Seedmatch in Zahlen: Das bisher beste Quartal für Startup-Crowdfunding in Deutschland

Als Seedmatch im August 2011 als erste deutsche Crowdfunding-Plattform für Startups gelauncht wurde, gab es keinerlei Garantie dafür, dass das Konzept in Deutschland überhaupt Anklang findet. Spätestens jetzt, nach Ende des zweiten Quartals 2014, wissen wir, dass die Crowd hochmotiviert ist und immer weiter wächst, um gemeinsam in starke Ideen zu investieren. Denn mittlerweile sind über 17,1 Millionen Euro bei Seedmatch in junge Unternehmen investiert worden – 5.192.750 Euro davon allein im vergangenen Quartal, mehr als je zuvor in einem Vierteljahr.

Um alle Fakten und Daten zum vergangenen Quartal für Sie übersichtlich aufzubereiten, haben wir wieder eine Prezi-Präsentation zusammengestellt:

Natürlich können Sie auch alle Informationen zum zweiten Quartal 2014 in einer PDF nachlesen.

 

Unsere aktuelle Quartalsstatistik spiegelt die wachsende Relevanz von Crowdfunding als alternative Finanzierungsform für Unternehmen in Deutschland wider. Über ganz Deutschland verteilt finden Gründer mit innovativen Geschäftsideen über die Online-Plattform Investoren und Unterstützer. Über 28.000 Nutzer haben sich bisher bei Seedmatch angemeldet und es werden täglich mehr. Auch eine kürzlich vom IT-Branchenverband BITKOM durchgeführte Studie belegt den Trend: Rund 5 Prozent der Bundesbürger können sich vorstellen, in junge Unternehmen aus dem Internet- oder IT-Umfeld zu investieren. In Deutschland gibt es somit rund 3,5 Millionen potenzielle Investoren für Startups.

3,5 Millionen Menschen = ganz Berlin

 

Ein typischer Investor bei Seedmatch

Der Großteil der aktiven Investoren bei Seedmatch ist männlich (89,3 %), das durchschnittliche Alter liegt bei 38 Jahren. Durchschnittlich investiert ein typischer Investor 868 Euro in ein Startup, insgesamt investiert er durchschnittlich fast 2.412 Euro in verschiedene junge Unternehmen. Es lässt sich in diesem Quartal im Vergleich zu den vorhergehenden und dem Gesamtdurchschnitt eine Tendenz zu höheren Investments erkennen. Ein Crowd-Investor investiert sein Geld im Durchschnitt in 2,8 Startups. Dies ist ein Indiz dafür, dass Crowd-Investoren die Portfolio-Strategie anwenden, um ihr Risiko zu streuen. Die meisten Investoren bei Seedmatch kommen, gemäß der Bevölkerungsstruktur in Deutschland, aus den Städten Berlin, Hamburg und München.

Die Seedmatch-Startups: Vielfalt und ein Weltrekord

Bis zum Stichtag am 30. Juni 2014 haben sich insgesamt 65 Projekte erfolgreich über Seedmatch finanziert. Keine andere Crowdfunding-Plattform in Deutschland hat so viele Finanzierungsrunden realisiert. Im zweiten Quartal 2014 beendeten sechs junge Unternehmen das Crowdfunding auf Seedmatch mit Beträgen von 100.000 Euro bis 3 Millionen Euro:

Pro Startup investieren im Durchschnitt 304 Crowd-Investoren – mit stark steigender Tendenz, bedingt durch die weiter wachsenden Funding-Volumina.

140605_weltrekord

 

Im zweiten Quartal konnte Seedmatch zusammen mit Protonet gleich zwei Rekorde im Crowdfunding hintereinander aufstellen: Das Hamburger Startup überzeugte in 5 Tagen, 13 Stunden und 39 Minuten genau 1.826 Investoren, die insgesamt 3 Millionen Euro in Protonet investierten. Im weltweiten Vergleich finanzierte sich bisher noch kein Startup mit dieser Geschwindigkeit über die Crowd (umgerechnet allein 1 Mio. Dollar in 89 Minuten) – und kein deutsches Startup konnte bisher eine so große Summe mit Hilfe der Crowd einsammeln.

protonet_fundingverlaufDrei erfolgreiche Anschlussfinanzierungen mit der Crowd

Das Startup Front Row Society hat sich im zweiten Quartal 2014 aufgrund der positiven Erfahrungen in den ersten zwei Crowdfundingrunde entschieden, seine dritte Finanzierungsrunde ebenfalls bei Seedmatch zu realisieren. Im September 2012 und im Frühjahr 2013 hat sich das Startup bereits erfolgreich durch ein Crowdfunding finanziert und konnte insgesamt 350.000 Euro einsammeln. Auch Secucloud und Protonet sind den Weg der Anschlussfinanzierung mit der Crowd gegangen.

„Die Anschlussfinanzierung bei Seedmatch war eine ganz bewusste Entscheidung, weil es uns nicht ausschließlich um das Kapital, sondern auch um die Reichweite ging, die wir mit einem Schlag generieren konnten. Wir glauben an die unendliche Power der Crowd. Und wie man sehen konnte, kann diese unerwartet heftig zuschlagen – mit einem Weltrekord!“, erklärt Thomas Reimers, Leiter Marketing und Vertrieb bei Protonet.

Vielen Dank an alle Startups und Crow-Investoren für diesen Quartalserfolg!