Hilfe, ich bin ein Geschäftskunde – wenn der Sonderstatus zur Last wird

Der Kunde ist König – heißt es immer wieder. Dass die Realität ganz anders aussieht, bestätigen 92 Prozent aller Endkunden. Als Geschäftskunde bzw. Großkunde genießt man dagegen oftmals Kaiserprivilegien. Große Unternehmen mit B2B- und B2C-Kunden haben ganze Vertriebsabteilungen mit Key Accountern geschaffen, die sich in einer 1-zu-1-Betreuung den individuellen Bedürfnissen ihrer Groß-Abnehmer widmen. In langen Telefonaten und Vor-Ort-Terminen werden maßgeschneiderte Angebote gezimmert, Sonderkonditionen verhandelt und Servicepakete geschnürt. Alles natürlich höchst exklusiv und zu einmalig guten Konditionen. Aber stimmt das wirklich? Und möchte der Kunde überhaupt die auch für ihn sehr zeitintensive Exklusivität? Vor lauter Übereifer vergaß man, genau das zu fragen. Ein Fehler, wie sich herausstellt.
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Wenn Paragrafen die Fantasie beflügeln: Neues Recht lässt neue Geschäftsmodelle wachsen

Alle erfolgreichen Unternehmen haben ein gemeinsames Charakteristikum: ihren Innovationsgeist. Innovative Unternehmen sind in der Lage, nicht nur Geschäftsmodelle zu adaptieren und Kundenbedürfnisse mit Verbesserungen bestehender Produkte zu befriedigen, sondern gänzlich neue Lösungen zu erfinden. Das galt bereits zu Zeiten des Automobilpioniers Henry Ford, der mit seinem berühmten Zitat „Besorgt mir Ingenieure, die noch nicht gelernt haben, was nicht geht!” die Bedeutung von uneingeschränkter Kreativität und Fantasie für die Produktentwicklung aufzeigte. Mit der Digitalisierung sind Veränderungsprozesse seitdem weiter beschleunigt worden, die Anzahl der Einflussfaktoren auf Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle ist stark gewachsen. Innovationstreiber sind jedoch nicht nur neue technische Möglichkeiten oder sich wandelnde Kundenbedürfnisse, sondern auch rechtliche Änderungen.

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Starker Anstieg psychischer Erkrankungen hat erhebliche Folgen für die Wirtschaft

Das Telefon klingelt unablässig, im Posteingang jagt eine Mail die nächste – doch zum Beantworten oder gar zum fokussierten Arbeiten an einem Projekt kommt es nicht, denn schon steht das nächste Meeting an, in dem kaum zu bewältigende Projekte – am besten bis vorgestern – besprochen werden… Die moderne Arbeitswelt bringt eine Vielzahl an Herausforderungen mit sich. Gerade die Arbeitsbedingungen in Startups und die daraus resultierenden psychischen Belastungen für die Mitarbeiter standen in den letzten Monaten häufiger im Fokus der Medien, etwa durch die Erfahrungen von Mathilde Ramadier, die innerhalb von fünf Jahren in zwölf Berliner Startups arbeitete und sich kritisch zu ihren Erfahrungen äußert. Die Unsicherheit ihres Arbeitsplatzes, viele Überstunden und sich häufig verändernde Arbeitsprozesse machen Startup-Mitarbeitern zu schaffen. Gleichzeitig ist die Personal- und Organisationsentwicklung in den jungen Unternehmen oft noch nicht so weit, dass wirksam gegengesteuert werden kann. Diese und ähnliche Faktoren tragen – sowohl in Startups als auch in etablierten Unternehmen – dazu bei, dass psychische Belastungen und Erkrankungen unter Erwerbstätigen seit Jahren zunehmen. Die Folgen für die Unternehmen sowie die gesamte Volkswirtschaft sind teils verheerend.

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Schlüsselfaktor empathisches Design

Den demografischen Wandel und seine Auswirkungen auf die Wirtschaft haben wir bereits in einem vorherigen Blogbeitrag thematisiert. Ganz plakativ gesprochen: Die Gesellschaft droht zu vergreisen. Das kann ganze Branchen ankurbeln – man denke nur an die Pharmaindustrie. Aber wenn man nicht gerade Großproduzent eines Arthrosemedikamentes ist, steht man als Unternehmer vor neuen Herausforderungen: Er als auch seine Mitarbeiter müssen ihre Produktentwicklung auf eine Zielgruppe ausrichten, der sie naturgemäß noch nicht angehören. Nun können in Zeiten der Digitalisierung Big und Massive Data Kundenwünsche sowie ihr Verhalten ausgelesen und interpretiert oder gezielte Interviews mit potenziellen Käufern geführt werden. Produkte lassen sich so im Detail optimieren – aber echte Innovationen entstehen dadurch nicht. Denn wie sagte einst Henry Ford: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“ Die Methode des empathischen Designs kann Abhilfe schaffen.

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Coworking-Spaces – amerikanischer Hype oder Trend mit Substanz?

