmatch nutzen.”

Rankseller ist ein junger Online-Marktplatz, der Blogger und Unternehmen zur Vermittlung von Advertorials und Linkbuilding zusammenbringt. Auf der Onlineplattform Seedmatch hat das Startup vor wenigen Wochen eine Finanzierung über 100.000 Euro via Crowdfunding eingesammelt.

Wir haben das Team von rankseller nach ihren Erfahrungen mit der Crowd, zu den tollen Entwicklungen der letzten Wochen und zu ihren Zukunftsplänen befragt!

Seedmatch: Hallo rankseller-Team, auch wenn es mittlerweile schon ein paar Wochen her ist, noch einmal von unserer Seite ganz herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Crowdfunding! Wie habt Ihr den Fundingstart und die Zeit des Crowdfundings erlebt?

rankseller-Team: Wir waren völlig fasziniert, als wir die ersten Invests registrierten. Mit ihnen stellten sich schnell zahlreiche Fragen ein, die mitunter auch sehr kritisch waren. Auch wenn wir im ersten Augenblick überrascht waren, haben wir uns im Nachhinein sehr darüber gefreut, weil sie uns dabei geholfen haben, rankseller aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Dies verhalf uns zu mehr Selbstreflektion.

Seit längerer Zeit waren wir das erste Startup, welches das Funding nicht innerhalb weniger Stunden oder Tage abschloss. Das machte uns stutzig und wir fragten uns: Ist unser Geschäftsmodell nicht interessant genug? Alles in allem dauerte es einen Monat bis die Investitionshöchstgrenze erreicht war. Im Nachhinein mussten wir feststellen, dass es das Beste war, was uns passieren konnte. Je länger das Funding lief, desto mehr konnten wir die werbliche Wirkung auf Seedmatch nutzen. Zudem hatten wir durch den längeren Zeitraum die Möglichkeit, Interessenten zwei Mal über Umsatzupdates informieren zu können. Damit konnten wir die positive Unternehmensentwicklung demonstrieren, die das Vertrauen in rankseller gestärkt und schließlich zu einem guten Endspurt geführt hat.


Seedmatch: Wie seid Ihr eigentlich auf die Idee gekommen, rankseller über Crowdfunding zu finanzieren und welche Punkte haben euch überzeugt, diesen Weg zu gehen?

rankseller-Team: Wie die meisten Startups lesen auch wir regelmäßig die einschlägigen Gründer-Medien. Bei der Lektüre kam man um das Thema Crowdfunding gar nicht herum ;-) Seedmatch stach unter den Mitbewerbern am deutlichsten hervor. Nicht nur weil es als erster Anbieter gestartet ist, sondern bereits erfolgreiche Fundings vorweisen konnte. Das machte einen professionellen Eindruck.

Besonders gefallen hat uns die Möglichkeit, dass Investoren während des Fundings Fragen an die Startups richten können. Je nachdem, was die Investoren wissen wollen, muss man sich warm anziehen. Es ist aber auch eine verlockende Herausforderung, sich der Kritik zu stellen und gestärkt daraus hervorzugehen.

Wir konnten nicht einschätzen, ob wir für eine Teilnahme überhaupt in Frage kommen. Also haben wir zum Hörer gegriffen und bekamen direkt die Möglichkeit, uns vorzustellen.


Seedmatch: Macht sich bei Euch die Crowd auch schon bemerkbar – mit Rückmeldungen oder Anmeldezahlen?

rankseller-Team: Ein Großteil der Investoren ist nicht bei rankseller angemeldet. Damit haben wir aber gerechnet, da unser Marktplatz ja auch nicht für jeden infrage kommt. Es gibt jedoch eine ganze Reihe, die sich angemeldet hat und unseren Service fleißig nutzt. Einige von ihnen empfehlen uns proaktiv weiter, wenn sie Bedarf bei ihren Kontakten erkennen. Es ist, als hätten wir weitere Mitgründer, die teils im Verborgenen, teils im Offenen mit uns zusammen daran arbeiten, die erfolgreiche Entwicklung von rankseller noch weiter zu forcieren.

Wir freuen uns besonders über das Feedback und die Ratschläge, die manche Investoren aufgrund ihres Jobs oder ihrer Erfahrungen an uns herantragen – dafür müsste man sonst teures Geld bezahlen.


Seedmatch: Das Angebot von rankseller ist ja vor allem für Werbetreibende und Internetpublisher spannend und einfach zu verstehen. War es schwierig, einem „fachfremden“ Publikum den Nutzen Eures Angebotes zu vermitteln oder wurde das gut verstanden?

rankseller-Team: Das sich länger erstreckende Funding führte dazu, dass auch wir uns die Frage gestellt haben, ob unser Leistungsangebot vielleicht nicht richtig rüberkommt. Dementsprechend holten wir uns Rückmeldungen dazu ein. Die Mehrheit wusste zwar grob worum es geht, aber einige waren gar nicht dahinter gestiegen. Vor allem, da wir uns auf einen Bereich spezialisieren, der für viele Neuland ist, hat uns das nicht wirklich gewundert. Aber wir haben fleißig Fragen beantwortet und es gab auch ab und zu Anrufe von potenziellen Investoren, die sich persönlich informieren wollten, und so haben wir Stück für Stück Licht ins Dunkel gebracht.


