Cloud&Heat: „Unsere Technologie hat in beiden Geschäftsbereichen den Proof-of-Concept erbracht“

Cloud&Heat zählen auf Seedmatch eindeutig zu den Crowdfunding-Meilensteinen. Damals noch unter dem Namen AoTerra hat das Startup erstmals eine Rekordsumme von einer Million Euro über Crowdfunding eingesammelt. Seit dem ersten Funding hat sich eine Menge getan. Das Unternehmen hat sich entwickelt, konnte Arbeitsplätze schaffen und vor allem: die grünste Cloud an den Start bringen. Bevor wir über das neue Funding sprechen, kurz der Blick zurück. Gemeinsam mit CFO Nicolas Röhrs sprechen wir darüber, was seit dem letzten Funding alles passiert ist.

 

Seedmatch: Hallo Nico, nächste Woche startet Eure zweite große Runde auf Seedmatch. Wenn Du zurück schaust, wo standet ihr mit AoTerra vor dem letzten Funding?

Nicolas Röhrs Cloud&HeatNicolas Röhrs: Vor dem letzten Funding hatten wir ein ausgereiftes Konzept und unsere Technologie, waren aber noch nicht in die operative Phase gestartet. Das erste Seedmatch-Funding hat uns in die Lage versetzt, das operative Geschäft zu starten und den Markteintritt mitfinanziert.

 

Seedmatch: Hättet ihr damals gedacht, dass ihr die erste Crowdfunding-Million einsammelt und damit Crowdfundinggeschichte schreibt?

Nicolas Röhrs: Ich kann da nicht für mich sprechen, weil ich damals noch nicht an Bord war. Aber wenn ich mich bei den Kollegen umhöre, die damals schon aktiv waren, dann waren wir zwar überzeugt, ein attraktives Konzept zu bieten, hätten aber nicht mit einem so überwältigenden Zuspruch der Community gerechnet.

 

Seedmatch: Wie habt ihr das Funding und die Crowd erlebt?

Nicolas Röhrs: Der Funding-Zeitraum ist als heiße Phase unheimlich energiegeladen. Alle zeigen vollen Einsatz und geben ihr Bestes, um zum Gelingen beizutragen. Das Feedback aus der Crowd ist unheimlich hilfreich, weil sich mit dem Dialog oft Fragen aus ganz neuen Blickwinkeln stellen, die nicht nur für den Einzelnen, sondern für alle relevant sind.

 

Serverschrank von Cloud&HeatSeedmatch: Und wo steht ihr jetzt? Was ist seitdem alles passiert?

Nicolas Röhrs: Wir sind seit der letzten Runde stetig gewachsen, haben uns den deutschen Markt erschlossen und neben einem attraktiven, nachhaltigen Wärmekonzept auch eine leistungsstarke, grüne Cloud aufgebaut. Im Zuge dessen konnten wir mit Deutsche Börse Cloud Exchange, cloudControl, TRANSSOLAR und der TU Dresden unser Partnernetzwerk ausbauen. Unsere Technologie hat in beiden Geschäftsbereichen – Heat und Cloud – den Proof-of-Concept erbracht. Jetzt gilt es, mit frischen Mitteln zu expandieren, neue Märkte zu erschließen, die Produktentwicklung voranzutreiben und unsere Salesforce zu stärken.

 

Seedmatch: Es gab eine Umbenennung von AoTerra zu Cloud&Heat? Wie wurde dieser Switch aufgenommen?

Nicolas Röhrs: Zum Glück sehr gut. Das ist natürlich nicht aus einer Laune heraus geschehen, sondern hat einen wohlüberlegten Hintergrund: Der alte Name war uns zu weit weg vom Geschäft. Um eine starke Marke zu schaffen, mit der sich Menschen identifizieren, ist es wichtig, dass der Markenname eingängig ist und sofort Rückschlüsse auf das Geschäft zulässt. Mit Cloud&Heat haben wir einen Markennamen, der unsere beiden Geschäftsbereiche umfasst und sofort den Kern unseres Geschäftsmodells beschreibt. Außerdem funktioniert das aufgrund der englischen Sprachwahl auch im Hinblick auf eine Expansion in neue Märkte sehr gut.

Logo AoTerra

 

 

Logo Cloud&Heat

 

Seedmatch: Vor Kurzem konntet ihr erfreulicherweise eine Kapitalerhöhung vermelden. Wie kam es dazu und was bedeutet das für euch?

Nicolas Röhrs: Neben der Unterstützung der Seedmatch-Investoren haben wir weitere Private-Equity-Geber an Bord, die an Cloud&Heat glauben. Durch die letzte Kapitalerhöhung stehen wir finanziell auf breiteren Füßen und können unser geplantes Wachstum forcieren. Für eine gesunde Struktur ist ein diversifiziertes Finanzierungsportfolio wichtig, weil es Abhängigkeiten verringert und Flexibilität schafft. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen unserer Gesellschafter, das sie uns mit der Kapitalerhöhung ausgesprochen haben.

 

Seedmatch: Nächste Woche startet eure zweite Finanzierungsrunde. Warum habt ihr euch wieder für die Crowd entschieden? Und: Seid ihr schon alte Hasen oder trotzdem noch gespannt und aufgeregt vor dem Start?

Nicolas Röhrs: Aber sicher sind wir noch aufgeregt – das ist schließlich ein wichtiger Schritt für uns! Wir haben uns erneut für Crowdfunding entschieden, weil wir bereits positive Erfahrungen in diesem Bereich gemacht haben; vor allem aber deshalb, weil es einfach toll ist, Menschen für unsere Idee zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, uns direkt zu unterstützen und von der Entwicklung zu profitieren. Jeder hier im Team hat alles gegeben, um die Crowdfunding-Runde gut vorzubereiten – jetzt geht es endlich los.

 

Nächste Woche wird es hier im Blog den zweiten Teil des Interviews mit Nicolas Röhrs geben, in dem wir auf die aktuelle Finanzierungsrunde eingehen und schauen, wo die Reise für Cloud&Heat und die Crowd hingehen könnte.