Seedmatch in Zahlen: die Quartalsgrafik Q1/2014

Die ersten drei Monate im Jahr 2014 sind schon wieder vergangen, d. h. es ist Zeit für eine Zwischenbilanz! Wie viele Investments wurden im ersten Quartal bei Seedmatch getätigt? Wie viel hat eigentlich ein durchschnittlicher Investor investiert? Und wie viele Startups hat ein Investor durchschnittlich im Portfolio? (mehr …)

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Die Seednews – alle Startup-Neuigkeiten im Überblick

Auch diesen Montag haben wir wieder die interessantesten Neuigkeiten aus der Welt der Seedmatch-Startups zusammengefasst. Diesmal mit einem Hinweis auf das neue Startup, dessen Geheimnis wir morgen lüftet, Updates von goodz, KERNenergie und GEILE WEINE. Außerdem stellen wir Ihnen das neuste Projekt auf unserer Schwesterplattform Econeers vor. Obendrauf gibt es einen Blogbeitrag zur Insolvenz von BluePatent sowie interessante Medienberichte, die Sie nicht verpassen sollten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und eine erfolgreiche Woche!
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BluePatent hat den Geschäftsbetrieb eingestellt

Einer unserer wichtigsten Werte bei Seedmatch ist Transparenz. Aus diesem Grund möchten wir die Nachricht weitergeben, dass die BluePatent GmbH ihren Geschäftsbetrieb einstellen musste. Trotz intensiver Bemühungen ist es BluePatent in den letzten Monaten nicht gelungen, genügend neue Kunden gewinnen und so den Fortbestand des Unternehmens sichern zu können. Das Insolvenzverfahren wurde am 06. Februar 2014 eröffnet sowie eine Insolvenzverwalterin bestellt. Die Investoren von BluePatent wurden bereits über den Investor Relations-Bereich von Seedmatch und via E-Mail informiert und befinden sich weiterhin im Austausch mit den Gründern.

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Anschlussfinanzierungen für Seedmatch-Startups: ein Überblick

Der Crowdinvesting-Monitor von Für-Gründer.de wies in seinem letzten Bericht zum 2. Quartal 2013 drei Trends für Crowdfunding für Startups in Deutschland aus:

1. Trend: größere Finanzierungsrunden
2. Trend: Anschlussfinanzierung durch VCs oder 2. Crowd-Runde
3. Trend: Plattformen bieten Crowdfunding und Crowdinvesting an (mehr …)

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Freitags-Seednews #3: Front Row Society, SugarShape, Blue Patent & Mad Dog Comics

Auch an diesem Freitag wollen wir Ihnen, liebe Leser/innen und Investor(inn)en, wieder ein paar Neuigkeiten von den Startups mitteilen, die wir auf Seedmatch bereits erfolgreich gefundet haben oder deren Funding gerade noch läuft: Wie alle zwei Wochen gibt es wieder ein paar Neuigkeiten in den Freitags-Seednews, die uns und Ihnen zeigen, dass Crowdfunding-Startups kleine und große Erfolge feiern. Viel Spaß beim Lesen, Kommentieren, Teilen und natürlich ein geruhsames Wochenende wünscht das Seedmatch-Team. (mehr …)

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Freitags-Seednews #1 … Neuigkeiten von den Crowdfunding-Startups

 

Mittlerweile ist es ein Jahr her, dass die ersten Startups bei Seedmatch ihr Crowdfunding gestartet haben. Natürlich sind wir auch langfristig mit den Gründern in Kontakt und freuen uns über die Entwicklungen der jungen Unternehmen. Damit auch Sie bei den Ereignissen der Startups auf dem Laufenden bleiben, deren Fundings schon etwas zurückliegt, gibt es ganz neu die Freitags-Seednews! Hier erfahren Sie regelmäßig spannende, interessante und beeindruckende Neuigkeiten aller Startups, die bei Seedmatch von der Crowd finanziert werden oder wurden. Viel Spaß beim Lesen, Kommentieren, Teilen… (mehr …)

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BluePatent: “Von der spektakulären Dynamik wurden wir überrascht.“

Am Montagmorgen hat BluePatent bereits nach 24 Tagen 100.000 Euro einsammeln können und damit die möglichen 200% erreicht. BluePatent ist somit das dritte erfolgreich finanzierte Startup bei Seedmatch und das erste B2B-Unternehmen, dass dieses neue Finanzierungsmodell genutzt hat. Grund genug bei den Gründern von BluePatent nachzufragen, wie sie diesen Erfolg erlebt haben und was als Nächstes kommt.