Seedmatch: Ihr habt während des Fundings regelmäßig Updates und aktuelle Entwicklungen in Zahlen kommuniziert, war das eines Eurer „Erfolgsrezepte“?

rankseller-Team: Definitiv ja. Durch den Abschluss des Vormonats zum Fundingstart und dem abgelaufenen Fundingmonat hatten wir die Chance, zwei Mal Umsatzzahlen nennen zu können. Positiv hat sich natürlich ausgewirkt, dass wir die Planzahlen beide Male deutlich übertroffen haben. Wir konnten darüber den Erfolg unserer Geschäftsidee nachweisen. Vor allem nach dem zweiten Update hat die Fundinggeschwindigkeit erkennbar zugenommen.


Seedmatch: Wenn Euch Gründer, die ein Crowdfunding planen, nach Erfolgstipps für die Vorbereitung und die Zeit des Crowdfundings fragen würden, was würdet Ihr ihnen raten?

rankseller-Team: Vorteilhaft wirkt sich aus, wenn das Produkt greifbar ist und die ersten Schritte nachvollziehbar sind. Konzepte und Pläne, die bisher ausschließlich auf dem Papier existieren, erfordern eine große Vorstellungskraft der Investoren, was den Investitionsprozess erschwert. Daher rate ich: Vorher soweit es geht selbst zu investieren, damit die Gründer zumindest einen Prototypen vorstellen können. Außerdem sollten sie den Mut haben, sich den kritischen Fragen zu stellen, um das eigene Produkt mit anderen Augen zu sehen. Dies hilft beim Entdecken von Schwächen und schließlich bei der Verbesserung des Angebotes.


Seedmatch: Über Euren Blog kann man gut sehen, dass Ihr regelmäßig Updates einbaut. Auf welche Entwicklungen können sich die Investoren in den nächsten Monaten noch freuen?

rankseller-Team: Die Internationalisierung und Verbesserung der Plattform stehen bei uns im Vordergrund. Wir erhalten regelmäßig Wünsche und Verbesserungsvorschläge unserer Kunden, die wir zum Großteil berücksichtigen.



Seedmatch: Vielen Dank für eure Antworten und weiterhin ganz viel Erfolg mit rankseller!



Startup rankseller nach dem Crowdfunding
Coskun Tuna und Cevahir Ejder entwickeln rankseller mit Herz und Leidenschaft weiter




6 Kommentare

BringMeBack: ”Nicht zu vergessen ist die mediale Reichweite beim Crowdfunding.”

Ende Juni ist BringMeBack auf der Crowdfunding-Plattform Seedmatch gestartet und konnte innerhalb von 26 Stunden das Fundinglimit von 100.000 Euro erreichen. Im August wurde BringMeBack dann von der Crowd zum Startup des Jahres gewählt. Zwei Erfolge innerhalb kürzester Zeit.

Wir haben Thomas Ott, Gründer und Geschäftsführer von BringMeBack, gefragt, warum er sich für ein Crowdfunding entschieden hat, wie das Team die Finanzierung erlebte und wie sich die Investoren bisher eingebracht haben…


Seedmatch: Hallo Thomas, noch einmal von unserer Seite ganz herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Funding! Innerhalb von einem Tag ging das Funding durch. Ein echtes Speed-Funding. Wie habt ihr diese kurze Zeit erlebt?

Thomas Ott: Vielen Dank! Die Zeit war spannend, aufregend und bestätigend, indem Investoren auf unser Konzept setzen und uns ihr Vertrauen schenken. Während dieser Zeit mussten wir natürlich zahlreiche Fragen der Investoren beantworten. Aber der intensive Dialog mit interessierten Leuten über das Konzept, die Strategien, dem Wettbewerb, etc. war und ist sehr spannend und gibt immer weitere Denkanstöße.


Seedmatch: Jeder von uns hat schon mal irgendwas verloren. Inwieweit hat euch beim Funding geholfen, dass ihr ein einfach verständliches und für jedermann zugängliches Produkt anbietet?

TO: Ich denke die Greifbarkeit und das Verständnis eines Konzeptes ist gerade bei Privatinvestoren entscheidend. Anstatt sich ein ganzes Businessmodel über mehrere Seiten durchlesen zu müssen, ist BringMeBack glücklicherweise in zwei Sätzen erklärt und für jedermann nachvollziehbar.


Seedmatch: Warum habt ihr euch damals für die Finanzierung durch die Crowd entschieden? Hattet ihr Bedenken? Was war eure Erwartung?

