Wie Seedmatch einen Preis gewann … und ihn doch nicht bekam

Mit Preisen ist es ja so: Man gewinnt Sie, weil man der Beste, der Schönste, der Größte ist. Preise gewinnt man, weil man etwas tut, das sonst keiner kann. Preise zeichnen Besonderheit aus. Deswegen haben wir uns bei Seedmatch gefreut, als wir den „Banking IT-Innovation Award 2012“ gewannen – oder besser: Als man uns schrieb, wir hätten ihn gewonnen.

Der Award wird verliehen von einer Jury aus Professoren führender Hochschulen, u.a. der Uni St. Gallen und der Handelshochschule* Universität Leipzig. Letztes Jahr war unter anderem die Fidor Bank unter den Preisträgern und dieses Jahr wurden Firmen wie Credit Suisse und die Allianz ausgezeichnet. Große Namen also, eine große Ehre für Seedmatch. Und die Bestätigung, dass wir mit Crowdfunding für Startups etwas entwickelt haben, dass nicht nur vom Markt akzeptiert wird, sondern auch von der Wissenschaft.

Da kam also die Glückwunsch-Mail bei uns ins Postfach geflattert, versehen mit einer Einladung zur Preisverleihung. Etwas betrüblich: Das Event sollte schon drei Wochen später stattfinden, die Teilnahme kostete selbst für uns Gewinner 365€ pro Person. An sich alles kein Problem, manchmal kostet es eben, ein Gewinner zu sein. Aber leider fand die Verleihung zeitlich mit zwei anderen Events statt, für die Jens-Uwe, unser Geschäftsführer und Tim, unser Head of Operations, schon seit etlichen Wochen zugesagt und Flüge gebucht hatten. Da sagt man nicht mal eben ab, wenn man als Keynote-Speaker geladen wird.

Die Pointe: Man nahm uns den Preis wieder ab. Weil wir als damals fünfköpfiges Startup keinen Vertreter mal eben in die Schweiz schicken konnten, um dort bei Schampus und Häppchen eine Urkunde mitzunehmen. Man teilte uns mit, die Jury habe mit sich gerungen, aber am Ende sei man trotz 50:50-Entscheidung darüber eingekommen, dass jemand, der nicht anreist, auch nicht gewinnen kann. Deswegen haben wir jetzt zwei schöne Urkunden: Eine mit dem Teilnahme-Zertifikat und eine mit der Auszeichnung des „Banking IT-Innovation Award 2012“ – die Urkunde war schon auf dem Weg, als man sich entschied, dass Seedmatch dann eben doch nicht die innovativste Banking-IT-Innovation des Jahres war.

So freuen wir uns über  den Titel „Quasi-Banking IT-Innovation Award 2012“. Das ist doch auch was.

*Anm. des Autors: In der ursprünglichen Version stand hier die Handelshochschule Leipzig. Dies war falsch.

Die Sieger-Urkunde

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  1. Seedmatch sagt:

    Ist Euch so etwas auch schon mal passiert? "Wie Seedmatch einen Preis gewann – und ihn doch nicht bekam…" http://t.co/gbjWrbRZ

  2. RT @seedmatch: "Wie Seedmatch einen Preis gewann – und ihn doch nicht bekam…" http://t.co/p7Ug8UY6

  3. Glückwunsch an @seedmatch – ich meine: Sieger bleibt Sieger! Geschenke kann man auch nicht wieder zurückfordern. http://t.co/RhIRikiW

  4. @seedmatch #lame #fail GRATULIERE trotzdem! "Wie Seedmatch einen Preis gewann – und ihn doch nicht bekam…" http://t.co/DpL5wi02

  5. Frank Spandl sagt:

    …für uns bleibt ihr immer die „Sieger der Herzen“

  6. Geschenkt ist geschenkt, wieder holen ist gestohlen 😉

    Herzlichen Glückwunsch dennoch – verdient gewonnen!

    Cheers,
    Mark

  7. NIls Bader sagt:

    Großartige Geschichte! Manchmal wird man ja sehr eindringlich vorher gefragt, ob man kommt, „da es sehr gern gesehen wird, dass die Preisträger dann auch da sind.“ – das verstehe ich schon. Aber dann schon Urkunden verschicken, aberkennen, usw. das ist schon katastrophal …

  8. Seedmatch sagt:

    Danke! 🙂 RT @dirk_s: Glückwunsch an @seedmatch – Sieger bleibt Sieger! Geschenke kann man auch nicht zurückfordern. http://t.co/Sk5tQvNE

  9. Wie Seedmatch einen Preis gewann … und ihn doch nicht bekam | Seedmatch Blog http://t.co/EM7W5jGo via @sharethis

  10. Andreas Schlagkamp sagt:

    Mir ist mal etwas ähnliches passiert. Wir erhielten Nachricht, dass wir für unser Weinerlebnis- Angebot (Weinproben, Museum, Programme, etc. alles für Busgruppen) in die „Best of“ European Attraction of the year, des englischen Magazins „Coach monthly“ nominiert wurden. Auch hier sollten wir für stolze 360€ + Reisekosten, nach England zur Preisverleihung. Ich hab das Schreiben weg geworfen, da wir uns für einen solchen Wettbewerb nicht gemeldet hatten und ich einen Betrugsversuch dahinter vermutete. Kurz darauf wurde ich per mail aufgefordert einige Infos zu unserem Haus zu senden. Langsam wurde es lästig. Und dann die Überraschung. 3 Wochen später erhielten wir eine schöne Urkunde und ein Gratulationsschreiben. Was ich nicht wusste ist, dass unsere Reisepartner und deren Gäste ohne unser Wissen befragt wurden. Da das Ganze in Relation zu der jährlichen Besucherzahl gesetzt wurde, kamen wir in die Top 3. Neben Euro Disney, Paris und Keukenhof Garden, NL, wurde unser kleines Haus doch tatsächlich geehrt, ohne das ein von uns anwesend war. Nur nett, dass wir trotzdem die Urkunde erhalten haben!!

  11. […] ist, bleibt hier eine Anekdote von Seedmatch. Im Blog berichten sie davon, wie sie einen Preis bekommen haben und ihn doch nicht bekamen. Ist alles etwas kompliziert, weshalb ich empfehle, den Artikel zu lesen. Die Moral von der […]

  12. Paul F. sagt:

    „Man nahm uns den Preis wieder ab. Weil wir als damals fünfköpfiges Startup keinen Vertreter mal eben in die Schweiz schicken konnten, […] am Ende sei man trotz 50:50-Entscheidung darüber eingekommen, dass jemand, der nicht anreist, auch nicht gewinnen kann.“

    Na, so einen Quatsch hab ich ja noch nie gehört… Die spinnen, die Schweizer… Aber eine nette Anekdote ist es schon, also quasi Glückwunsch! 🙂