Interview: „In fünf Jahren soll Rotorvox jedem Gyrocopter- und Helikopter-Piloten ein Begriff sein“

Gemeinsam haben Rotorvox-Gründer Ronald Schoppe und Eduard Weidl, verantwortlich für Kunden- und Breitensportprojekte bei Volkswagen Motorsport, an der Entwicklung und Konstruktion von Motorsportwagen gearbeitet – bis Ronald Schoppe anfing, sich für Gyrocopter zu interessieren und sie „neu zu erfinden“. Nachdem wir in einem ersten Interview bereits auf die technischen Besonderheiten des Gyrocopters „Rotorvox C2A“ eingegangen sind, wollen wir in diesem Gespräch die Meilensteine des Startups aus einer anderen Perspektive nachvollziehen. 

 

Seedmatch: Ronald, du wirst als der „Visionär“ von Rotorvox gehandelt – erzähl uns kurz, warum.

Portrait Ronald Schoppe, CEO von RotorvoxRonald Schoppe: Die Vision ist eigentlich ganz einfach zusammengefasst. Mein Ziel war es von Beginn an, das aus meiner Sicht sehr einfache, aber geniale Funktionsprinzip eines Gyrocopters mit dem, was bei Entwicklungsmethoden, Design, Ergonomie und Materialien „State of the Art“ ist, zu verbinden.

Oder man könnte auch sagen: Den Gyrocopter neu zu erfinden, um mit ihm in Teilbereichen Helikopter ersetzen zu können. Das Potential lag für mich auf der Hand. Das erforderliche Handwerk hatte ich bereits bei Volkswagen Motorsport gelernt.

Als ich diese Idee eines neuartigen Gyrocopters hatte, haben viele geglaubt, dass es bei einer Idee bleiben würde. Nun ja, ihr seht ja, wo wir heute stehen.

 

Seedmatch: Über den Motorsport bist du also zur Luftfahrt gekommen. Während deiner Zeit bei Volkswagen Motorsport hast du Eduard Weidl kennengelernt – heute ist er als Berater für Rotorvox tätig. Wie hast du ihn von deiner Idee überzeugt?

Ronald Schoppe: Eddy habe ich als einen genialen Techniker mit sehr viel Erfahrung kennen- und persönlich als Menschen schätzen gelernt. Ich habe ihn einfach mal dazu eingeladen, sich mit einem neuen Hobby, dem Fliegen von Gyrocoptern, auseinanderzusetzen, um diese als Alternative zu Helikopern für die Überwachung des Motorsportwagens VW Race Touareg in der Wüste zu verwenden. Als wir uns dann gemeinsam mal einen Gyrocopter angeschaut haben, brauchte ich nicht mehr viel zu machen.

 

Seedmatch: Eduard, du wirst von Partnern und Kollegen als technisches „Lexikon“ betitelt. Woher nimmst du die Erfahrungen, die jetzt Rotorvox zugute kommen?

Eduard Weidl, Berater von RotorvoxEduard Weidl: Nun, seit fast 30 Jahren bin ich im Motorsport und Prototypenbau unterwegs. Da sammelt sich doch so einiges an Erfahrung an. Bereits seit 16 Jahren bin ich Teil von Volkswagen Motorsport. Angefangen als Leiter Konstruktion für den VW Race Touareg, bin ich heute gesamtverantwortlich für alle Kunden- und Breitensportprojekte.

 

Seedmatch: Dass es eine Nachfrage für Gyrocopter geben könnte, war euch aufgrund der Erlebnisse im Rallye-Geschehen bewusst. Wie lange hat es gedauert, bis ihr jetzt das fertige Angebot für Interessenten bieten könnt?