TO: Neben dem Crowdfunding haben wir uns auch andere Finanzierungsmodelle angeschaut. Meiner Meinung nach eignen sich manche Konzepte für eine Crowdfinanzierung mehr und manche weniger. BringMeBack ist dafür wie geschaffen.

Mit BringMeBack verfolgen wir eine sehr offene Kommunikationsphilosophie und lassen Kunden, Interessierte, etc. über verschiedene Social-Media-Kanäle am Geschehen von BringMeBack teilhaben und binden diese aktiv mit ein – etwa über Facebook. Die Möglichkeit, dass sich unsere Kunden und Förderer an BringMeBack beteiligen können, gefiel uns direkt und fand einen super Anklang.

Nicht zu vergessen ist die mediale Reichweite einer Crowdfinanzierung. Neben zahlreichen Privatinvestoren und Interessenten werden weitere Magazine und Blogs aufmerksam. Natürlich macht man sich auch Gedanken über die Weitergabe von internen Informationen und was sagen mögliche Folgeinvestoren, aber das passt mit unserer Kommunikationsphilosophie sehr gut überein. Unsere Erwartungen nach einer schnellen, reibungslosen, spannenden (öffentlichen) und reichweitenstarken Finanzierung wurden voll erfüllt.


Seedmatch: Andere Startups berichten immer wieder vom Mehrwert der Crowd, den sie im Anschluss des Fundings nutzen können. Habt ihr schon Feedback von euren Investoren bekommen? In welcher Form?

TO: Neben den zuvor genannten Erwartungen war der Mehrwert durch die Crowd ein nicht unwesentlicher Grund dafür, warum wir uns für eine Crowdfinanzierung entschlossen haben. Der Austausch mit der Crowd ist intensiv, sodass schon Treffen zum Informationsaustausch vereinbart worden sind. Darüber hinaus sind wir in einigen Gesprächen mit möglichen Kunden und Kooperationspartnern, die durch unsere Investoren ermöglicht worden sind. Wir sehen uns als ein großes Team an und sind stolz 189 Supporter im Nacken sitzen zu haben.


Seedmatch: Wir bei Seedmatch bekommen immer wieder mit, wie sich im Nachgang des Fundings bei den Startups Nutzerzahlen und Kundenstamm wachsen. Wie sah das bei euch aus, gab es da auch einen Schub?

TO: Zwei ordentliche Schübe in Bezug auf Besucher und Anmeldungen konnten wir verzeichnen. Zum Start der Preview und zum Start des Fundings. Glücklicherweise wurden zeitgleich mehrere Artikel in verschiedenen Blogs veröffentlicht, die über BringMeBack und das Funding berichtet haben.


Seedmatch: Rückwirkend betrachtet: Würdet ihr ein Crowdunding auf Seedmatch nochmal machen oder anderen Startups empfehlen? Warum?

TO: Wie bereits beschrieben wurden unsere Erwartungen voll erfüllt. Ein Crowdfunding über Seedmatch können wir uneingeschränkt weiterempfehlen und würden es jederzeit wiederholen. Ein tolles Team, mit dem die nicht zu unterschätzende Vorarbeit sowie die Begleitung riesen Spaß gemacht hat.


Seedmatch: Was könnt ihr anderen Startups mit auf den Weg geben, die den Weg des Crowdfundings gehen? Also, welche Faktoren sind beim Crowdfunding besonders wichtig?

TO: Das Konzept sollte zum Crowdfunding passen und man muss bereit sein, offen über Informationen, Ideen, Strategien. etc. zu sprechen. Gerade der intensive Austausch über das eigene Konzept gibt zahlreiche Denkanstöße und kann nur förderlich sein. Ganz wichtig ist die Kommunikation der Geschäftsidee. Was ist das Problem? Wie sieht die Lösung aus? Punkt.


Seedmatch: Zum Abschluss: Wohin geht die BringMeBack-Reise in Zukunft, was habt ihr als nächstes vor, was steht an?

TO: So langsam wird richtig Fahrt aufgenommen. In Deutschland werden jetzt massiv die Marketing- und Vertriebsaktivitäten verstärkt. Neue Produkte werden bald im Onlineshop verfügbar sein. Wir sind mit weiteren Partnern im Gespräch, die BringMeBack im Ausland vertreten werden.


Seedmatch: Vielen Dank für eure Antworten und weiterhin ganz viel Erfolg mit BringMeBack!




2 Kommentare

Crowdfunding-Missverständnisse: Neulich in der FAZ…

Mittlerweile ist Crowdfunding für Startups in Deutschland angekommen, hat viele Unterstützer gefunden und wurde oft in den Medien thematisiert. Jedoch zeigt die Berichterstattung häufig auch, dass es noch viele Unklarheiten zu den Mechanismen der Plattformen und Crowdfunding im Allgemeinen gibt und dass die verschiedenen Formen von Crowdfunding differenzierter betrachtet werden müssen. Erst vor wenigen Tagen ist ein Artikel in der FAZ (Link>>) erschienen, in der die britische Finanzaufsicht Financial Services Authority (FSA) vor Crowdfunding warnt. Da die genannten Argumente dafür eher undifferenziert sind und wir als Plattform in diesem Zusammenhang genannt werden, wollen wir diesen Artikel ungern unkommmentiert stehen lassen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, im folgenden Beitrag aufkommende Fragen zu beantworten und zu den Behauptungen aus dem FAZ-Artikel Stellung zu nehmen.