Jens-Uwe Sauer von Seedmatch: Zur erfolgreichen Finanzierung mit aktuell 163 Investoren dürfen wir euch erst einmal ganz herzlich gratulieren! Ihr konntet in 24 Tagen – das ist weniger als der Hälfte der regulären Fundingzeit – die derzeit maximale Summe von 100.000 Euro einsammeln. Wie fühlt man sich, das Crowdfunding in Rekordzeit geschafft zu haben?

Petr Nemec von BluePatent: Wir hatten uns vor dem Beginn unseres Finanzierungsaufrufs alle möglichen Strategien zurecht gelegt, wie wir die Beteiligung erhöhen können. Von der spektakulären Dynamik unserer Crowdfunding-Runde wurden wir dann vollkommen überrascht. Wie sehen diesen Erfolg als Bestätigung dafür, dass unser Konzept auch für andere einleuchtend ist und Begeisterung hervorrufen kann. Das ist natürlich insbesondere für ein Crowdsourcing-Unternehmen eine zentrale Erkenntnis – schließlich sind wir darauf angewiesen, viele Menschen für unsere Idee zu gewinnen.


BluePatent: 100.000 Euro in nur 24 Tagen

BluePatent: 100.000 Euro in nur 24 Tagen



Jens-Uwe Sauer: Ihr seid das dritte Startup bei Seedmatch und das erste junge B2B-Unternehmen, welches über Crowdfunding finanziert wurde. Welche Erfahrung habt ihr dabei gesammelt?

Petr Nemec: Wir haben – über die reine Finanzierung hinaus – bei der Kommunikation über social media dazugelernt. Und die Interaktion mit den bereits eingestiegenen und potentiellen Investoren war für uns wie eine Art Due Diligence Prüfung im Web 2.0. Kritische Fragen führen immer dazu, dass man die eigene Strategie noch einmal auf den Prüfstand stellt. Aus der Auseinandersetzung mit der Seedmatch-Community haben wir auch einige Anregungen gezogen, die wir jetzt in unsere Strategie mit einfließen lassen wollen.


Jens-Uwe Sauer: Würdet ihr euch wieder mit Crowdfunding finanzieren? Wenn ja, aus welchen Gründen? Und würdet ihr es auch anderen Startups empfehlen, sich auf diesem Weg zu finanzieren?

Petr Nemec: Unbedingt – die Finanzierung über Crowdfunding war eine uneingeschränkt gute Entscheidung. Zum einen natürlich, weil es eine unkomplizierte Form der Einwerbung von Mitteln darstellt. Zudem sind wir ja mit deutlich mehr Geld herausgegangen, als wir erwartet hatten. Aber wichtiger als das ist für uns zu wissen, dass wir nun mindestens 163 Unterstützer haben, die unsere weitere Entwicklung begleiten werden und an unserem Unternehmenserfolg interessiert sind. Wir sehen unsere Mikroinvestoren auch als Ratgeber und Multiplikatoren – und hoffentlich auch den ein oder anderen als künftigen Rechercheur für BluePatent. Insofern würden wir diese Finanzierungsform auch anderen Unternehmen empfehlen – insbesondere natürlich solchen Start-ups, die auf Crowdsourcing oder den Aufbau einer Community setzen.


Jens-Uwe Sauer: Wir hatten noch keine Gelegenheit, über euer Produkt P4 zu besprechen. Könnt ihr es unseren Lesern noch einmal kurz erläutern?

