easyCARD: ”Das Crowdfunding war ein ‘social proof of concept’ ”

Kaum zu glauben und doch wahr: das neueste Startup easyCARD hat erneut einen Crowdfunding-Rekord aufgestellt: Nur 87 Minuten hat es gedauert, dann waren alle verfügbaren Beteiligungen gezeichnet. Whow! Mit 100.000 Euro und 143 Investoren kann das Team von easyCARD nun seine Mission fortführen, den Versicherungsmarkt einfacher und transparenter für die Versicherten zu machen.

Für alle, die das Speed-Funding verpasst haben: Statt ein Antragsformular mit 24 – 30 persönlichen Daten auszufüllen, kann man bei easyCARD ganz einfach eine Versicherung abschließen. Im Online-Shop www.easyCARD.de gibt man lediglich einige wenige Informationen an. Mit Eingabe der Seriennummer des zu versichernden Wertgegenstandes (iPhone, iPad, Smartphone, e-Bike, Fahrrad), oder der Nummer des Personalausweises (Kfz-Rechtsschutz, Mietrechtsschutz, Haftpflicht, Hausrat), oder der Steuernummer des Hundes (Hundehaftpflicht, Hundereiseschutz) wird diese Nummer mit der easyCARD-Kartennummer verknüpft. Beide zusammen bilden die Versicherungsnummer. Fertig.

Bereits in den ersten Minuten des Crowdfundings wurde der Gründer und Geschäftsführer von easyCARD, Herr Dr. Riemann, mit Fragen bestürmt, die er wirklich innerhalb von wenigen Minuten beantwortete! Und nebenbei klingelte sein Telefon ununterbrochen…

Wie er und sein Team das Funding erlebt haben und welche Pläne easyCARD in der nächsten Zeit umsetzt, verraten Herr Riemann und Herr von Hein im Interview.

Seedmatch: Wir gratulieren euch zum Top-Speed-Crowdfunding! Nur unglaubliche 87 Minuten hat easyCARD gebraucht, um 143 Investoren zu überzeugen und die maximale Fundingsumme von 100.000 Euro zu erreichen! So schnell wurde noch kein Startup in Deutschland per Crowdfunding finanziert! Wie viel Zeit hattet ihr für das Funding eingeplant?

Robin von Hein: Wir haben ehrlicherweise schon den Rekord angestrebt, dass wir ihn allerdings so weit unterbieten würden, hätte ich nicht gedacht. Es zeigt jedoch, wie verständlich unser Konzept und unsere Produkte im Markt sind.

Frank Riemann: Als Physiker habe ich natürlich ausgerechnet, welche Summe das 2 Wochen vorher gestartete Startup SugarShape in 10 Minuten zusammenhatte und nach 5 Minuten war mir alles klar :-).


Seedmatch: Wie habt ihr die knapp zwei Mittagsstunden erlebt, in denen euer Funding lief und wie hat sich die Crowd in der Zeit seit dem erfolgreichen Funding bemerkbar gemacht?

Robin von Hein: Mein Team und ich haben hier in Berlin das Crowdfunding wie ein WM Endspiel live am Bildschirm verfolgt. Es war erstaunlich, wie viele Glückwünsche wir von unseren Investoren auch via Xing erhalten haben.

Frank Riemann: Ich durfte viele Fragen der Investoren per Mail beantworten und habe dann immer mal zwischendurch die F5-Taste gedrückt. Wir haben uns mit persönlicher Anrede per Mail bei allen Investoren bedankt.


Seedmatch: Was meint ihr, warum Euer Konzept so viele Investoren so spontan überzeugt hat?

RvH: Weil es einfach EINFACH ist! Als Versicherungsbetriebswirt weiss ich, wie grau und „langweilig“ die Versicherungswirtschaft sein kann. Wir bringen Farbe und Spass mit einem innovativen Konzept!