FSA: “Viele Möglichkeiten zum Crowdfunding sind hochkomplex, sehr riskant, bieten keine garantierte Rendite, nur selten Dividenden, und wenn überhaupt, dauert es sehr lange, bis Investoren einen Erfolg sehen.”
Zu aller erst: Crowdfunding ist nicht komplexer als andere Anlageformen auch. Im Gegenteil, bei Seedmatch können die registrierten Nutzer die kompletten Businesspläne und die Verträge von einem Investment anschauen und dann in Ruhe entscheiden, ob sie sich an dem Startup beteiligen wollen. Diese Transparenz und Selbstbestimmtheit bieten die wenigsten Anlageformen. Zudem können potentielle Investoren mit den Gründern direkt in Kontakt treten und jederzeit ihre Fragen stellen. Darüber hinaus besteht für jedes Investment generell ein zweiwöchiges Widerrufsrecht.

Natürlich handelt es sich bei Crowdfunding für Startups um Risikokapital. So steht naturgemäß einer sehr attraktiven Renditechance auch immer die Gefahr des Verlusts eines Investments gegenüber. Auf dieses Risiko weisen wir bei Seedmatch auf den Informationsseiten für Investoren, in den FAQs sowie zusätzlich vor jedem Investment im Investmentprozess noch einmal hin, um auch ganz sicher zu sein, dass sich jeder Investor des möglichen Ausfalls bewusst ist. Dies geschieht nicht nur, um uns rechtlich abzusichern, sondern auch, um sicherzustellen, dass jeder Investor das Risiko kennt und nur nicht-existentielle Beträge investiert. Um das Risiko entsprechend zu streuen, haben die Nutzer bei Seedmatch die Möglichkeit, gezielt in mehrere Startups zu investieren und bauen individuell ein Portfolio auf, so dass Verluste ausgeglichen werden können und unterm Strich trotzdem ein Gewinn steht.

Wir von Seedmatch versprechen keine Renditen, da wir nicht die Entwicklungen der Startups vorhersehen können. Die Businesspläne und die angestrebte Ergebnisentwicklung unterliegen vielen Einflussfaktoren, so dass eine garantierte Aussage dazu einem Blick in die Glaskugel gleichen würde. Plattformen, die solche Versprechungen machen, sind uns sehr suspekt und wir empfehlen, lieber einen großen Bogen um diese zu machen. Sicher ist aber, dass Seedmatch nur Startups für ein Crowdfunding zulässt, bei denen wir ein hohes Erfolgspotential sehen und eine durchdachte und nachhaltige Planung erkennen.

Gewinnausschüttungen sind bei sehr jungen Unternehmen in den ersten Jahren eher selten, da Gewinne in aller Regel reinvestiert werden. Deswegen sind Investments in Startups immer längerfristige Geldanlagen. Bei Seedmatch profitieren die Investoren daher vor allem vom Wachstum des Unternehmenswertes.

Erfolge sind aber schon eher sichtbar und die Investoren werden über die gesamte Beteiligungslaufzeit über die Entwicklung “ihrer” Startups informiert. Die Startups sind vertraglich verpflichtet, ihren Investoren regelmäßig Quartalsreportings zur Verfügung zu stellen. Die Reportings beinhalten jeweils Angaben zur Entwicklung des Unternehmens, der Strategie, der Produkte, des Wettbewerbs, des Personals, der Finanzen einschließlich Soll-Ist-Abgleich und zu den wichtigen Meilensteinen. Zudem muss der Jahresabschluss den Investoren zur Verfügung gestellt werden. Hinzu kommt noch ein geschlossener Investor Relations Bereich bei Seedmatch, den jedes erfolgreich finanzierte Startup erhält und der einen direkten Draht zu den Gründern während der gesamten Beteiligungslaufzeit herstellt.


Jeff Lynn von Seedrs nach FAZ: “Lynn zielt nach eigener Aussage auf Anleger ab, die Erfahrung in der Finanzwelt haben, also auf ausgebildete, wirtschaftlich kenntnisreiche Privatleute und Unternehmer, aber nicht auf die Masse der Hausfrauen, auf die zum Beispiel Crowdfinancing in den Vereinigten Staaten abzielt.”
Crowdfunding für Startups wurde von uns in Deutschland auf den Weg gebracht, um jungen Unternehmen eine neue Finanzierungsmöglichkeit zu bieten und um Privatleuten den Zugang zu spannenden Startup-Investments schon ab kleinen Beträgen zu ermöglichen. Wir haben also diese Anlageform bewusst einer neuen Zielgruppe – jenseits der Old Boys Networks – ermöglicht. Deswegen sehen wir in Crowdfunding für Startups auch die Demokratisierung von Venture Capital.