Petr Nemec: Neben der Validitätsrecherche und der Verletzungsrecherche sehen wir auch ein großes Potenzial in der Bewertung von Technologien und Schutzrechten. Patent- und Technologiebewertungen spielen in vielen Bereichen und Fragestellungen eine zentrale Rolle – beispielsweise bei Management-Entscheidungen der IP-Abteilungen, im Vorfeld von Übernahmen oder dem Aufkauf eines Patentportfolios oder auch in Forschungseinrichtungen, in denen sich häufig die Frage stellt, ob sich eine Patentierung lohnt. Wir möchten hierfür eine Dienstleistung anbieten, die bei diesen Fragestellungen eine Experten-Crowd einbindet. Genaueres möchten wir derzeit noch nicht verraten.


Jens-Uwe Sauer: Ihr habt ja selbst eine stille Beteiligung an eurem Startup erworben. Was genau habt ihr damit vor?

Petr Nemec: Wir haben eine Beteiligung in Höhe von 250 Euro erworben. Diese Beteiligung verlosen wir unter allen bis zum 19.12.2011 registrierten Rechercheuren (zur Verlosung). Dies sehen wir als günstige und geschickte Maßnahme, um das Crowdbuilding voranzutreiben. Der Aufbau der Crowd läuft durch so eine Aktion zwar relativ ungerichtet – aber nicht jeder bei BluePatent registrierte User muss ein technischer Fachmann sein. Gerade bei Verletzungsrecherchen, also der Suche nach Plagiaten, kann wirklich jeder mitmachen.


BluePatent verlost Beteiligung in Höhe von 250 Euro

BluePatent verlost eine Beteiligung in Höhe von 250 Euro


Jens-Uwe Sauer: Für eure nächsten Schritte wünschen wir euch viel Erfolg!

Petr Nemec: Wir danken Seedmatch für die gute Zusammenarbeit und natürlich allen Mikroinvestoren für das große Vertrauen, das gute Feedback und die hilfreiche Auseinandersetzung mit unserer Idee. Wir haben durch die Crowdfunding-Runde großen Rückenwind bekommen und werden in den kommenden Monaten einiges bewegen können. Wir freuen uns schon darauf, unserer Investoren-Community die nächsten Fortschritte und Entscheidungen mitteilen zu können!


Petr Nemec von BluePatent

Petr Nemec von BluePatent


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BluePatent Teil 2: Plagiate bekämpfen mit der Crowd

Im zweiten Teil der kleinen Serie zu den Bereichen der Patentrecherche bei BluePatent erfahren Sie etwas über den – sicher bekanntesten – Bereich der Bekämpfung von Plagiaten.

Spätestens mit dem Aufruhr um „plagiierte“ Doktorarbeiten ist das Thema in aller Munde. Doch nicht erst seit diesen Ereignissen im Bereich Urheberrecht stellen Plagiate ein ernstes Problem dar. Gefälschte Produkte können zur Gefahr für die Sicherheit von Verbrauchern werden und für viele Unternehmen geht es bei der Bekämpfung von Produktpiraterie nicht nur um ihren Ruf, sondern auch um das wirtschaftliche Überleben.


Gefälschte Produkte: Gefahr für Verbraucher und Unternehmen

Ein Youtube-Video zeigt folgendes Szenario: Ein technischer Prüfstand, in dem zwei Motorsägen aufgehängt sind. Trotz leichter Unterschiede im Detail sind die Ähnlichkeiten der Geräte in Konstruktion und Design nicht zu übersehen. Am Griff jeder Motorsäge hängen Gewichte, die den Griff mit steigender Last langsam verbiegen. Während der Griff der einen Säge der Last standhält und elastisch in den Ausgangszustand zurück federt, verformt sich der Griff der anderen Säge, als wäre er aus Plastik. (Video ansehen)

Der Hintergrund dieses Testaufbaus: Der deutsche Werkzeughersteller Stihl hat seine Produkte hinsichtlich vorgeschriebener mechanischer Anforderungen mit chinesischen Plagiaten verglichen. Die Ergebnisse der verschiedenen Belastungstests, die bei Youtube zu sehen sind, dürften nicht nur Waldarbeiter erschrecken. „Die Qualität der gefälschten Produkte ist in aller Regel miserabel“, so das Fazit des Vorstandsvorsitzenden Dr. Rüdiger Stihl. Trotzdem können die Billigprodukte – meist aus dem fernen Asien – dem Konzern ernsthafte Konkurrenz machen.