Immer wieder hören wir von Gründern und Geschäftsführern auch außerhalb unserer Interviews, dass sie den entscheidenden Impuls für ihre Innovationen durch sogenannte „Out of the box“-Erfahrungen erhielten. Sie begaben sich meist eher zufällig denn zielgerichtet in eine ihnen unvertraute Situation, sprachen mit Menschen außerhalb ihres gewohnten sozialen Umfeldes und wechselten die Perspektive. Diese Erfahrungen können immer mehr Menschen auch ganz proaktiv forcieren, indem sie die ausgetretenen Pfade ihrer Büro-Routinen verlassen und sich in Coworking-Spaces einmieten. Analog eines Carsharings besitzt man hier keinen fixen Arbeitsplatz, sondern teilt sich mit einer Vielzahl anderer Menschen Arbeitsplätze und Büroinfrastruktur. In immer mehr deutschen Großstädten entstehen nach dem amerikanischen Vorbild modernste und offene Gemeinschaftsbüros. Doch bringt die abverlangte Flexibilität tatsächlich positive Nebeneffekte und ist so ein Angebot überhaupt tragfähig? Wir wollten es wissen.

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Neu fokussiert: Wirtschaftsmotor Kerngeschäft

„Schuster, zurück zu deinen Leisten“, lautet neuerdings das Credo vieler großer und mittlerer Unternehmen. Denn sie teilen oftmals ein Problem: Ineffiziente und behäbige Strukturen. Das kostet Geld, schafft viele Verbindlichkeiten und behindert Innovationen und agile Anpassungen an die immer schnelleren Marktveränderungen. Sie stoßen zweite und dritte Standbeine ab und vergeben mehr Aufgaben an Dienstleister. Diese Neukonzentration auf das Kerngeschäft ist mittlerweile ein immenser Wirtschafts- und Jobtreiber geworden. Denn nicht nur die wendigeren und deutlich profitableren Unternehmen ziehen daraus ihre Vorteile, sondern der Dienstleistungssektor selbst. Er ist mittlerweile der größte und am schnellsten wachsende Wirtschaftsbereich mit einem Anteil von 69 Prozent und rd. 2.000 Mrd. Euro in 2016 an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung in Deutschland.

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Demografischer Wandel belebt die Märkte

Die Gesellschaft wächst und vergreist. Dieser demografische Wandel initiiert einen Zuwachs bestimmter Zielgruppen und belebt damit Branchen, deren Geschäft von „Hause aus“ auf die Bedürfnisse dieser Kunden zugeschnitten ist. Hersteller von Treppen- oder Badewannenliften müssen sich demnach weniger Sorgen um ihre Zukunft machen, als Hersteller von Schaukelpferden. Als Hersteller von Pharmaprodukten haben Sie allerdings das ganz große Los gezogen. Seit zehn Jahren erlebt die sogenannte Biotech- und LifeScience-Branche einen überdurchschnittlichen Aufwärtstrend. Dieser zog im ersten Halbjahr 2017 nochmal ordentlich an. Damit gilt der Gesundheitsmarkt als Leitindustrie des 21. Jahrhunderts. Doch was geht damit genau einher?
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Behumpst euch doch selbst – mit Antimarketing zum Erfolg

Buttermilch macht Männer und Frauen erst richtig schön. Der Drops Traubenzucker verhilft zur der geistigen Hochleistung eines Schachmeisters und in der Bärchenwurst steckt alles für eine gesunde Kinderernährung. Im Marketing wird viel geschönt, aufpoliert und im Zweifelsfalle gelogen, dass sich die Balken biegen. In kaum einer Branche wurde das so professionalisiert wie im Lebensmittelbereich. Hauptsache man bekommt das Produkt an den Mann – egal welchem Trend er folgt. Heute wird alles vegetarisch, nachhaltig oder sogar vegan – morgen feiert das multifunktionale Superfood sein Comeback. Was der Kunde fragt, bekommt der Kunde. Dafür muss sich selten die Produktpalette anpassen, sondern wird oftmals allein die Kreativität der Marketingabteilung gestreckt und gedehnt. Aber es gibt Ausnahmen – sogar sehr erfolgreiche Ausnahmen. Wir haben uns den erfrischenden Gegenentwurf angesehen…

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3D-Druck – die industrielle Revolution

Während der deutsche Mittelstand noch über das Für und Wider von Industrie 4.0 philosophiert, überrollt ihn bereits die nächste industrielle Revolution. Entgegen der sonst üblichen Trägheit herrscht hier mittlerweile angespannte „Hab-Acht-Stellung“. Anders als bei der Vernetzung von Maschinen untereinander sind sich die Entscheider und CEO’ s aller Branchen der enormen Tragweite dieser Revolution bewusst. Sie heißt additive Fertigung – mit anderen Worten 3D-Druck. Bisher im Rapid Prototyping eine Nischenanwendung, entwickelt sich das 3D-Druck-Verfahren zu einem Allrounder in der Luft- und Raumfahrt, der Medizin, der Automobilindustrie, in der Konsumgüterindustrie wie bei Kleidung und Spielwaren als auch im Baugewerbe mit radikaler weil globaler Sprengkraft.

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Wie Corporates und Startups voneinander profitieren

Startups mit innovativen Geschäftsmodellen und agilen Unternehmensstrukturen werden für Corporates heutzutage immer wichtiger. Viel zu groß ist die Tragweite und das Potential in der Zusammenarbeit mit den jungen Unternehmen, um die Digitalisierung des eigenen Betriebs erfolgreich zu meistern. Sei es technischer Natur, organisatorisch oder kulturell: Zwei Drittel der Konzerne in Deutschland spüren beschleunigten Veränderungsbedarf, der befriedigt werden mag. Im Mittelstand ist es mit 50 Prozent noch nicht ganz so gravierend, aber die Tendenz ist steigend.
Doch was wollen Corporates von Startups eigentlich genau und was bieten Sie im Gegenzug an?

Ein Beitrag von Cem Ergün-Müller, Gründer der Startupnight sowie Head of Digital Open Space der Deutschen Telekom.

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