Gleichzeitig wollen wir mit Crowdfunding für Startups die Gründerkultur in Deutschland fördern. So schätzen viele unserer Investoren neben der Chance auf eine attraktive finanzielle Rendite auch die “emotionale Rendite” durch ihre ganz persönliche Unterstützung von Gründerteams und der Beteiligung an Startups.

Wir sind der Meinung, dass die Investoren bei uns mündig entscheiden können und sehr wohl in der Lage sind, Businesspläne zu lesen und sich eine reflektierte Meinung zu einem Startup zu bilden. Dass dem so ist, lässt sich auch an den Fragen während des Fundings und an den Beiträgen nach dem Funding im Investor Relations Bereich erkennen. Diese zielen auf konkrete Teile der Geschäftmodelle ab, sind differenziert und alles andere als unkritisch.

Und generell sind bei uns auch (Haus-)Frauen als Investorinnen erwünscht. Denn nur, weil eine Frau sich um Kinder und Haushalt kümmert, heißt es noch lange nicht, dass sie sich nicht für Wirtschaft oder Geldanlagen interessieren darf oder einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften hat.


FSA: “Es ist eine sehr illiquide Anlageform, wofür es keinen Sekundärmarkt gibt.”
Da die Startups mit dem investierten Kapital arbeiten, sind die Investments für den Zeitraum der Mindestbeteiligungsdauer gebunden. Dieser Sachverhalt wird jeweils gut sichtbar dargestellt und ist den Investoren bewusst. Bisher gibt es in der Tat noch keinen Sekundärmarkt. Crowdfunding für Startups ist in Deutschland aber auch erst ein Jahr alt. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieser entsteht.


FSA nach FAZ: “Nahezu keine Internetseite im Crowdfunding unterläge irgendeiner Kontrolle, wie das Geld verwaltet wird.”
Über die Verwaltung des Kapitals gibt es keine konkreten Vorgaben. Wir möchten trotzdem, dass die Nutzer bei Seedmatch ganz sicher sein können: Seedmatch sammelt das Geld von den Investoren nicht selbst ein, sondern der Finanzdienstleister Secupay. Dieser verwaltet das Kapital treuhänderisch und gibt es in den im Beteiligungsvertrag festgelegten Tranchen an das Startup weiter. Ist ein Funding erfolglos, d. h. wird die Fundingschwelle in der maximalen Laufzeit nicht überschritten, sorgt der Treuhänder dafür, dass alle Investoren ihr Geld vollständig zurückerhalten.


FAZ: “In Deutschland unterliegen öffentliche Geldangebote der Prospektpflicht: Ein Wertpapierprospekt muss über alle Risiken informieren und von der deutschen Finanzaufsicht Bafin genehmigt werden. Diese Regel greift nicht bei öffentlichen Angeboten unter 100.000 Euro. Dies machen sich Schwarmfinanzierer zunutze und bleiben meist unter der Grenze.”

Startups mit einem Kapitalbedarf von 50.000 bis 200.000 Euro stehen hierzulande vor einem Finanzierungsproblem: Venture Capital Gesellschaften interessieren sich in der Regel erst für Unternehmen mit einem deutlich höheren Kapitalbedarf und eine Business Angels Kultur wie beispielsweise in den USA existiert in Deutschland nicht. Diese Lücke in der Frühphasenfinanzierung haben wir mit Crowdfunding für Startups geschlossen und ermöglichen Startups in dieser Größenordnung Kapital einzusammeln. Jedoch ist ein öffentliches Crowdfunding ohne die Erstellung eines Verkaufsprospekts auf 100.000 Euro limitiert. Somit stehen derzeit die Startups bei einer Finanzierung per Crowdfunding über 100.000 Euro vor enormen bürokratischen und finanziellen Hürden. Die Kosten für die Erstellung und Prüfung eines Verkaufsprospekts übersteigen schnell 15.000 Euro und der zeitliche Aufwand bremst ein kleines Team für ein bis zwei Monate aus – wertvolle Zeit im harten Wettbewerb. Für Finanzierungen in Höhe von 150.000 Euro oder 200.000 Euro ist dieser Aufwand unverhältnismäßig hoch und erzeugt weiterhin eine Finanzierungslücke bei Startups mit einem Kapitalbedarf in dieser Größenordnung. Crowdfunding für Startups hat somit vielmehr die Grundintension, eine Lücke in Wirtschaftssystem zu schließen, als sich eine Lücke im Gesetz “zunutze” zu machen.