Ronald Schoppe: Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt sind mehr als fünf Jahre ins Land gegangen. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass die Entwicklung eines Luftfahrzeugs, ähnlich wie die eines Automobils, einen sehr hohen Kapitalbedarf erforderlich macht. Zu Beginn war es gar nicht einfach, Investoren zu finden. Wie man auch im Investorenzitat von Udo Werner von der bm-t (Beteiligungsgesellschaft des Freistaates Thüringen) in der Investmentstory lesen kann, waren manche anfangs skeptisch, ob wir es schaffen würden, unsere Vision Realität werden zu lassen. Mal von der Kapitalsuche abgesehen, betrug die reine Entwicklungszeit weniger als vier Jahre.

 

Seedmatch: Gerade technische Entwicklungen leben ja vom ständigen Testen und Nachjustieren. Welche besonderen Meilen- und Stolpersteine gab es oder gibt es für euren Gyrocopter?

Eduard Weidl: Im ersten Schritt wurde ein Basispackage im CAD erstellt, womit bereits grundlegende Untersuchungen, zum Beispiel in Bezug auf die Schwerpunktlage, durchgeführt werden konnten. Anschließend begann die Fertigung eines 1:1 Mockups zur Ergonomieuntersuchung. Das heißt, es wurde ein Modell unseres Monocoques in Originalgröße gebaut. Hieran konnten wir beispielsweise die Position der Reisenden, die Einstiegshöhe und die Anbringung der Instrumente testen.

Rotorvox: Mockup des Monocoques

Mockup des Rotorvox-Monocoques in Originalgröße

 

Nach dem so genannten Design Freeze, bei dem der finale Stand als Status Quo „eingefroren wird“, ging es in die eigentliche Auskonstruktion. Im Anschluss haben wir den ersten Prototypen gefertigt, mit dem wir die VVZ (Vorläufige Verkehrszulassung) zur Flugerprobung erlangt haben und die ersten Testflüge absolvierten.

Während der Tests mit dem Prototypen sind uns natürlich Punkte aufgefallen, die wir noch besser machen konnten. Das ist ja auch der Sinn des Ganzen. Auf Basis aller neuen Erkenntnisse haben wir also eine Entwicklungsschleife durchgeführt und diese Optimierungsmaßnahmen umgesetzt. Das Ergebnis war der Nullserienflieger, mit dem wir dann unsere Dauererprobung durchführten und die endgültige Verkehrszulassung, die so genannte Musterzulassung, erlangten.

Rotorvox: Meilensteine der Entwicklung

 

Seedmatch: Warum fiel die Entscheidung, Rotorvox in Thüringen zu gründen?

Ronald Schoppe: Zu Beginn meiner Recherchen zum Lastenheft, das uns mit allen wichtigen Fragen, Aufgaben und Themen als Leitfaden diente, hat ein Fluglehrer zu mir gesagt: „Wenn du was mit Luftfahrtentwicklung machen möchtest, dann brauchst du einen Flugplatz, an dem du ungestört testen kannst“. Genau diesen Flugplatz gab es in meiner ehemaligen Heimat Thüringen. Inklusive erschlossenem Industriegebiet mit jeder Menge Platz für die Zukunft. Zugleich sind wir nur wenige Kilometer vom geografischen Mittelpunkt Deutschlands entfernt, sodass wir von hier bundesweit jeden Flugplatz erreichen können.

Ein zusätzlicher Anreiz war es natürlich, mit dem Projekt in der noch strukturschwachen Umgebung interessante Arbeitsplätze zu schaffen. Als ich letztlich auch noch nach einem bestandenen Gutachten der Thüringer Aufbaubank (TAB) eine Zusage für einen Entwicklungszuschuss bekam, waren die Würfel für den Standort Thüringen gefallen.

Flug über Thüringen mit dem Rotorvox C2A

 

Seedmatch: Ihr konntet bereits einige Investoren von eurem Vorhaben überzeugen. Wie wichtig ist das Feedback von ihnen? Und: Werden Sie jetzt als Teil der Crowd erneut investieren?