Böser Zwilling: Hier wurde fast jedes Detail kopiert (Bildquelle)


Stihl steht beispielhaft für immer mehr Unternehmen, die weltweit unter Produkt- und Markenpiraterie leiden und durch solche Fälschungen teils massiven wirtschaftlichen Schaden erleiden. Bekannte Beispiele wie Sportbekleidung mit zum Verwechseln ähnlichen Markenzeichen, gefälschte Luxusartikel wie Uhren und Taschen oder Nachbauten des iPhone stellen dabei nur Spitze des Eisbergs dar. Denn neben Konsumgütern geraten auch Industrieprodukte immer mehr in den Fokus der Plagiatoren. Auf dem Markt zirkuliert alles: Ersatzteile für Autos, die unter falscher Marke angeboten werden, gefälschte Medikamente, abgekupferte Bauteile für Maschinenbauunternehmen. Dabei schrecken die Hersteller von Plagiaten in vielen Fällen nicht einmal davor zurück, auch Prüfsiegel wie das TÜV- oder das GS-Zeichen zu fälschen. Bei vielen Produkten mag es einfach ärgerlich sein, wenn sie schnell kaputt gehen, bei einer Kettensäge ist es in hohem Maße gefährlich. Beinahe regelmäßig erfahren wir leider in den Medien von schädlichem Kinderspielzeug. In den letzten Jahren gerieten u.a. Spielzeuge in die Schlagzeilen, die Formamid, Blei oder krebserregende Weichmacher enthielten. Alarmierend ist auch die Zunahme gefälschter Medikamente.

Die wirtschaftlichen Schäden sind enorm. Beispiel Deutschland: Hier sind nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rund zwei Drittel der Hersteller von Investitionsgütern von dem Problem illegaler Kopien betroffen. Eine 2010 durchgeführte Umfrage unter den VDMA-Mitgliedern ergab, dass der Branche 2009 geschätzte 6,4 Mrd. Euro durch Produktpiraterie verlorengingen, rund acht Prozent mehr als noch 2008. Auch Markenpiraterie nimmt in der EU immer mehr zu. „Im vergangenen Jahr stellten die europäischen Zöllner Waren im Wert von geschätzt einer Milliarde Euro sicher“, meldete die Presseagentur DAPD kürzlich. Die Zahl sichergestellter Sendungen habe sich im Vergleich zu 2009 verdoppelt. (u.a. hier nachzulesen) Gefälscht wird fast alles und es geht um viel Geld: so hat bspw. die Wirtschaftswoche kürzlich eine „Hitliste“ der gefälschten Produktgruppen erstellt, an denen am meisten verdient wird. Der tatsächliche Schaden, der durch Produkt- und Markenpiraterie verursacht wird, ist schwer zu schätzen, denn die Dunkelziffer der nie entdeckten Plagiate dürfte hoch sein.

Zu den direkten Folgen wie Umsatzeinbußen und steigende Kosten für Schutzmaßnahmen gesellen sich mittelbare Folgen wie ein Absinken des Preisniveaus, Verlust des propiertären Know-how-Vorsprungs oder Imageverluste, die durch Produkte schlechter Qualität entstehen, wenn sie unter falschem Namen verkauft werden.


Wie können Unternehmen Produktpiraterie bekämpfen und wie hilft BluePatent?

Viele geschädigte Unternehmen versuchen, die Vermarktung von Plagiaten zu stören. Sie suchen beispielsweise auf Messen nach Plagiaten und lassen diese beschlagnahmen. Die bereits erwähnte Umfrage des VDMA ergab, dass 53 % der Firmen bereits Plagiate auf Messen entdeckt hatten. Manche Unternehmen beschäftigen auch Detektive und Rechtsanwälte in den Herstellerländern, aus denen die Plagiate stammen. Diese durchsuchen vor Ort die lokalen Märkte und versuchen, Vertriebswege für den Export in die geschützten Märkte aufzudecken. Dies ist auch Teil der Verteidigungsstrategie des Werkzeugherstellers Stihl, wie die Wirtschaftswoche beschreibt: Stihl gebe allein für Detektive und Anwälte in China pro Jahr „einen sechsstelligen Betrag“ aus. Dies kann sich bei weitem nicht jedes Unternehmen leisten. Insgesamt beliefen sich bei Stihl die Kosten auf das Drei- bis Dreieinhalbfachen des zugesprochenen Schadensersatzes. Die Bekämpfung der Fälschungen ist also sehr teuer.

