Renaissance und Revolution: Warum Bonaverde eine Innovation am Kaffeemarkt ist – ein Gastbeitrag

Gemeinsam mit den USA ist Deutschland eigentlich schon seit vielen Jahren Vorreiter in Sachen Kaffee-Innovation. Aus den Kaffeehochburgen Berlin, Hamburg, Düsseldorf und München werden Trends wie Pop-Up Cafés, Slow-Dripping oder Röst-Cafés in die Welt getragen. Wir knüpfen nun an diese Tradition an! Unser Gründer Hans Stier ist gebürtiger Berliner (einer der wenigen in der Start-Up Szene und generell eine Rarität in Mitte oder Prenzlauer Berg) und kam nach Stationen in Paris, Sydney und München nach Berlin zurück, um die Welle der Kaffeetrends zu reiten.

Filterkaffee erlebt gerade in Berlin und Hamburg eine regelrechte Renaissance: Dutzende gemütlicher Eckkaffees mit patentierten Filterverfahren wie Chemex oder Aero Press erobern die Straßenlandschaft. Manche bieten sogar keine Espresso-basierten Kaffees mehr an, sondern wollen den Kunden regelrecht zurück zur „echten“ Variante Filterkaffee erziehen. Soweit geht Bonaverde nicht: Bonaverde hat sich auf Filterkaffee spezialisiert, weil das Modell Direkthandel nach dieser Zubereitungsart schreit, die auch Farmer auf ihren Plantagen nutzen, um ihre eigenen Kaffees zu testen (zu ver-„cuppen“): das klassische Röst-Mahl-BRÜH Verfahren.

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Das heisst nicht, dass Espresso nicht ein tolles Getränk, ja eine sensationelle Kaffee-Variante ist; für Bonaverde eignet sich der Filterkaffee einfach besser. So nimmt zum Beispiel der klassische Filterkaffeemaschinenmarkt 75 % des Marktsegmentes ein, während Espresso nur 6 % innehat (2011). Die Maschinen sind sogar in der Röst- und Mahlwerk-Variante noch deutlich weniger komplex als die mit 9 Bar arbeitenden Espressomaschinen – und daher der richtige Ansatzpunkt für uns als Hardware-Startup.
Hinzu kommt, dass Bonaverde in dem gemeinsamen Genuss von Kaffee ein echtes Verkaufsinstrument sieht. Das ist bei Filterkaffee (Teilen einer Kanne) gerade in deutschen Büros, Praxen und vielen anderen Arbeitsplätzen sehr viel verbindender und ausgeprägter als Kapsel- oder Pad-Maschinen, die als sog. „Single-Serve“-Variante „nur“ den Faktor „Convenience“, also die Schnelligkeit bedienen (ein bis zweieinhalb Minuten pro Tasse im Vergleich zu durchschnittlich 12 Minuten Filterkaffeezeit).

Auch die Vollautomaten, die mit knapp 850.000 verkauften Einheiten in 2013 massiv (um 35 %) im Absatz zugenommen haben, scheinen dem bei 5,4 Millionen Filterkaffeemaschinen seit Jahren stabilen (+2 %) Absatz der klassischen „schnellen Brüter“ nichts anhaben zu können.

Mithin hat Bonaverde aber auch geschäftsorientiert gedacht: Wo kann Bonaverde schneller mehr absetzen? Mit dieser Frage war auch der Revolutionscharakter von Bonaverde gesetzt: Ein paar hundert teure Maschinen (>1.000 Euro) an die wenigen Deutschen, die sich das wirklich leisten können – oder lieber eine Maschine, die im finanziellen Rahmen eines Lifestyle-Produktes („Affordable Luxury“) liegt und sich immer noch Hunderttausende leisten können? Genau letzteres war Voraussetzung für die erste Generation: Bonaverdes Erfolg korreliert mit der Anzahl absetzbarer Maschinen. Nicht, weil mehr einfach mehr ist, sondern weil das Geschäftsmodell auf den Verkauf von Rohbohnen ausgerichtet ist. Und auf das Weitersagen – die Mund-Propaganda, das ansteckende Moment – das von frischem Kaffee ausgeht, kann man gar nicht genug wertschätzen! Denn Kaffeezubereitung mit Bonaverde spricht alle Sinne an: Das Fühlen der rohen Bohnen, das Riechen des Röstdufts, das Hören des ersten Crack beim Rösten, das Sehen, denn die Röstkammer ist aus Glas aber vor allem das Schmecken – denn den Kaffee unmittelbar nach der Röstung zu mahlen und zu brühen, erzielt einen unvergleichlich frischen Kaffeegeschmack.

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Nicht zuletzt aber ist der Bohnenabsatz vor allem das, was auch die Innovation, die Disruption und damit den Erfolg der Bonaverde-Revolution ausmachen wird: Das Bonaverde-Modell verändert die Kaffee-Industrie nur, wenn es auch große Zahlen feiern kann. Weniger als die Marge pro Bohne ist dabei die Masse an Bohnen, die Anzahl angebundener Kaffeebauern und die Verbreitungsgeschwindigkeit über die Kontinente hinweg von Relevanz.

bonaverde_coffee-beltBonaverde Kaffeebauern erhalten mit Bonaverde einen ganz anderen Marktpreis als über jeden bisherigen Handel. Das hat nicht nur mit Gutmenschentum zu tun, das ist Überzeugungssache: Bonaverde versteht sich als Geschäftspartner der Kaffeebauern und unter Geschäftspartnern ist eine gesunde Lieferantenbeziehung Voraussetzung für den Erfolg beider Partner! Genau so, wie Bonaverde dem Maschinenhersteller eine Marge auf die Maschinen lässt, damit die Maschinenproduktion qualitativ gesichert ist, gibt Bonaverde den Partnerbauern eine Marge auf ihren Kaffee, um im Sourcing sicher zu sein.

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Dabei arbeitet Bonaverde gänzlich anders als alle anderen Kaffeemarken der bisherigen Industrie. Üblich ist, dass ein Preis bezahlt wird, der über sog. Commodity Trading, also das Zocken von Bankern, Fonds und sonstigen Tradern mit Rohstoffen wie Kaffee an der New Yorker Börse (NYSE), zustande kommt. Der Preis wird ausschließlich über Angebot und Nachfrage bestimmt und hat natürlich rein gar nichts mit den tatsächlichen Produktionskosten für den Bauern zu tun. Für besondere Qualitätskaffees schaffen einzelne Bauern es manchmal, einen Preis um ein paar oder auch mal um zehn bis elf „US-Cent über NYSE“ durchzusetzen. Meistens liegt aber sogar der Preis noch unter den echten Kosten der Bauern, gerade weil guter Kaffee eben auch höhere Kosten für den Bauern bedeutet – genau wie besonders guter Wein bei besonders engagierten Winzern.

Bonaverde einigt sich stattdessen mit jedem Bauern einzeln auf eine angemessene Marge über dessen individuellen Produktionskosten – und das Ergebnis bestimmt den Preis des Kaffees für den Endkonsumenten auf dem Online Bonaverde-Marktplatz.

Ein einzigartiges Konzept. Und das setzen wir jetzt mit Euch in die Tat um – werdet Teil unserer Coffee Changer Community!