„miBaby ist im Austausch mit zwei potenziellen Käufern“

Die Namensliste der miBaby-Investoren ist lang – und damit meinen wir nicht nur die Seedmatch-Investoren, die in der ersten und zweiten Runde in das Startup investiert haben, sondern unter anderem die erfahrenen Business Angels Jochen Schweizer oder Dr. Christian Göttsch (Gründer und CEO von experteer.com).

Jetzt hat auch Business Angel Marlon Ikels, Gründer und Geschäftsführer von galleryy.net, Geschenktipp.com, Monatsgeschenke.de, zum zweiten Mal investiert, „denn die Wachstumsraten von miBaby sind seit Jahresbeginn wirklich beeindruckend“. Wie jeder Crowdinvestor auch, hofft er auf einen erfolgreichen Exit.

Im Interview verrät der Marketing-Profi, was miBaby als mögliches Akquise-Ziel so attraktiv macht – und wer als Käufer in Frage käme.

 

Seedmatch: Hallo Marlon, Du hast im März letzten Jahres in miBaby investiert. Beschreibe doch mal kurz wie miBaby aussah, in das Du damals investiert hast?

Marlon Ikels: Das Team bestand ausschließlich aus Björn und Tim und einem ersten Prototypen des Portals. Sie hatten etwa 200 Visits pro Tag und quasi keine Umsätze. Auch wenn ich schon damals von der Idee des Online-Shoppingberaters für werdende und junge Eltern überzeugt war, war das Ganze ein Hochrisikoinvestment für mich. In einer solchen Phase ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das gesamte eingesetzte Kapital schnell weg ist. Ich bin froh, dass es anders kam.

 

Startup miBaby bei Seedmatch

 

Seedmatch: miBaby ist die letzten Monaten stark gewachsen. Wie beurteilst Du den aktuellen Stand des jungen Unternehmens?

Marlon Ikels: Ja, das Wachstum der letzten Monate war enorm. Die oben genannten 200 Besuche weist miBaby inzwischen in 30 Minuten auf (lacht). Dennoch ist die aktuelle Lage differenziert zu betrachten. Die operative Entwicklung der letzten Monate war sehr gut. Aus einer Investoren-Perspektive hat sich dadurch das Risiko aus meinem Erstinvestment fast komplett abgebaut. Die Finanzierungsrunde läuft jedoch schleppender als erwartet. Das ist ärgerlich, da mehr Ressourcen des Teams auf dieses Thema allokiert werden müssen und weniger am operativen Geschäft gearbeitet werden kann.

 

Seedmatch: Du als Lead-Investor hast Dich entschieden, erneut einen größeren Betrag in miBaby zu investieren. Wo liegt Deines Erachtens das Potenzial?

Marlon Ikels: miBaby ist inzwischen kein klassisches Seed-Investment mehr. Es geht mehr um die Frage, wie groß das Ganze wird. Das Potenzial ist aufgrund der sehr guten Skalierbarkeit enorm. Damit meine ich den Grad der Automatisierung. Eine Vervielfachung der Nutzerzahlen sowie der Umsätze ist bei miBaby ohne ein starkes Personalwachstum möglich. In dieser Form haben das nur die ganz großen Erfolgsgeschichten im Internet.

Des Weiteren ist miBaby im Bereich (Online-) Werbung eines der innovativsten Konzepte, die ich kenne. „Interaktion“, „Individualität“ und „Zeitpunktmarketing“ sind Begriffe, die Marketing-Visionäre predigen. Diese Ansätze sind im Geschäftsmodell und in der technischen Infrastruktur von miBaby implementiert. Diese Zukunftsträchtigkeit war sowohl bei meinem ersten Investment wie auch jetzt bei der Folgeinvestition ein ausschlaggebender Punkt.