BluePatent greift das Bedürfnis der betroffenen Unternehmen auf und bietet einen günstigen Weg, um Unternehmen bei der Entdeckung von Produktplagiaten zu helfen. Zentral ist dabei das Crowdsourcing-Prinzip: Unternehmen können über die Crowdsourcing-Plattform bluepatent.com Rechercheaufrufe zu den Produkten starten, von denen sie wissen oder befürchten, dass diese kopiert und in geschützten Märkten vertrieben werden. Die Crowd macht sich dann auf die Suche nach Beweisen dafür, dass Plagiate des jeweiligen Produkts in Umlauf gebracht werden.

Mögliche Dokumente sind neben den Produkten selbst beispielsweise Kaufbelege, Produktkataloge oder Dokumentationen von Messen. Mit solchen Belegen können Unternehmen vor Gericht darlegen, wer auf welchem Weg Produktfälschungen in Umlauf bringt, und den Vertrieb der Produkte in geschützten Märkten ggf. unterbinden. Als Rechercheur mitmachen kann hier jeder. Die Recherchen setzen kein tiefer reichendes technisches Wissen voraus. In dem Rechercheaufruf wird zudem sehr detailliert und verständlich beschrieben, was der Gegenstand der Recherche ist. Aktuell sucht BluePatent nach Kopien einer Bremsscheibe, die mit einer so genannten Powernut ausgestattet ist. (Zum Rechercheaufruf >>)


Crowdsourcing: Viele Köpfe für schnellere und bessere Ergebnisse

Dass Crowdsourcing ein gangbares Prinzip für die Jagd nach Plagiaten ist, zeigt das aktuelle Beispiel Guttenplag: In dieser kollaborativen Dokumentation arbeiteten Plagiatsjäger nach dem Crowdsourcing-Prinzip gemeinsam daran, um plagiierte Stellen in der Dissertation des ehemaligen Wirtschafts- und Verteidigungsministers Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg zu identifizieren. Dass sie damit Erfolg hatten, ist bekannt: Insgesamt hat Guttenplag nach Auskunft der Webseite (Stand Nov. 2011) bis heute 1218 Plagiatsfragmente aus 135 Quellen ausfindig gemacht. Ähnliche Projekte zur Untersuchung weiterer akademischer Arbeiten sind längst gestartet.

BluePatent ist das erste Unternehmen, das dieses Prinzip konsequent im Bereich der Produkt- und Markenpiraterie umsetzt. Durch das Crowdsourcing-Prinzip kann eine besonders kostengünstige und effiziente Suche nach Plagiaten realisiert werden. Von zentraler Bedeutung ist dabei auch das von BluePatent entwickelte, differenzierte Prämienmodell: Unternehmen zahlen nur eine geringe Gebühr für das Einstellen eines Rechercheaufrufs. Weitere Kosten werden erst bei Abrufen der Einreichungen fällig, die von den Rechercheuren getätigt werden. Die Rückläufer aus den Recherchen werden zuerst durch die Schutzrechtsexperten von BluePatent geprüft und den Unternehmen dann zum Kauf angeboten. Die Unternehmen gehen so ein geringes Kostenrisiko ein und können dennoch mit einer hohen Aufklärungsquote rechnen. Erfolgreiche Plagiatsjäger können beim Verkauf ihrer Rechercheergebnisse mit attraktiven, zuvor mit den Unternehmen ausgehandelten Prämien rechnen.


Aktuell haben Sie auf der Plattform Seedmatch die Möglichkeit, sich mit einem Investment an BluePatent zu beteiligen. Mehr erfahren >>


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Dritter Crowdfunding-Erfolg bei Seedmatch: BluePatent

Heute Nacht hat das Startup BluePatent auf Seedmatch die Mindestsumme für ein erfolgreiches Crowdfunding erreicht und sogar bereits übersprungen – und das innerhalb von nur 18 Tagen! Wir gratulieren dem Gründerteam und allen Investoren!