Ronald Schoppe: Da ein Startup im Bereich Luftfahrt nicht gerade etwas Alltägliches ist, bin ich bei den verschiedensten Pitches immer unter der Rubrik „Sonstiges“ geführt worden. Ich denke, auch aus diesem Grund habe ich Investoren aus den unterschiedlichsten Bereichen kennengelernt, die unser Projekt mit ihrem Know-how, ihrer Erfahrung und ihrem Feedback optimal unterstützen. Sicherlich wird auch der ein oder andere von ihnen Teil der Crowd werden.

Noch wichtiger ist uns das Feedback von Außenstehenden. Zum einen von Piloten. Egal, ob sie bereits eine Lizenz für Gyrocopter besitzen oder nicht. Zum anderen natürlich auch von Menschen ohne eigene Flugerfahrung, in der Branche gerne als „Fußgänger“ bezeichnet. Ich habe gelernt, dass unser ansprechendes Produkt gerade Fußgänger fasziniert, die bis dato noch gar nicht wussten, dass es diese Technologie überhaupt gibt. Wenn sie dann auch noch erklärt bekommen, wie einfach und sicher es ist, so einen Gyrocopter zu fliegen, und zwar mit einer Ultraleicht-Sportpiloten-Lizenz, wollen sie gleich eine Ausbildung anfangen. Wir werden diese in Zukunft hier vor Ort anbieten.

Rotorvox: Gyrocopter in der Produktion

 

Seedmatch: Zum Schluss noch eine hypothetische Frage: Wo wollt ihr mit Rotorvox in fünf Jahren stehen? Vielleicht könnte der Gyrocopter irgendwann auch eine echte Alternative zum Automobil sein…

Ronald Schoppe: Aus meiner Sicht wird ein Gyrocopter mit der aktuellen Gesetzgebung in Deutschland noch keine Alternative zum Automobil sein, kann es aber sicher in bestimmten Bereichen ergänzen. Wenn man dann mal in Flächenländer mit einer schlechteren Infrastruktur schaut, wird der Nutzen aber ganz klar sichtbar. In unserem Rotorvox C2A können wir sogar einen Liegendtransport von verletzten Personen, die während des Fluges nicht betreut werden müssen, durchführen. Das ist gerade in Afrika von Interesse. Vor allem in Bezug auf dieses Alleinstellungsmerkmal haben wir auch schon eine konkrete Anfrage aus Nigeria. Viel interessanter wird es jedoch sein, die Potenziale diese Technologie dort zu heben, wo wir in Teilbereichen Helikopter ersetzen können.

Ich denke auch, dass wir in der Gesetzgebung noch Änderungen bekommen werden, die es ermöglichen werden, sogar viersitzige Tragschrauber zu bauen. Das ließe ein noch größeres Anwendungsspektrum erwarten. In fünf Jahren soll Rotorvox jedem Gyrocopter- und Helikopterpiloten ein Begriff sein und zumindest jeder dritte „Fußgänger“ sollte wissen, was einen Gyrocopter ist und ihn von einem Helikopter unterscheidet. Und das ist erst der Anfang.

 

Seedmatch: Ronald, Eduard – vielen Dank für eure Zeit!

 

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  1. Georg sagt:

    Gyrocopter sind wohl die sinnfreiesten Luftfahrzeuge , die es gibt. Brauchen auf meinem Platz fast 500m Startbahn um in die
    Luft zu kommen. KEIN, aber wirklich KEIN Vorteil gegenüber einem STOL-UL, eher viele Nachteile, weil kein Rettungsgerät möglich,Flugfehler enden meist tödlich, usw.usw.
    Und hier wird was „erfunden“, was es in dieser Form schon gibt und auf dem Markt ist. Wer investiert denn in sowas ???

  2. Egbert Kaji sagt:

    Die Deutschen, sie investieren am liebsten in etwas was es schon gibt, am sichersten ist etwas, das es schon mehrmals gibt…….. Oder; Sie springen nur auf fahrende Züge auf und dann auch nur auf den letzten Wagen.