FR: Für mich ist die Geschwindigkeit, mit der das Funding durchgelaufen ist (fast) noch wichtiger als das Geld. Zeigt es doch eindeutig, dass wir die easyCARD Idee richtig “rübergebracht” haben und dass die Crowd sehr schnell den Nutzen des Produktes gesehen hat. Das war nicht nur ein einfaches “proof of concept”, das war ein “social proof of concept”. Oder, in meiner manchmal saloppen Art, haben wir die Aussage bewiesen: “Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler” :-).


Seedmatch: Wie habt Ihr Euch auf das Crowdfunding vorbereitet? Welche Maßnahmen sind Eurer Meinung nach im Vorfeld und während des Fundings besonders entscheidend und was hattet Ihr noch geplant (wenn es nicht so fix gegangen wäre)? Worauf sollten Startups besonders viel Sorgfalt verwenden, die ein Crowdfunding planen?

RvH:Wichtig ist es, ein Konzept zu haben, das von den Kunden einfach zu verstehen ist und einen Bedarf weckt. Ebenso wichtig ist es natürlich, dass das Produkt die Investoren sofort überzeugt. Startups sollten darauf achten, einen guten Partner wie Seedmatch zu haben und die Präsentationsunterlagen einfach und verständlich zu halten.

FR: Wir haben sehr viel Zeit in die Formulierungen, Worte und Texte des Businessplans investiert. Es genügt nicht, ein gutes Produkt zu haben. Man muss es auch verständlich rüberbringen und aufzeigen, welche Probleme des Kunden damit gelöst werden. Startups sollten schnell auch den Marketing- und Verkaufsprozess in Gang bringen und Geld einnehmen.

Ich bin absolut von der Schwarmintelligenz überzeugt. Wenn dass Funding 14 Tage gedauert hätte, wäre ich sicherlich sehr ins Grübeln darüber gekommen, ob die easyCARD Idee wirklich erfolgreich sein kann…


Seedmatch: Euch standen ja verschiedene Wege der Finanzierung offen, so hattet Ihr bereits die Zusage einer großen Risikokapitalgesellschaft. Warum habt Ihr euch für Crowdfunding als Finanzierungsform entschieden?

RvH: Wir haben uns für das Crowdfunding entschieden, da wir in jedem Investor einen Multiplikator sehen und es schnell umsetzbar war. Desweiteren, um in den nächsten Finanzierungsrunden den Investoren aufzeigen zu können, dass sich 146 Leute nicht täuschen können.

Seedmatch: Wofür werdet Ihr das eingesammelte Kapital einsetzen und welche Schritte habt ihr für die nächsten Wochen und Monate geplant?

RvH: Das eingesetzte Kapital wird zur Verstärkung des Teams und des Wachstums verwendet. Die nächsten Wochen wollen wir unsere weitere Finanzierungsrunde mit verschiedenen BA closen, verschiedene Marketingkampagnen angehen und neue Kooperationspartner, insbesondere weitere E-Commerce Partnershops, gewinnen.

Wir haben mit der easyCARD eine glasklare Marketingherausforderung. (Fast) jeden Cent werden wir in Marketing investieren.

Seedmatch: Wir wünschen euch für die nächsten Schritte viel Erfolg!



easyCARD Team - erfolgreiches Crowdfunding bei Seedmatch




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  1. Seedmatch sagt:

    Und so hat @easyCARD_DE das #Crowdfunding erlebt: http://t.co/dFHkxwLx

  2. Und so hat @easyCARD_DE das #Crowdfunding erlebt: http://t.co/dFHkxwLx

  3. […] dann unterbot SugarShape mit knapp vier Stunden diesen Rekord und schließlich dauerte es bei easyCARD nur noch 87 Minuten, bis die Maximalsumme erreicht war. Das Interesse an den Beteiligungen an den […]

  4. Ich glaube es wird auch noch viel größer!

  5. Dietmar sagt:

    Ich habe vor 2 Jahren als Jungunternehmer angefangen, das größte Problem war sicher eine Finanzierung zu bekommen. Crowdfunding ist sicher eine gute Alternative vor allem wenn man eine Idee umsetzten möchte die nicht jeder Bankberater sofort versteht.