Weiterhin werden in diesem Absatz einige Fachbegriffe durcheinandergebracht: Im Grundsatz gibt es für öffentliche Geldangebote über 100.000 Euro in Deutschland eine Prospektpflicht. Allerdings gäbe es bei einem Crowdfunding über 100.000 Euro in ein Startup in Deutschland keine Wertpapierprospektpflicht gemäß dem Wertpapierprospektgesetz (WpPG). Stattdessen ist die Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung (VermVerkProspV) anzuwenden. Die Rechtsform der beim Crowdfunding angebotenen Investmentmöglichkeiten an Startups sind nämlich stille Beteiligungen, welche Vermögensanlagen im Sinne des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) darstellen, und nicht etwa verbriefte Wertpapiere im Sinne des WpPG.


FAZ: “Insgesamt 37 Plattformen in Kontinentaleuropa greifen die Banken aus dem Internet in den verschiedensten Bereichen an.”
An dieser Stelle sollte man auch differenzieren, zumal es im Kontext eher um Startupfinanzierung per Crowd geht. Denn Crowdfundingplattformen, die Startups finanzieren, “greifen” in der Regel keine Banken an. Und das aus einem einfachen Grund: Banken wollen Sicherheiten. Junge innovative Unternehmen müssten dafür Bilanzen und Beispiele für Marktentwicklungen vorweisen können, die so für gänzlich neue Geschäftsmodelle noch nicht existieren. Mit Ausnahme von begrenzten öffentlichen Förderprogrammen z.B. der KfW bewegen sich Banken nicht im Bereich der Frühphasenfinanzierungen.

Generell ist es hier auch wichtig, die verschiedenen Formen von Crowdfunding klar zu unterscheiden und auch von anderen crowdbasierten Finanzierungsformen zu trennen. Die Crowdsourcing LLC hat im internationalen Crowdfunding Report 2012 (Link>>) vier Formen unterschieden:

Equity-Based Crowdfunding: Crowdfunding model in which funders receive compensation in the form of fundraiser’s equity-based or revenue or profit-share arrangements.

Lending-Based Crowdfunding: Crowdfunding model in which funders receive fixed periodic income and expect repayment of the original principal investment.

Reward-Based Crowdfunding: Crowdfunding model in which funders’ primary objective for funding is to gain a non-financial reward such as a token or in the case of a manufactured product, a first edition release.

Donation-Based Crowdfunding: Crowdfunding model where funders donate to causes that they want to support, with no expected compensation (i.e., philanthropic or sponsorship based incentive).


Unser Fazit
Wir nehmen dies zum Anlass, hier im Blog in Zukunft gezielt auf kritische und komplexe Fragen einzugehen. Wir stehen zudem immer gern Journalisten, Bloggern und anderen Interessierten für Fragen zur Verfügung und hoffen, dass die Berichterstattung auch davon profitiert und Missverständnisse vermieden werden.



14 Kommentare

Die Crowd hat entschieden: BringMeBack ist Startup des Jahres

Zum Geburtstag unserer Crowdfunding-Plattform haben wir vor einer Woche aufgerufen, für das Startup des Jahres zu voten. Wir freuen uns riesig, dass so viele mitgemacht haben: Insgesamt gaben 671 Fans, Freunde und Investoren der Startups ihre Stimmen ab. BringMeBack konnte mit 213 Votes ganz knapp vor easyPEP die Wahl für sich entscheiden.

Alle 17 nominierten Startups hatten sich einen besonderen Preis ausgedacht. Unter den jeweiligen Unterstützern der Startups wurden per Zufallsgenerator die Gewinner der einzelnen Preise ermittelt. Diese erhalten in den nächsten Tagen eine Email von den Gründern. Die Gewinner der Preise von Seedmatch (ein t3n-Abo, plus zweimal die t3n-Ausgabe #28 und 10 Tickets für die Campus Party Berlin), die unabhängig von der Wahl des Startup verlost werden, bekommen in Kürze eine Nachricht per Email.


Hier die Übersicht der ersten drei Plätze:

Platz 1: BringMeBack mit 213 Stimmen

Platz 2: easyPEP mit 206 Stimmen

Platz 3: BLOOMY DAYS mit 93 Stimmen


Vielen Dank noch mal an alle, die für ihre Startups abgestimmt haben!



Das waren die Nominierten in alphabetischer Übersicht:


…. BLOOMY DAYS seedmatch.de/bloomydays
BLOOMY DAYS ist das erste deutschlandweite Blumenabonnement für Geschäfts- und Privatkunden. Ohne lange Vertragslaufzeiten kann es jederzeit einfach per Klick pausiert, aktiviert oder beendet werden.
Preis: Eine kostenlose Blumenlieferung der Blumen der Woche im Wert von 19€

 

…. BluePatent seedmatch.de/bluepatent
BluePatent hilft Unternehmen, auf neuem Weg blockierende Patente der Konkurrenz zu beseitigen und Plagiate eigener Produkte aufzuspüren. Erfolgsfaktor ist die weltweite BluePatent Recherche-Community.
Preis: Ein einstündiger Webworkshop zum Thema Patentrecht über GoogleHangout

 