    Aber nichts gegen Rotorvox. Ich bin Pilot und ich wäre sehr neugierig auf das Gerät und habe schon oft überlegt es fliegen zu wollen. Mit guter Ausführung und Technologie ist Platz für mehrere Anbieter. Ich sehe das sehr positiv. Außerdem bin ich neugierig, was es mit der hydraulischen Vorrotation auf sich hat. Kann ja nur mit kürzerer Startbahn zu tun haben.

    …. nur mit den Deutschen Bedenkenträgern, da habe ich ein riesen Problem . Egbert

    • Hallo Egbert,

      besten Dank für deinen sehr gut geschriebenen Beitrag. Wir würden uns sehr freuen, dich einmal in Obermehler/Thüringen – unserem Unternehmenssitz – begrüßen zu dürfen. Schreib uns gerne einmal direkt unter info@rotorvox.com an, um einen Termin zu vereinbaren. Sollte es für dich nicht möglich sein, zu reisen, werden wir in Kürze auch noch Termine veröffentlichen, an denen unser Rotorvox C2A in zwei deutschen Metropolen besucht werden kann.

      Viele Grüße
      Tatjana

  3. Hallo Georg,

    gerne nehmen wir zu deinem Kommentar Stellung und versuchen für alle übrigen User ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

    Hinsichtlich deiner ersten Meinung möchten wir auf die seit Jahren wachsende Beliebtheit von Gyrocoptern aufmerksam machen. Diese ist sowohl an der wachsenden Zahl von Pilotenlizenzen als auch an der wachsenden Zahl von zugelassenen Gyrocoptern allein in Deutschland zu erkennen. Durch die erst vor Kurzen vorgenommene Öffnung der Schweiz für Gyrocopter hat das letzte Land in Europa den Betrieb dieser Fluggeräte zugelassen. Zeitlich gesehen wurden Gyrocopter noch vor dem Hubschrauber entwickelt, um den bei Flächenfliegern vorzufindenden Strömungsabriss zu begegnen. Letzterer endet meist tötlich und kann durch den Einsatz von Gyrocoptern vermieden werden.

    Bezüglich des Platzbedarfes für den Start und für die Landung müssen wir relativieren. Hier wird zwischen der Start- und Landerollstrecke und der Start- und Landestrecke differenziert. Der Rotorvox C2A benötigt eine Startrollstrecke von 80-120 Meter und eine Startstrecke von 300 Meter. Im Landeprozess sind diese Werte etwas kürzer. So benötigt der Rotorvox C2A eine Landerollstrecke von 30 Meter und eine Landestrecke von 150 Meter. Zur Verringerung dieser Strecke haben wir das Entwicklungspaket „Senkrechtstart“ aufgenommen. Wir sind wie du der Meinung, dass der Nutzen und somit die Nachfrage nach Gyrocoptern noch weitaus größer sein kann, wenn eine Landung und ein Start auf minimalen Platz möglich wird. Nach Beendigung des Entwicklungsprojektes würde Rotorvox Gyrocopter bauen, die den STOL-ULs entspricht. STOL-ULs sind sogenannte Short Take Off and Landing Ultra Light Fluggeräte.

    Vielen Dank auch für die Ansprache der Thematik Sicherheit. Die Unfallstatistik zeigt, dass ein Unfall – relativ und absolut gesehen – weitaus weniger oft mit einem Gyrocopter vorkommt als mit anderen Fluggeräten. Von daher ist ein Gyrocopter eines der sichersten Fluggeräte. Zur Erhöhung der Sicherheit verweisen wir zudem sehr gerne auf unser Vollcarbon-Monocoque, dass Rotorvox C2A Passagiere schützt und gleichzeitig eine Selbstrettung nach einem potentiellen Unfall ermöglicht. Letzteres wurde mehrfach bei internen Tests bewiesen.