BluePatent bietet Unternehmen einen neuen, effektiven Weg, blockierende Patente der Konkurrenz zu beseitigen und Plagiate eigener Produkte aufzuspüren. Wir freuen uns, dass dieses auf dem europäischen Markt einzigartige Konzept die Investoren genauso überzeugt hat wie uns.

Natürlich kann weiterhin investiert werden – BluePatent hat einen Finanzierungsbedarf von 100.000 Euro. Bis zum Erreichen dieser Summe (oder bis zum Ende der Fundinglaufzeit) haben auch Sie noch die Chance, sich an diesem tollen Konzept zu beteiligen.


Direkt zum Profil von BluePatent bei Seedmatch >>


BluePatent Crowdfunding Erfolg bei Seedmatch

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BluePatent Teil 1: Was Donald Duck mit Patentrecherche zu tun hat

Seit knapp zwei Wochen haben Sie bei Seedmatch die Chance, eine Beteiligung an BluePatent zu erwerben. BluePatent hilft Unternehmen, auf einem neuen Weg blockierende Patente der Konkurrenz zu beseitigen und Plagiate eigener Produkte aufzuspüren. Doch was genau bedeutet das?

BluePatent bietet verschiedene Produktgruppen an bzw. wird diese anbieten. Für alle, die bisher noch keinen näheren Einblick in die Mechanismen des Patentmarktes haben, wollen wir in einer kleinen Serie noch einmal beleuchten, was es mit diesen unterschiedlichen Services auf sich hat und warum jeder von ihnen wichtig ist und ein bedeutendes Geschäftsfeld darstellt.

Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Gebiet der Validitätsprüfung von erteilten Schutzrechten. Dabei wird geprüft, ob ein Schutzrecht eventuell zu Unrecht erteilt wurde. Was das heißt und wieso dabei auch Donald Duck eine Rolle spielt, wird im folgenden Beispiel erläutert.


Wussten Sie schon, dass die Comic-Figur Donald Duck in einem berühmten Patentstreit entscheidende Informationen geliefert hat?

Es war in den 1960er Jahren, als der dänische Erfinder Karl Krøyer ein gesunkenes Schiff mit einer ungewöhnlichen Methode barg: Er befüllte es mit 27 Millionen Plastikbällen aus einem speziellen, expandierbaren Schaum. Die Bälle wirkten als Auftriebskörper und hoben das Schiff an die Oberfläche.

Patent Schiff

Skizze zu Karl Krøyers Verfahren


Krøyer versuchte, die Erfindung zu patentieren, doch er scheiterte. Denn jemand anderes hatte die Technologie schon vor ihm genutzt und – für jedermann einsehbar – veröffentlicht: 1949 nutzten Donald Duck und seine drei schlauen Neffen in der Geschichte „Die versunkene Yacht“ massenhaft Tischtennisbälle, um ein Schiff zu bergen. Die Geschichte wurde vom Patentprüfer herangezogen, der die Technologie somit zum öffentlich zugänglichen „Stand der Technik“ zählte. In einfachen Worten: Die Technik war bereits bekannt und konnte somit nicht patentiert werden. (Fallbeschreibung z.B. hier)


So hob Donald Duck bereits 1949 ein gesunkenes Schiff


Dieses Beispiel zeigt, dass so genannte „Prior Art“ – also einer Erfindung bereits vorausgegangene Veröffentlichungen – wirklich überall versteckt sein kann: in Comicbüchern, Science-Fiction-Werken, in auf dem Markt erhältlichen Produkten oder alten Produktbroschüren.

