Wie bewertet man ein Startup – und wozu?

Mit der Investmentquote geben Startups an, zu welchem Anteil Investoren mit einem Seed Investment am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Eine wesentliche Variable bei der Berechnung ist dabei die Unternehmensbewertung. Wie diese zustandekommt und welche Methoden es zur Bewertung gibt, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Was ist eine Unternehmensbewertung und wozu braucht man sie?

Ganz einfach gesprochen geht es darum, dem eigenen Unternehmen ein Preisschild anzuhängen. Das ist wichtig, um bei Finanzierungsrunden mit Business Angels oder anderen Venture Capitalists angeben zu können, zu welchem „Preis“ Unternehmensanteile für frisches Kapital getauscht werden.

Die Unternehmensbewertung kann dabei den etwaigen gegenwärtigen Wert des Unternehmens unter Beachtung gewisser Marktstandards, tatsächlicher oder erwarteter Umsätze sowie von Potenzial und Risiken, die das Geschäftsmodell mit sich bringt, widerspiegeln.

Als Investor bei Seedmatch ist es vorteilhaft, grundlegende Bewertungsmechanismen zu kennen – denn dann lässt sich nicht nur nachvollziehen, wie ein Startup zu seiner Unternehmensbewertung kommt, sondern auch besser abschätzen, welche Erwartungen man in diesem Zusammenhang an die Entwicklung der Startups haben kann. Letztlich hängt auch das Renditepotenzial bei Seed Investments zu einem gewissen Teil von der Unternehmensbewertung ab.

Bezogen auf die Investmentverträge bei Seedmatch gilt vereinfacht: Aus Investmentsumme und Unternehmensbewertung ergibt sich die Investmentquote. Sie gibt an, zu welchem Anteil Investoren mit einem Seed Investment am Unternehmenserfolg beteiligt werden.

Sein Unternehmen bepreisen: Wie bewertet man Startups?

Wie bewertet man ein Unternehmen?

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, ein Unternehmen zu bewerten. Welche Methode verwendet wird, ist zum Beispiel abhängig von der Unternehmensphase oder der Marktsituation. Das Online-Magazin Gründerszene hat in einer zweiteiligen Serie die beiden gängigsten Methoden vorgestellt: Der erste Teil behandelt ertragswertorientierte Bewertungsverfahren, der zweite Teil widmet sich marktorientierten Modellen.

Gut zu wissen: Gerade zu Beginn eines Startup-Lebens kann es aber schwer sein, Anhaltspunkte für eine möglichst realitätsnahe Bewertung zu finden – etwa wenn der Markt nicht einzuschätzen oder das erste zum Verkauf geeignete Produkt noch in weiter Ferne ist. Diesem Problem hat sich der amerikanische Venture Capitalist Dave Berkus angenommen. Die nach ihm benannte Berkus-Methode macht es möglich, den Wert besonders junger Unternehmen anhand von fünf bepreisten Kriterien grob (!) zu bestimmen. Je nach dem wie gut die Idee, der Prototyp, das Team und das Netzwerk sind und ob der Produkt-Rollout bereits stattgefunden hat, kann die Bewertung einen niedrigen bis mittleren Millionenbetrag erreichen.

Die meisten Startups, welche sich bei Seedmatch präsentieren, orientieren sich bei der Bewertung an dieser Methode oder an marktorientierten Modellen.

Wie kommen die Unternehmensbewertungen der Startups bei Seedmatch zustande?

Die Unternehmensbewertung wird als Teil des Investmentangebots vom jeweiligen Startup erstellt.

Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Bewertung nur eine geringe Aussagekraft über die aktuelle wirtschaftliche Situation hat und überwiegend die Erwartungen des Startups zu dessen zukünftigen Ertragsaussichten unter Berücksichtigung einer risikoadäquaten Verzinsung repräsentiert. Von der Höhe einer Unternehmensbewertung ist daher nur in geringem Maße auf die Rentabilität oder einen vorhandenen Substanzwert des Startups zu schließen.

Übrigens: Mit Venture Debt bieten wir bei Seedmatch auch Investments in junge Unternehmen an, die unabhängig von einer Unternehmensbewertung sind.

Gibt es auch branchenbezogene Besonderheiten?

Ja, auf jeden Fall. Jede Branche ist durch spezifische Charakteristika gekennzeichnet, welche auch Unterschiede in der Bewertung der jeweiligen Unternehmen mit sich bringen. So ist ein Online-Shop in einem frühen Stadium meist niederiger bewertet, als ein hochtechnologisches Produkt in der Forschungs- und Entwicklungsphase. Besonders deutlich wird das, wenn man sich die Besonderheiten von Unternehmensbewertungen in der Biotech-Branche betrachtet.

 

 

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  1. Hellfire sagt:

    Das sind durchaus nützliche Informationen. Besten Dank.