    Viele Grüße
    Tatjana

  4. Georg sagt:

    Hallo Tatjana,

    ich hoffe und gehe davon aus, daß du -wie ich – eine Pilotenlizens hast (Ich :JAR-PPL/TMG/Segelflug UL Dreichachs,AZF,
    ehem.CPL/FI), also weist , was Du schreibst.
    Bei meinem Luftaufsichtsdienst ist vor4 Jahren ein
    Gyrocopter abgestürzt, es gab 2 Tode.Der Aufschlagort war
    rd. 100 m vom Turm und vor der Schwelle.
    Vermutlicher Grund: Unterschneidung der Rotorfläche durch
    „Nachdrücken“ (sehr erf. Flächenpilot, wenig Erfahrung mit Gyrocopter) Der Instinkt des Nachdrückens bei Fahrtverlust
    wurde vom Gyrocopter sichtbar schlagartig mit nicht recoverbaren Stillstand der
    Rotoren quittiert. Der GC fiel wie ein Stein zu Boden.
    Danach habe ich mich als direkter Zeuge und „Beteiligter“ an der Flugunfalluntersuchung, mehr mit diesem Fluggerät beschäftigt und auch in US-Foren gelesen. Mein Fazit-und das vieler meiner Vereinsmitglieder und Fliegerkollegen:
    NIE, aber auch wirklich NIE würden wir in so ein Ding einsteigen….
    Hier mal der Unfallbericht der BfU: http://www.bfu-web.de/DE/Publikationen/Untersuchungsberichte/2011/Bericht_11_3X104_Gyrocopter_Breitscheid.pdf?__blob=publicationFile

    Ich sehe da mehr Möglichkeiten in der Entwicklung der „ultraleichten Hubschrauber“, die konventionelle Hubschraubertechnik nutzen, aber halt mit den Vorteilen der
    UL-Flugzeuge sehr,sehr viel preiswerter in Ausbildung und Betrieb.

    Die Gyrocopter sind ein momentaner Boom, der bereits von vielen erfahrenen Herstellern weltweit bedient wird. Ihr
    habt da leider das Rad nicht neu erfunden. Und der Preis?
    Naja!!

    Beste Grüße

    Georg

    • Hallo Georg,

      glücklicherweise bin ich noch nie in die Situation gekommen, einen Unfall real mit erleben zu müssen. Von daher kann ich mich natürlich auch nicht in deine Erfahrung reinversetzen. Ebenfalls bin ich – um deine Frage zu beantworten – keine Pilotin. Bei Rotorvox bin ich unter anderem für die Außenkommunikation verantwortlich. Um dennoch sämtliche Fragen – auch deine – fachgerecht zu beantworten und dir/euch exakte Antworten gewährleisten zu können, werden die Inhalte durch unser Fachpersonal und durch externe Experten geprüft. Darunter befinden sich langjährige erfahrene Piloten, sodass du gerne weitere Fachfragen stellen kannst, die dir auf diesem Wege sachlich korrekt beantwortet werden.

      Wie du bereits richtig und korrekt ausgeführt hast – was auch dem Unfallbericht zu entnehmen ist, hat es sich bei dem von dir erwähnten Unfall um einen schwerwiegenden Pilotenfehler gehandelt, der von einem sehr erfahrenen Flächenflieger begannen wurde. Da Flächenflieger und Gyrocopter – und auch hier hast du recht – vollkommen anderen Prinzipien folgen, war nach einer ersten Durchsicht der Unterlagen wahrscheinlich (hier verweisen wir auf den Unfallbericht) ein Bedienfehler ursächlich, der seinen Ursprung in genau den unterschiedlichen Steuerungsprinzipien findet. Bedienfehler sind aus unserer Sicht jedoch in jedem Bereich möglich. Dies beginnt bei UL-Helikoptern, Flächenfliegern, PKWs, Fahrrädern und hört sicherlich nicht bei Gyrocoptern auf, bei denen selbstverständlich auch Bedienfehler auftreten. Letztlich ist es jedoch jedem freigestellt, wie und ob er in die Lüfte aufsteigen möchte – oder ob er dies gar nicht vorhat.