Zudem hat miBaby ein paar weitere Themen in der Pipeline, von denen ich überzeugt bin. Nehmen wir mal das Thema „Modesets“. Hier haben die Eltern die Möglichkeit, ihr eigenes Babybild mit einem Outfit hochzuladen. Diese Inhalte verbreiten sich schnell viral. Man lehnt sich damit an bestehenden Konzepten wie stylight oder stylefruits an. Das sind sehr erfolgreiche Wachstumsgeschichten. Eine solche Erweiterung, die genau auf unsere Zielgruppe ausgerichtet ist, hat riesiges Potenzial – nicht nur auf die Nutzung und die Viralität sondern v.a. auch auf den Umsatz.

Mit dieser Einschätzung bin ich übrigens nicht alleine. Neben mir werden auch weitere Altinvestoren nachschießen.

 

Seedmatch: Das rasante Wachstum der letzten Monate ist ja bekannt. Was hat Dich besonders beeindruckt? 

Marlon Ikels: Die Wachstumsraten seit Jahresbeginn sind wirklich beeindruckend. Vor allem ist es imposant, bei einer Vervier- bis Verfünfachung des Umsatzes die Kosten so gut im Griff zu halten. Aktuell gewinnt das Team Neukunden für Beträge, die den Business Case deutlich schlagen!

An dieser Stelle möchte ich insbesondere die Nutzung des Kanals Facebook nennen. Mir ist kein Unternehmen bekannt, dass so fortschrittlich, innovativ und professionell diesen Kanal für Neukunden-Akquisition bearbeitet. Das sehr gute Verständnis für Facebook und die geschaffene Infrastruktur, das soziale Netzwerk tief in das Portal und die Aktivitäten der User zu integrieren wird auch zukünftig ein Grundstein des Erfolgs sein. Da ist das eben erwähnte Thema der „Modesets“ nur ein Beispiel.

 

Seedmatch: Welches Exit-Szenario wünschst du dir für miBaby? 

Marlon Ikels: Ein Exit mit einer möglichst hohen Bewertung (lacht). Nein, mal im Ernst. Selbstverständlich ist es so, dass jeder Investor darauf setzt, dass sich sein Startup möglichst gut entwickelt und das eingesetzte Kapital vervielfacht wird.

Ich denke, miBaby ist ein klassisches Akquiseziel für Verlage, die durch zahlreiche Portfoliounternehmen in der gleichen Zielgruppe große Synergien hebeln könnten. Ohne konkrete Namen nennen zu wollen, kann man schon verraten, dass das Team bereits jetzt im Austausch mit zwei potenziellen Käufern ist. Gerade letztes Jahr gab es in Deutschland einen vergleichbaren Exit. Edelight wurde mit einem sehr ähnlichen Geschäftsmodell an Burda verkauft. Die Verkaufssumme war achtstellig. Einen solchen Exit könnte ich mir auch bei miBaby vorstellen. Das würde uns alle gleichermaßen Freude bereiten – den Business Angeln wie auch den Seedmatch-Investoren.

 

Seedmatch: Und, mal am Rande – du kennst die Gründer ja viel besser als die Crowd-Investoren: Wie würdest du Tim und Björn beschreiben? 

Marlon Ikels: Ich habe während des Gesprächs ja schon ein paar lobende Worte über die beiden verloren. Meine Erfahrung sagt mir, dass sich ein erfolgreiches Gründerteam vor allem durch ein hohes Maß an Leidenschaft und Engagement für ihre Company auszeichnet. Das haben die beiden zweifelsohne. Sie arbeiten hart daran, miBaby zu einer Erfolgsgeschichte zu machen. Und nicht zuletzt habe ich mich auch so stark zu miBaby comitted, da Björn und Tim zwei sympathische Typen sind. Man möchte ja auch niemanden sein Geld anvertrauen, mit dem man nicht auch mal ein Bier trinken kann (lacht).

 

Seedmatch: Vielen Dank für deine offenen Antworten, Marlon! 

 

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Startup miBaby bei Seedmatch

 

 

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