Es gibt also eine unübersichtliche, schier unerschöpfliche Menge an Quellen, die bei einer Patentprüfung eigentlich hinzugezogen werden sollten. In den meisten Fällen ist es aber für den einzelnen Patentprüfer unmöglich, alle relevanten Dokumente bei der Patentprüfung zu berücksichtigen. Man denke nur an die unzähligen japanischen Comics, in denen häufig technologische Gegenstände abgebildet sind. Koreanische Produktbroschüren, chinesische Fachzeitschriften, eine auf Russisch verfasste Doktorarbeit, die nur in gedruckter Form in einer ukrainischen Bibliothek verstaubt – all diese Dokumente können so genannte neuheitsschädliche Informationen enthalten, das heißt Informationen, die belegen, dass eine Erfindung zum Zeitpunkt der Anmeldung des Schutzrechtes nicht das Kriterium der Neuheit erfüllt hat.

Gerade, wenn ein Unternehmen von Patenten der Konkurrenz in seiner unternehmerischen Freiheit blockiert wird, ist es von großem Interesse, die Gültigkeit dieser Patente zu prüfen. Hierbei können alle diese dezentral und in verschiedensten Sprachen über den Globus verteilten Informationen wichtige Beweise liefern, dass die in einem Patent geschützte Technologie zum Zeitpunkt der Patenterteilung schon bekannt war. Diese Informationen kann das Unternehmen dann ins Feld führen, um die Validität eines opponierenden Patents rechtlich in Frage zu stellen.

Die Rechercheplattform BluePatent sucht vorrangig genau solche Dokumente. Patentdatenbanken und internationale Wissenschaftsdatenbanken sind verhältnismäßig einfach zu prüfen. Der Zugriff auf das dezentrale Wissen hingegen verlangt auch einen dezentralen Ansatz: Bluepatent lagert die Recherche deshalb an eine globale Expertencommunity aus. So steigt die Wahrscheinlichkeit, relevante Dokumente in dezentralen Quellen zu finden, erheblich.


Aktuelles Beispiel: Apple vs. Samsung

Ein aktuelles Beispiel ist der Rechercheaufruf zu einem Patent, welches das „Scrollen & Zurückfedern auf einem Touch-Screen“ schützt.

Das Unternehmen Apple beansprucht diese Erfindung für sich und führt das Patent mit weiteren Schutzrechten ins Feld, um Samsung den Verkauf seiner Smart-Phones Galaxy S G4, Infuse 4G und des Tablets Galaxy Tab 10.1 gerichtlich zu verbieten. Diese Technologie könnte aber durchaus schon vor dem 07.01.2007 von anderer Seite veröffentlicht worden sein – beispielsweise in einem ähnlichen Produkt, aber auch in einem Science-Fiction-Werk.
Ein Dokument, das beweist, dass diese Funktion in gleicher oder ähnlicher Form schon vor der Patentierung öffentlich bekannt war, könnte das Patent von Apple schwächen oder ungültig machen. Ein solches Dokument wäre daher bspw. für Samsung von großem Interesse…

Dass auch ungewöhnliche Dokumente immer wieder in Patentkonflikten herangezogen werden, beweist neben dem berühmten „Donald Duck-Fall“ auch ein aktuelles Beispiel:

Samsung selbst hat in einem ähnlich gelagerten Fall jüngst selbst „Prior Art“ aus einem Science-Fiction-Film in seine Gegenargumentation einfließen lassen: Apple möchte u.a. auch den Verkauf von Samsung-Tablets verbieten lassen, mit der Begründung, dass diese ein geschütztes Design (das des iPad) verletzen würden. Samsung hat daraufhin auf eine Szene aus dem Film „2001: Odyssee im Weltraum“ aus dem Jahr 1968 verwiesen. Dort sind Displaygeräte zu sehen, die tatsächlich sehr dem Design von Tabletgeräten ähneln. Ob dies als Hinweis ausreicht, wird die Zeit zeigen. BluePatent bietet die Chance, mit Hilfe der Crowd auch solche ungewöhnlichen Dokumente aufzuspüren – und damit Unternehmen bei Patentstreitigkeiten unter Umständen die entscheidenden Hinweise zu liefern.

Aktuell haben Sie auf der Plattform Seedmatch die Chance, sich mit einem Investment an BluePatent zu beteiligen. Mehr erfahren >>


Space Odyssee Tablet Apple Samsung

Hat Stanley Kubrick bereits 1968 das Tablet-Design erfunden? (Film ansehen: Klick aufs Bild)




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