      Bezüglich deiner ebenfalls korrekten Anmerkung, dass es natürlich schon Anbieter von Gyrocoptern gibt, möchten wir noch einmal auf die Investmentstory und den Businessplan verweisen. In beiden Unterlagen findest du nähere Information zu unserer Nischenstrategie innerhalb der Nische. Wir haben nie behauptet das Rad neu erfunden zu haben, wir stellen jedoch an uns, an unsere Entwickler, Piloten, Montagemitarbeiter ebenso wie an die administrativen Mitarbeiter den Anspruch, in allen Belangen einen Ticken besser zu sein, um dem Kunden ein Produkt inklusive Produkterlebnis zur Verfügung zu stellen, wie er es nur von Rotorvox erhalten kann. Hätten wir diesen Anspruch nicht an uns, könnten wir nicht behaupten, dass wir den Gyrocoptermarkt zukünftig – auch mit den geplanten Entwicklungen – revolutionieren wollen.

      Gerne kannst du dich weiter über den Blog bei uns melden. Alternativ laden wir dich aber auch gerne nach Obermehler ein, wo du dir auch einen realen Blick von uns als Team und von unserem Produkt machen kannst. Der Unternehmenssitz ist direkt am Flugplatz Obermehler, sodass du gerne auch direkt zu uns fliegen kannst.

      Viele Grüße
      Tatjana

    • Hallo Georg,

      vielen Dank für deine persönliche Meinung und den regen Austausch. Es gibt immer unterschiedliche Meinungen zu Themen und wir respektieren diese selbstverständlich. Wir würden uns freuen, dich in Obermehler begrüßen zu können. Dann kannst du gerne in Fachgespräche mit unseren Entwicklern einsteigen und sie können dir gleichzeitig am Rotorvox C2A ihren Entwicklungsansatz erläutern – so wie du ihnen auch deine Sicht der Dinge näher bringen kannst.

      Lieben Gruß

      Tatjana

  5. Aviat sagt:

    Hallo, ich habe von einem All…Versicherungsmakler bei FB gelesen, daß Tragschrauber NICHT MEHR kasko-versicherbar sind ?!
    Könnt ihr das bestätigen und welche Auswirkungen hätte dies auf die Vermarktung?

  6. Tatjana Schoppe vom Rotorvox sagt:

    Hallo Aviat,
    nach einem Telefonat mit unserem Versicherer kann ich diese Information nicht bestätigen.
    Manche Versicherer, die nicht unbedingt auf die Luftfahrt spezialisiert sind, bieten Gyrocopterversicherungen gar nicht an oder nehmen sie aus dem Katalog, da Gyrocopter im Allgemeinen in der Versicherungsbranche als risikoreiche Flugobjekte klassifiziert werden.
    Tendenziell beobachten wir zwar einen Anstieg der Versicherungsprämien, doch abgeschafft sind sie auf gar keinen Fall.

  7. Nach dem so schrecklichen Ende der WEGA freut es mich, dass sich wieder ein Unternehmen am Verkehrslandeplatz Obermehler/Schlotheim angesiedelt hat, dass nach den vielen Jahren der Ruhe etwas postitiv verändert. Als wir 2010 unseren Fliegerclub aufgelöst haben, dachte eigentlich keiner mehr an einen Lichtblick am Horizont. Nun hört man wieder ein hoffnungsfrohes Geräusch am Himmel, das von der Fortführung der Vision, von der einmal Anfang der 90er Jahre geträumt wurde, zeugt. Auch wenn es schon ähnliche Entwicklungen und Projekte gibt, schaffen sie doch nur einen sinnvollen Wettbewerb, obwohl doch auch in jeder Entwicklung Neuheiten stecken können. Im Sommer jährt sich die Übergabe des Verkehrslandeplatzes zum 20.Mal und ich wünsche Ihnen viele Jahrzehnte den Erfolg, der Ihrer Vision zugrunde liegt.
    Thomas Brauhardt