…. BringMeBack seedmatch.de/bringmeback
BringMeBack ist das Fundbüro 2.0. Im Verlustfall führt BringMeBack Finder und Eigentümer auf innovative Art und Weise zusammen. Die Rückführungsquote verlorener Gegenstände wird auf über 90% erhöht.
Preis: 1x iPod shuffle mit integriertem, eingraviertem BringMeBack Lost&Found-Schutz; 1x Starterpaket (Wunschfarbe möglich)

 

…. cosmopol-shop.com seedmatch.de/cosmopolshopcom
Cosmopol ist ein Online-Shop für exklusive Souvenirs aus über 70 Ländern. Ausgewählte Originalprodukte für Menschen mit Fernweh machen Cosmopol zur Nr.21-Adresse für “cosmopolitische” Geschenkideen.
Preis: Die Geschenkbox “Cosmopolit” im Wert von 28,95€

 

…. easyCARD seedmatch.de/easycard
einfach.schnell.versichert. Die easyCARD steht für Deutschlands neue Art der Sach-/ Personenversicherung im Web 2.0. Ohne Angabe persönlicher Daten easyCARD online kaufen, Identnummer angeben. Fertig.
Preis: Fünf Mobile Versicherungs-Karten, Gültigkeitsdauer ein Jahr.

 

…. easyPEP seedmatch.de/easypep
Personaleinsatzplanung mühsam auf Papier oder per Excel? easyPEP.de verlagert die Schichtplanung in die Cloud – einfach und preiswert. Gastronomen sparen viel Zeit und vor allem Nerven.
Preis: 1x sechsmonatige, kostenfreie Nutzung von easyPEP: Gutschein, unser Werbemittel, die FlipFlops und einen Promocode

 

…. …. Larovo seedmatch.de/larovo
Larovo bringt den guten Fachberater online. Jeder findet mit dem unabhängigen, objektiven Beratungstool ohne spezielles Fachwissen den passenden Laptop, Fernseher und Co. Schnell, einfach, kostenlos!
Preis: 1x rote Angry Birds Plüschfigur; 1x Hexbug Original; 1x Pacman Eiswürfel

 

…. lifeaction seedmatch.de/lifeaction
lifeaction sprengt die Grenzen Deiner Realität! Wir entwickeln die Zukunft der mobilen Spiele und machen erstmals Computerspiele und Filme mit modernster Augmented Reality-Technologie live erlebbar.
Preis: Ein komplettes Teamticket für bis zu 5 Personen für unser erstes digitales Live-Rollenspiel in Berlin im Wert von ca. 200€

 

…. lingoking seedmatch.de/lingoking
Über die Online-Plattform lingoking stehen Unternehmen wie Privatpersonen binnen Sekunden professionelle Telefondolmetscher in über 45 Sprachen bereit.
Preis: 3x lingoking High-Tech Schlafset “45 Sprachen im Schlaf lernen”, bestehend aus einer Schlafmaske und einer extra entwickelten Zipfelmütze

 

…. musiclogistics seedmatch.de/musiclogistics
Musiclogistics ist auf die reichweitenstarke Direktvermarktung von Musikdownloads spezialisiert und bietet Musiklabels differenzierte Lösungen zur digitalen Direct-2-Consumer-Distribution (D2C).
Preis: 1x 50€ Gutschein für Downloads über musiclogistics

 

…. MUTISUN seedmatch.de/mutisun
MUTISUN ist die Zukunft der Sonnenpflege: per Onlineanalyse werden die Hautbedürfnisse jedes einzelnen Kunden ermittelt und besonders hochwertige, getestete Inhaltsstoffe individuell zusammengestellt.
Preis: 1x 50€ Gutschein für das komplette Sortiment

 

…. NeuroNation.de seedmatch.de/neuronationde
NeuroNation bietet unterhaltsames Gedächtnistraining. Mit 35 interaktiven Übungen können die User auf der Online-Plattform ihre kognitiven Fähigkeiten und ihre Gedächtnisleistung steigern.
Preis: 1x Jahresmitgliedschaft Premium im Wert von 84€

 

…. nextsocial seedmatch.de/nextsocial
Mit nextsocial lassen sich ganz einfach exklusive Fanangebote direkt auf Facebook verkaufen und viral verbreiten. Die Interaktionsrate steigt. Fans werden zu Kunden und aktiven Markenbotschaftern
Preis: 1x ein Jahr Nutzung der Social Commerce Lösung ohne Provisionen

 

…. Rankseller seedmatch.de/rankseller
Redaktionelle Blogartikel sind gefragter denn je. Darum bietet rankseller einen Online-Marktplatz, der Blogger und Unternehmen zusammenbringt: zur Vermittlung von Advertorials und Linkbuilding.
Preis: 1x 100€ mydays.de-Gutschein

 

…. smarchive seedmatch.de/smarchive
smarchive macht Schluss mit Papierkrieg! Das smarte Archiv begeistert, weil es Zeit & Nerven spart: dank der einzigartigen Intelligenz sortiert es sämtliche Unterlagen von ganz alleine. Und denkt mit.
Preis: 1x lebenslange (!) Premium-Mitgliedschaft – Wert: unbezahlbar!

 

…. SugarShape seedmatch.de/startups/sugarshape
SugarShape ist die erste Dessousmarke, die sich an ihre Kundinnen anpasst. Hier entscheidet die Crowd! Ein neuartiges Maß- und Designkonzept sorgt für die perfekte Passform, Spaß UND Sex-Appeal!
Preis: 1x 35€ Gutschein für das Sortiment von SugarShape

 

…. Userlike seedmatch.de/startups/userlike
Ein Klick und schon ist man mit dem Kundenservice verbunden: Userlike ist eine einzigartige Live-Chat Software und die Zukunft des Kundensupport auf Websites und mobilen Apps.
Preis: 3x Userlike Team für 6 Monate im Wert von insg. ca. 540€


15 Kommentare

Crowdfunding für MadDog Comics: Lieblingscomics digital immer und überall dabeihaben

Ihre Comicsammlung in der U-Bahn durchstöbern? Warum nicht! MadDog Comics, das neueste Startup auf unserer Crowdfunding-Plattform, bringt alte und neue Lieblingscomics auf Smartphones und Tabs.

Langsam aber sicher erobern sich Ebooks einen festen Platz im Leben von immer mehr Menschen. Tablets sind auf dem Vormarsch und knapp die Hälfte aller in Deutschland verkauften Mobiltelefone sind heute schon Smartphones – und damit zum Lesen geeignet. Jedenfalls zum Lesen von Texten. Bei Comics sieht das etwas anders aus: da man beim Lesen mit den Augen auch von links nach rechts „von Bild zu Bild springt“, lassen sich Comics nicht so einfach auf mobile Geräte übertragen wie Fließtext. Damit Comicfans trotzdem auf ihre Kosten kommen, gibt es MadDog Comics, die deutsche E-Comic App für PC, iPad und Android Smartphones. Da das Lesen auch auf den kleinen Bildschirmen der mobilen Geräte Spaß machen soll, optimiert MadDog die Comics passend zum jeweiligen Ausgabegerät. Mit der besonderen Panel View Funktion kann der Leser entspannt von Einzelbild zu Einzelbild blättern – ideal für kleine Bildschirme und dank Animationen und Abdimmen nichtfokussierter Panels schon fast wie ein Trickfilm.

MadDog Comics optimiert die Anzeige der E-Comics, je nachdem, auf welchem Gerät man sie liest


MadDog Comics ist mit seinem Angebot der First Mover auf dem deutschen Markt und hat damit als einziger Anbieter unsere alten Lieblingscomics. Schon jetzt sind hunderte Titel von Kultserien von Panini, Splitter, Cross Cult, Tokyopop oder Zampano verfügbar, z.B. Star Wars, The Walking Dead und auch nostalgische Klassiker wie die Abrafaxe. Im ständig wachsenden Angebot von Klassikern, Neuerscheinungen und exklusiven Inhalten ist für jeden etwas dabei!


Mit den Crowd-Investoren und zahlreichen Weiterentwicklungen den Comicmarkt erobern

Neben der eigens entwickelten Panel View Funktion und der besonderen und stetig wachsenden Titel-Auswahl hat MadDog schon jetzt eine Reihe von Features, die das Herz von mobilen Comicfans höher schlagen lassen: Mit einer sicheren Internetverbindung lassen sich die Comics direkt im Stream lesen oder alternativ direkt auf das Gerät herunterladen, um sie auch „offline“ anschauen zu können. Ein einmal gekaufter E-Comic bleibt jederzeit verfügbar, egal auf welchem Gerät bzw. welcher Plattform. Die App bietet kostenlose Inhalte und die User können alle Comics kostenlos probelesen bevor sie sie kaufen.

Sebastian Witzmann und Christian Klasen haben die Technologie für MadDog Comics eigenständig entwickelt und veröffentlicht. Seit Mai ist MadDog Comics im Android Play Store und im App Store für iPad erhältlich. Für die kommenden Monate sind viele spannende Weiterentwicklungen geplant: unter anderem sollen die Apps natürlich auf allen relevanten Plattformen laufen, in Kooperation mit Verlagen werden weitere Projekte umgesetzt und neue begehrte Titel veröffentlicht. Ab Herbst soll eine umfangreiche Community entstehen und für Sammler sollen die Comics über MadDag auch als Printversion erhältlich sein. Bei all diesen Entwicklungen können Sie als Crowd-Investor dabei sein!


Informieren Sie sich ab heute im Preview-Profil von MadDog Comics und seien Sie ab morgen, Freitag, den 27.7.2012, 12:00 Uhr als Investor dabei!

Zum Preview-Profil von MadDog Comics >>



Das Startup MadDog Comics startet Crowdfunding bei Seedmatch



Kein Kommentar

.